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Kfz-Versicherungen werden günstiger. Und wer wegen Corona wenig gefahren ist, kann jetzt mit einem niedrigerem Beitrag rechnen. Tipps für Bestandskunden und Wechselwillige.

Werden alle Kfz-Versicherungen wegen Corona günstiger?

Nein, aber die Chancen stehen gut, und in diesem Jahr lohnt es sich ganz besonders, die Versicherer und ihre Tarife zu vergleichen. Die Stiftung Warentest hat das in der aktuellen Ausgabe der Finanztest getan und festgestellt, dass viele Versicherer die Preise senken oder Leistungen verbessern wollen, im besten Fall beides.

Das liegt vor allem an der Corona-Krise. Denn da waren und sind teilweise immer noch weniger Menschen mit dem Auto unterwegs. Und es gab weniger Unfälle und damit auch weniger Kosten für die Versicherer.

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Können Bestandskunden auch Geld sparen?

Bestandskunden profitieren nur dann von günstigeren Tarifen oder besseren Leistungen, wenn ihr Vertrag automatisch angepasst wird. Wenn der Tarif zu denselben Kosten und Bedingungen weiterlaufen würde, auf jeden Fall nachfragen, dann macht der Versicherer wahrscheinlich ein Angebot. Manche Anbieter schreiben ihre Kunden vielleicht auch von sich aus an. Darauf kann man sich aber nicht verlassen.

Für alle, die in diesem Jahr viel weniger Kilometer gefahren sind, als sie beim Versicherer angegeben haben, sei es, weil sie nun öfter im Home-Office gearbeitet haben oder nicht mit dem Auto oder Wohnmobil in Urlaub gefahren sind: Meldet auch das der Versicherung. Es kann sein, dass die dann Geld zurückerstattet.

Allerdings gibt es dafür keine Garantie, denn die Versicherer berechnen die Preise ja nicht nur anhand der gefahrenen Kilometer, sondern auch danach, wie viele Menschen das Auto fahren, wie alt diese sind, in welcher Region gefahren wird und einiges mehr.

Wie viel kann man sparen, wenn man durch Corona weniger Kilometer gefahren ist?

Das ist schwer zu sagen. Das Verbraucherportal Finanztip hat Tarife ausgewertet und da lag der Preisunterschied zwischen 5.000 und 10.000 gefahrenen Kilometern im Durchschnitt bei 13 Prozent. Aber die Versicherer teilen die Fahrer in Gruppen ein. Da werden zum Beispiel Fahrer zusammengefasst, die zwischen 1.000 und 3.000 Kilometer im Jahr fahren, welche die zwischen 3.000 und 6.000 Kilometer unterwegs sind und so weiter. Das heißt, bevor sich da am Beitrag was tut, muss ich in eine andere Gruppe fallen. Und wo mein Versicherer die Grenze zieht, das kann unterschiedlich sein.

Abgesehen davon sind die gefahrenen Kilometer nur ein Faktor von vielen, die sich auf den Beitrag für die Kfz-Versicherung auswirken. Da muss wirklich jeder bei seinem Anbieter nachfragen, und jeder sollte schauen, wie sich die Preise fürs kommende Jahr entwickeln werden. Denn vielleicht lohnt es sich ja generell, den Versicherer zu wechseln.

Es gab ja auch Menschen, die im Corona-Jahr mehr Auto gefahren sind, weil sie Bus oder Bahn meiden wollten. Was sollten die tun?

Das kommt darauf an, wie sehr sich das Fahrverhalten geändert hat. Wenn die Angabe und die Realität nur wenig voneinander abweichen, ist das kein Drama. Es gibt da Toleranzgrenzen. Wenn der Unterschied aber tausende Kilometer sind, dann muss man das auf jeden Fall melden. Denn die Versicherer berechnen die Beiträge unter anderem auch anhand der jährlichen Fahrleistung. Und da muss man realistisch Angaben machen beziehungsweise sie eben dann korrigieren, wenn sich herausstellt, dass man viel mehr gefahren ist.

Manche Anbieter fragen den Kilometerstand auch stichprobenartig ab. Und spätestens, wenn es zu einem Unfall kommt, wird er meistens abgeglichen. Und dann kann es Probleme geben. Vielleicht muss man Beiträge nachzahlen. Es kann auch sein, dass man den Vertrag gekündigt bekommt.

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