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Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Nach einem relativ lockeren Sommer gelten in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern wieder härtere Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie. Alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

28.11.2020, 1:46 Uhr - Frankreich meldet Corona-Erfolge

Frankreich meldet Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf rund 12.500 gesunken - das sind 10.000 weniger als vor einer Woche. Auch die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich. In Frankreich galten mehrere Wochen relativ strenge Beschränkungen.

28.11.2020, 0:42 Uhr - Bundesregierung zahlt Novemberhilfen aus

Die Bundesregierung hat die ersten sogenannten Novemberhilfen ausgezahlt. Das hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bekanntgegeben. Unternehmen, die wegen der Corona-Beschränkungen keine Umsätze haben, können die Hilfen beantragen. Sie sollen auch im Dezember gezahlt werden.

28.11.2020, 0:33 Uhr - Belgien lockert Corona-Maßnahmen

Belgien lockert nach vier Wochen seine Corona-Beschränkungen. Die Infektionszahlen in dem Land sind deutlich zurückgegangen - die Menschen bekommen wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit. Viele Einrichtungen müssen aber weiter geschlossen bleiben.

27.11.2020, 19:20 Uhr – Gericht bestätigt Verbot einer "Querdenker"-Demo in Heinsberg

Das Verwaltungsgericht Aachen hat das Verbot einer für Sonntag geplanten "Querdenker"-Demonstration in Heinsberg bestätigt. Das vom Ordnungsamt der Stadt Heinsberg ausgesprochene Verbot der geplanten Kundgebung und der anschließenden Demonstration sei zulässig, weil es bei der Versammlung zu "erheblichen Infektionsgefahren" kommen könnte, teilte die 6. Kammer des Gerichts in einem Eilverfahren mit. (AZ: 6 L 886/20) Zu den Protesten in Heinsberg wurden von dem Veranstalter rund 350 Teilnehmer angemeldet.

Die Stadt hatte die Versammlung untersagt, weil bei dem geplanten Demonstrationszug die Einhaltung der nach der Corona-Schutzverordnung geltenden Mindestabstände nicht gewährleistet werden könne. Gegen den Beschluss kann der Antragsteller Beschwerde einlegen, über die das Oberverwaltungsgericht für das Land NRW in Münster entscheidet.

Der Landkreis Heinsberg hatte zu Jahresbeginn Schlagzeilen gemacht, weil sich dort viele Menschen offenbar während einer Karnevalsfeier mit dem Virus angesteckt hatten. Er war im Frühjahr zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden.

27.11.2020, 19:05 Uhr – Regierungssprecher Seibert: "Falls möglich, vor Weihnachten Schutzwoche einlegen"

Die Bundesregierung mahnt im Hinblick auf Weihnachten zu Umsicht und Vorsicht. Jeder sollte sich bewusst sein, dass es kein normales Weihnachtsfest, sondern ein Weihnachten in der Pandemie sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Grundsätzlich muss allen klar sein, dass es um Kontaktreduzierung geht. Das ist eines unser stärksten Instrumente im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie".

Er empfiehlt, vor Weihnachten eine "Schutzwoche" einzulegen, sofern möglich. Das sei auch der Grund, wieso die Schulferien bereits am 19. Dezember beginnen sollen. "Also eine Woche vor dem Weihnachtsfest, in der jeder seine Kontakte extrem reduziert, womöglich auch zu Hause bleibt, bevor es dann zum Beispiel zur Begegnung von Großeltern mit Enkeln kommt", so Seibert.

27.11.2020, 18:10 Uhr – Minister Müller will internationale Corona-Hilfen ausbauen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will mit seinem neuen Etat die internationalen Corona-Hilfen ausbauen. Die Pandemie habe „längst zu einer Hunger- und Armutspandemie geführt“ und treffe die ärmsten Menschen in der Welt am härtesten, sagte Müller der Augsburger Allgemeinen. Mit dem vom Haushaltsausschuss des Bundestags abgesegneten Entwicklungsetat von 12,4 Milliarden Euro soll das weltweite Corona-Sofortprogramm weiter vorangetrieben werden: „Wir können damit eine globale Impfkampagne vorbereiten.“

Mit Geld aus dem Etat würden zudem Flucht- und Krisenregionen unterstützt, sagte Müller. Zudem werde die Notversorgung über das Welternährungsprogramm ausgebaut. Der Minister kritisierte in diesem Zusammenhang Großbritannien, das „mitten in der Krise“ seine Entwicklungsausgaben um fast sechs Milliarden Euro kürzen will. Dies sei „das falsche Signal“, sagte der bayerische Politiker weiter: „Diese Länder brauchen mehr Unterstützung, nicht weniger.“ Die Corona-Pandemie besiege man nämlich „nur weltweit oder gar nicht“.

27.11.2020, 16:42 Uhr – Bund weitet Überbrückungshilfen für Firmen aus

Die Bundesregierung weitet die Überbrückungshilfen für coronabedingt besonders belastete Firmen aus. Die bisher bis Jahresende befristeten Hilfen werden bis Ende Juni 2021 verlängert, wie Finanz- und Wirtschaftsministerium mitteilten. Dabei handelt es sich um direkte Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Statt bislang maximal 50.000 Euro pro Monat beträgt die neue Förderhöchstsumme bei der „Überbrückungshilfe III“ demnach bis zu 200.000 Euro pro Monat. Geplant ist außerdem eine „Neustarthilfe“ für Soloselbstständige.

Vorgesehen ist auch eine Erweiterung des Zugangs zu den Überbrückungshilfen für die Monate November und Dezember – und zwar auch für Firmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe haben. Mit dieser „außerordentlichen Wirtschaftshilfe“ unterstützt der Bund vor allem Betriebe und Selbstständige, deren Betrieb aufgrund der von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen schließen mussten.

27.11.2020, 15:20 Uhr – Altmaier: Hotelübernachtung an Weihnachten vertretbar

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Hotelübernachtung für Weihnachtsbesuche für vertretbar. Wenn es zugelassen sei, dass Zusammenkünfte über Weihnachten in einem engen Rahmen stattfinden, dann sei es aus seiner Sicht auch „vertretbar“, dass dafür dann „Hotelübernachtungs-Kapazitäten“ zur Verfügung gestellt werden, sagte Altmaier bei einer Videoschalte zu finanziellen Corona-Hilfen. „Denn nicht jeder hat zu Hause die Möglichkeiten, um seinen Gästen dann eine Übernachtung mit ausreichend Platz zur Verfügung zu stellen“, sagte der Politiker. Das müsse aber im Einzelfall von den Bundesländern entschieden werden.

In einigen Ländern sind Hotelübernachtungen bei Weihnachtsbesuchen möglich. Dagegen hatte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) deutlich gemacht: Wer über Weihnachten Verwandte besuche, solle nicht im Hotel übernachten können.

27.11.2020, 14:43 Uhr – Schätzung: Dezember-Hilfen für 4,5 Milliarden Euro pro Woche

Die Bundesregierung schätzt, dass sich die Kosten der Dezemberhilfe für von Schließungen betroffene Unternehmen voraussichtlich auf etwa 4,5 Milliarden Euro pro Woche belaufen werden. Das teilten Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einer Presseerklärung zu den Details der Hilfen mit. Die seit 2. November geltenden Einschränkungen vor allem für die Gastronomie sowie den Kultur- und Freizeitbereich waren am Mittwoch von Bund und Ländern bis zum 20. Dezember verlängert worden.

27.11.2020, 14:15 Uhr – OVG schmettert AfD-Antrag ab: Maskenpflicht auf Parteitag

Die Teilnehmer des AfD-Bundesparteitags am kommenden Wochenende in Kalkar müssen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen auch bei Einhaltung des Mindestabstands eine Alltagsmaske tragen. Masken-Verweigerer seien von der Veranstaltung auszuschließen, entschied das Gericht in einem Eilbeschluss. Der Antrag der AfD sowie von zwei  Parteimitgliedern wurde damit abgewiesen.

Die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske diene dem Zweck, die Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Regelung beeinträchtige weder den Veranstalter noch die Teilnehmer. Von dem Parteitag gehe – auch angesichts seiner Größe – ein besonderes Infektionsrisiko aus.

27.11.2020, 13:18 Uhr – RKI stuft fast ganz Portugal als Risikogebiet ein

Die deutschen Behörden stufen nun auch Portugal als Corona-Risikogebiet ein – mit Ausnahme der Inselgruppe Madeira. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mit. Die Einschätzung gilt demnach für das gesamte portugiesische Festland sowie die Inselgruppe der Azoren.

#COVID19 #Portugal🇵🇹: Ab dem 29.11.20 um 0 Uhr ist die autonome Region Azoren #Risikogebiet. Somit gilt eine #Reisewarnung für das gesamte Festland Portugal & die Azoren. Davon ausgenommen ist weiterhin die autonome Region Madeira Mehr zu 🇵🇹 gibt's hier: ➡️https://t.co/kukeUqlGZG

27.11.2020, 13:04 Uhr – Passau verhängt Ausgangssperre

Die bayerische Stadt Passau verhängt wegen der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen eine strenge Ausgangssperre. Sie solle am Samstag beginnen und zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) ankündigte. Passauer dürfen ihre Wohnung dann nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Außerdem verhängt die Stadt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 – mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen – wurde Wechselunterricht verordnet.

27.11.2020, 12:57 Uhr – Bundesrat billigt Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat der Verlängerung von Corona-Sonderregeln beim Kurzarbeitergeld zugestimmt. Auch im nächsten Jahr sollen Beschäftigte, die länger als drei Monate in Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld bekommen. Demnach wird das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Bezugsmonat von 60 auf 70 Prozent des Lohns erhöht, bzw. für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben.

Profitieren sollen davon alle Beschäftigten, die bis Ende März 2021 in Kurzarbeit geschickt werden. Minijobs bis 450 Euro bleiben bis Ende 2021 generell anrechnungsfrei.

Länger höheres #Kurzarbeitergeld: Der Bundesrat hat die Verlängerung der Sonderregeln bis Ende 2021 aufgrund der #COVID19-Pandemie am 27. November gebilligt. #Beschäftigungssicherungsgesetz #BundesratKOMPAKT https://t.co/ixGHCV6NQu

27.11.2020, 12:35 Uhr – Merkel und die Ministerpräsidenten sprechen am Mittwoch wieder

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am kommenden Mittwoch regulär mit den 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten, hat Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilt. Es sei das übliche Treffen der Runde im Dezember. Dabei werde es aber sicher auch um die Corona-Pandemie gehen. Weitere Themen seien die Energiewende und die Digitalisierung. Im Anschluss des Treffens werde es eine Pressekonferenz geben.

27.11.2020, 11:19 Uhr – Mehr als 60 Millionen Coronavirus-Infektionen weltweit

Weltweit ist inzwischen bei mehr als 60,91 Millionen Menschen eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden. Das zeigt eine Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters. 1.431.297​ Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

27.11.2020, 9:57 Uhr – Der Landesschülerrat Bayern wirft der Bundesregierung Versäumnisse vor

Aus Sicht des Koordinators des Landesschülerrats, Joshua Grasmüller, läuft die Umsetzung der Corona-Maßnahmen für die Schulen zu schleppend. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk kritisiert Grasmüller, dass das Lüftungskonzept seit Monaten vor allem aus dem Grundsatz „Fenster auf“ bestehe. Die Digitalisierung an den Schulen gehe zu langsam voran und im öffentlichen Nahverkehr fehlten Konzepte. Den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten, bezeichnete Grasmüller als „das oberste Ziel“ für die nächsten Monate. „Es gibt nichts Schlimmeres, als dass wir wieder alle Schülerinnen und Schüler nach Hause schicken müssen“, so Grasmüller.

27.11.2020, 9:39 Uhr – Jens Spahn will Schnelltest für gefährdete Bevölkerungsgruppen

Laut einem Medienbericht hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen auch ohne Symptome verstärkt Corona-Schnelltests gefordert. Das Portal ThePioneer zitierte aus einem Verordnungsentwurf von Spahn. Demnach sei das Ziel, insbesondere Menschen zu testen, bei denen es noch keine Symptome gebe, bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint oder bei denen eine hohe Gefahr besteht, dass sie oder andere Personen in ihrem Umfeld bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdet wären. Der Entwurf befinde sich derzeit noch in der Abstimmung bei der Bundesregierung und solle zum 1. Dezember in Kraft treten.

27.11.2020, 9:23 Uhr – In Hildburghausen steigt der Inzidenzwert auf 630

Im thüringischen Kreis Hildburghausen - wo zuletzt zahlreiche Gegner der Corona-Maßnahmen ohne Mundschutz und Abstand protestiert hatten – ist die Inzidenz weiter gestiegen. Inzwischen liegt der Wert bei 630 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die Thüringer CDU sieht eine Mitschuld der Landesregierung an der dramatischen Corona-Entwicklung im Landkreis Hildburghausen. „Zur Verschärfung hat die zögerliche Reaktion des rot-rot-grünen Bildungsministeriums beigetragen, das nötige Schließungen trotz dringlicher Bitten aus dem Landkreis zu lange blockiert hat“, sagte Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt gegenüber der Rheinischen Post. Der Landkreis Hildburghausen und die Schulen seien bei der Anwendung des Stufen-Konzeptes komplett alleine gelassen worden, so Voigt.

27.11.2020, 7:29 Uhr – Skilift-Betreiber befürchten Chaos am Feldberg

Wann die Skisaison am Feldberg beginnt, ist noch unklar. Geplant war der 18. Dezember, aber mittlerweile ist sogar der 10. Januar im Gespräch. Zumindest dann, wenn es nach Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte geht, der sich eine EU-weite Regelung wünscht. Adrian Probst, Vorsitzender des Liftverbunds Feldberg, befürchtet, dass im Schwarzwald „ein kaum kontrollierbares Chaos“ ausbrechen würde. Denn bei einem verspäteten Beginn seien die Wintersportnutzungen kaum zu kontrollieren, so Probst. Ob Langläufer, Winterwanderer, Rodler oder Skitourengeher – alle würden sich im Schnee tummeln. „Deshalb plädieren wir dafür, Ordnung zu schaffen und ein sicheres und steuerbares Angebot an den Skiliften zu ermöglichen“, sagte Probst.

Für die Gemeinden im Schwarzwald und für die Liftbesitzer gehe es außerdem um Millionen-Einnahmen. „In den zwei Ferienwochen über Weihnachten werden etwa ein Drittel der Einnahmen der Wintersaison erzielt“, erklärte Probst. Das sei also eine wichtige wirtschaftliche Säule.

27.11.2020, 6:51 Uhr – Bund plant 2021 mit rund 180 Milliarden Euro Neuschulden

Die Ausgaben für die Corona-Hilfen treibt die Neuverschuldung des Bundes in die Höhe: Im kommenden Jahr plant die Große Koalition mit der zweithöchsten Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik. 180 Milliarden Euro an neuen Schulden wird der Bund voraussichtlich aufnehmen müssen. Das sieht der Haushalt 2021 vor, der in den frühen Morgenstunden beschlossen wurde. Insgesamt plant der Bund mit Ausgaben in Höhe von 498,6 Milliarden Euro.

27.11.2020, 6:21 Uhr – RKI meldet 22.806 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut zufolge 22.806 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus auf 1.006.394 Fälle. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 426 auf 15.586.

27.11.2020, 6:00 Uhr – Heil: Corona-Hilfe werden nicht auf Grundsicherung angerechnet

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat laut der Nachrichtenagentur dpa gesagt, er wolle dafür sorgen, dass die November- und Dezember-Wirtschaftshilfen sowie die sogenannte „Überbrückungshilfe 3“ nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden. "Das werden wir nun in der Koalition miteinander klären.“ Hartz-IV-Empfänger sollen so keine Geldeinbußen fürchten müssen, wenn sie die aktuellen staatlichen Hilfen im Teil-Lockdown wegen der Corona-Krise in Anspruch nehmen.

27.11.2020, 6:00 Uhr – Update der Corona-Warn-App bringt neue Funktionen

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes hat mit der aktuellen Version Verbesserungen bekommen. Einem Blogeintrag des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge, ist die aktuelle Version 1.7 seit Mittwochnachmittag im Google Play Store und dem App Store von Apple. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung jetzt mehrmals täglich erfolgen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

Update soll Risikowarnung verbessern Corona-Warn-App: Diese neuen Funktionen gibt es jetzt

Die Corona-Warn-App bekommt neue Funktionen. Eine Neuerung soll helfen, mögliche Kontaktpersonen noch besser zu warnen. Außerdem funktioniert die App dann auch in anderen Ländern.  mehr...

27.11.2020, 4:48 Uhr — Reservierungen bei der Bahn nur noch eingeschränkt möglich

Die Bahn schränkt ab heute die Sitzplatzreservierungen im Fernverkehr ein. Pro Zug können nur noch maximal 60 Prozent der Sitzplätze reserviert werden. Damit will die Bahn erreichen, dass in den Fernzügen die Corona-Abstandsregeln möglichst eingehalten werden. Im Großraumwagen können Kunden nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz reservieren — und zwar den Fensterplatz. Der Platz daneben bleibt für eine Reservierung gesperrt. In den Bereichen mit Tischen können nur noch zwei schräg gegenüberliegende Sitze gebucht werden, in Abteilen nur noch zwei statt sechs Plätze. Für Paare oder Familien gibt es Extra-Bereiche. Dort können dann auch nebeneinander liegende Plätze gebucht werden.

27.11.2020, 2:41 Uhr — Nach Testfehler: Firma lässt Impfstoff überprüfen

Der Pharmakonzern AstraZeneca will seinen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus noch einmal überprüfen lassen. Das hat Firmenchef Pascal Soriot nach Berichten in Aussicht gestellt. Die Firma hatte bei ihren Tests durch einen Fehler ein besseres Ergebnis erzielt. Es müsse bestätigt werden, dass eine niedrigere Dosis offenbar zu einem besseren Ergebnis führe, so der Konzernchef. "Daher brauchen wir eine weitere Studie." Den bisherigen Ergebnissen zufolge ist eine halbe Dosis wirksamer als eine volle. Experten kritisieren außerdem, dass die Studie einfach weitergeführt wurde, obwohl es offensichtlich Fehler gab.

27.11.2020, 0:23 Uhr — Viele wollen Besuche an Weihnachten einschränken

Fast die Hälfte der Deutschen will Familientreffen und Besuche an Weihnachten wegen Corona stark oder sehr stark einschränken. Das geht aus dem neusten ARD-Deutschlandtrend hervor. Gut ein weiteres Viertel der Menschen hat vor, die Kontakte an Weihnachten immer noch etwas zu reduzieren. Ein Viertel der Befragten kündigte an, sich bei Familientreffen gar nicht einschränken zu wollen. Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, private Zusammenkünfte auf zwei Haushalte und insgesamt fünf Personen zu begrenzen. Vom 23. Dezember bis spätestens zum 1. Januar sollen sich dagegen bis zu zehn Personen treffen dürfen. Das Enddatum dieser Ausnahme bestimmt jedes Bundesland einzeln.

ARD-DeutschlandTrend Mehrheit will Weihnachtsbesuche einschränken

Viele Bundesbürger wollen an den Weihnachtsfeiertagen von Besuchen bei der Verwandtschaft absehen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland - da…  mehr...

26.11.2020, 20:33 Uhr – Kliniken bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

Immer mehr Krankenhäuser in Deutschland bereiten sich auf eine steigende Zahl an Corona-Patienten vor. Die München Klinik verschiebt nun nicht dringliche OPs. Das rät Klinikchef Axel Fischer auch anderen Krankenhäusern. Die Lage sei ernster als während der ersten Welle, sagte er. Auch einige Krankenhäuser in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben bereits Maßnahmen getroffen – etwa im Kreis Freudenstadt, in Tübingen und Ludwigshafen.

26.11.2020, 18:15 Uhr – Bereits 17.000 Anträge auf Novemberhilfe eingegangen

Nur einen Tag nach Freischaltung der entsprechenden Internet-Plattform sind bereits fast 17.000 Anträge auf Novemberhilfe gestellt worden. Bis 14.30 Uhr seien 9.638 Direktanträge und 7.159 Anträge über Steuerberater eingegangen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zusätzlich seien im System knapp 49.000 Steuerberater-Anträge angelegt, aber noch nicht abgesendet worden.

Mit der Novemberhilfe bekommen Betriebe bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes im November 2019 erstattet, wenn sie in diesem Jahr aufgrund von Corona-Verordnungen schließen mussten. Solo-Selbstständige, die direkt Anträge stellen können, erhalten bis zu 5.000 Euro.

26.11.2020, 16:57 Uhr – EU-Kommission warnt vor Betrügern

Die Europäische Kommission warnt vor Betrug mit angeblichen Antragsformularen für finanzielle Corona-Hilfen. Betrüger gäben sich als Mitarbeiter der Kommission aus und verschickten E-Mails mit gefälschten Formularen für eine angebliche „Überbrückungshilfe II für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen“. Diese dienten offenbar dem Abfischen sensibler Daten, teilte die Kommission mit und appellierte: „Öffnen Sie diese E-Mails nicht!“

Insbesondere Nutzer von T-Online seien betroffen, erklärte die EU-Behörde. Die Deutsche Telekom habe Gegenmaßnahmen angekündigt, um das Problem zu lösen.

26.11.2020, 16:23 Uhr – BW: AfD-Landesparteitag wegen Corona-Maßnahmen vor dem Aus

Ein für den 5. und 6. Dezember geplanter Landesparteitag der baden-württembergischen AfD steht wegen einer Hallenkündigung erneut vor dem Aus. Die private Betreibergesellschaft der EWS-Arena in Göppingen mache wegen der verschärften Corona-Maßnahmen von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch, berichteten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten vorab. Auf dem geplanten Parteitag wollte die AfD mit bis zu 800 Teilnehmern ihre Bundestagskandidaten nominieren.

Zuvor hatte die AfD für diesen Parteitag die Messe Stuttgart gebucht. Doch wegen technischer Probleme beim Versand der Einladungen musste sie den Termin verschieben. Nach Angaben eines Parteisprechers will die AfD die Kündigung in Göppingen nicht hinnehmen. Die Partei gehe davon aus, dass der Parteitag wie geplant stattfinde, hieß es.

26.11.2020, 15:19 Uhr – Bahn: Mehr Züge zu Weihnachten, keine Gangplätze

Bei der Deutschen Bahn können Alleinreisende im Fernverkehr ab dem 27. November keine Gangplätze mehr reservieren. Man setze damit die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens vom Mittwoch um, erklärte der Konzern. An Vierer-Tischen sind nur noch die schräg gegenüber liegenden Plätze, in Abteilen mit sechs Plätzen nur noch zwei Sitzplätze buchbar. Für Paare und Familien werden gesonderte Bereiche geschaffen, in denen man auch nebeneinandersitzen kann.

Ab Mitte Dezember werden für den Weihnachtsverkehr zusätzliche Züge eingesetzt. Mit den Maßnahmen will die Deutsche Bahn das Reisen in Zügen sicherer machen.

26.11.2020, 15:06 Uhr – Ärztekammer: Begrenzte Lockerungen für Weihnachten vertretbar

Die Bundesärztekammer hält die gelockerten Corona-Beschränkungen über Weihnachten für vertretbar. Das teilte Ärztepräsident Klaus Reinhardt mit. Wenn Regeln zu Abstand, Hygiene und Masken weiter befolgt würden, seien die zeitlich begrenzten Lockerungen vertretbar und aus psychosozialen Gründen sogar geboten. Gerade für Ältere, die wohl am meisten unter Isolation und Einsamkeit im Teil-Lockdown litten, sei es wichtig, die Feiertage im Kreis der Familie verbringen zu können.

Reinhardt appellierte dennoch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Lockerungen. „Wir müssen die Ausnahmeregeln an den Feiertagen verantwortlich nutzen und uns wie auch unsere Mitmenschen vor Ansteckung schützen.“

26.11.2020, 14:32 Uhr – Bayern: Quarantäne für Tagesausflüge ins Ausland

Bayern führt eine Quarantänepflicht für Tagesausflüge etwa zum Skifahren nach Österreich ein. „Touristische Tagesausflüge oder Freizeitvergnügungen im Ausland, etwa zum Skifahren, sind vermeidbare Risikoquellen“, teilte die Staatsregierung nach einer Kabinettssitzung mit. Bisher ist es möglich, sich im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs für bis zu 24 Stunden quarantänefrei ins Ausland zu begeben. Diese Möglichkeit werde nun auf triftige Gründe beschränkt. Touristische und sportliche Zwecke zählten nicht dazu.

26.11.2020, 12:21 Uhr – Schweiz: Skigebiete sollen offen bleiben

Für die Schweiz ist eine Schließung der Skigebiete in diesem Winter kein Thema. „In der Schweiz sind Bundesrat, Behörden und die Tourismusbranche überzeugt, dass der Schweizer Weg – für den Moment – richtig ist und die Wintersaison sicher stattfinden kann“, sagte Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus, der Deutschen Presse-Agentur.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich zuvor mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen.

26.11.2020, 12:06 Uhr – Hotel-Übernachtungen über Weihnachten bei Familien-Besuchen möglich

Dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zufolge dürfen Bundesbürger über Weihnachten bei Familien-Besuchen doch in Hotels übernachten. Touristische Reisen seien zwar untersagt, doch dürften Menschen, die ihre Familien an den Feiertagen besuchten und dort keinen Schlafplatz haben, in Hotels unterkommen. Bei einem solchen Familienbesuch „ist es möglich, dass man auch in einem Hotel übernachtet“, sagte Laschet.

26.11.2020, 9:23 Uhr – Merkel wirbt für Schließung aller Skigebiete in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. „Es naht die Skisaison“, sagte die CDU-Politikerin im Bundestag. Touristische Reisen sollten nicht stattfinden, jeder nicht notwendige Kontakt sollte vermieden werden. „Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten. Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen.“

26.11.2020, 9:13 Uhr – Weltärztepräsident Montgomery: „Weihnachten wird für manche zu einem Todesrisiko“

Die neuen Corona-Maßnahmen sorgen für Kritik. Viele finden, die Beschlüsse gehen nicht weit genug. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte im SWR: „Medizinisch-epidemiologisch ist es Wahnsinn, an Weihnachten wieder aufzumachen. Das Virus kennt kein Weihnachten und keinen Ramadan. Das sucht sich seine Opfer täglich da, wo es sie findet.“ Er verstehe allerdings, dass die Menschen an Weihnachten Kontakte brauchten. Hier müsse eine „saubere Balance“ gefunden werden.

Zweifel und Kritik an neuen Corona-Regeln „Weihnachten wird für manche zu einem Todesrisiko“

Die neuen Corona-Maßnahmen sorgen für Kritik. Viele finden, die Beschlüsse gehen nicht weit genug. Ärzte warnen vor einem möglichen Klinik-Kollaps und auch der Lehrerverband ist nicht zufrieden.  mehr...

26.11.2020, 6:52 Uhr – Deutschland: Mehr als 22.000 Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633), wie aus Angaben des RKI hervorgeht.

Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am vergangenen Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit dem Corona-Virus.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 389 auf insgesamt 15.160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden. Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

26.11.2020, 4:17 Uhr – Patientenschützer kritisieren zu wenig Sicherheit für Risikogruppen

Die Patientenschützer haben die von Bund und Ländern geplanten weiteren Maßnahmen als „nicht ausreichend“ kritisiert. Pflegebedürftige, Klinikpatienten, Angehörige und Personal würden weiterhin nicht mit täglichen Schnelltests zusätzlich geschützt werden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Mit 30 Schnelltest pro Monat könne es nicht gelingen, das Virus dort zu stoppen, wo es am härtesten zuschlage.

26.11.2020, 1:03 Uhr – Ärztevertreter warnen vor einem Kollaps der Kliniken an Silvester

Ärztevertreter haben vor riskanten Feiern an Silvester gewarnt. Größere Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen seien vor allem dann Treiber von Infektionen, wenn Alkohol im Spiel sei, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, der Funke Mediengruppe. Es sei besser, den Jahreswechsel im kleineren Kreis zu feiern. Die Belastung der Kliniken durch die Pandemie sei bereits jetzt hoch und werde es auch in vier Wochen sein, warnt Johna. Um den „Kollaps“ zu verhindern, müssten besonders an Feiertagen alle mitwirken, Risiken zu minimieren.

26.11.2020, 1:02 Uhr – Lauterbach: Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Zweifel an der Wirksamkeit der beschlossenen Corona-Maßnahmen geäußert. Es sei nicht auszuschließen, dass Weihnachten und Silvester „zu einem Kickstarter für die Pandemie werden“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Dass wir die Beschränkungen für Weihnachten und Silvester wieder etwas lockern, ist tatsächlich riskant.“ Allerdings würden schärfere Regeln für diese Zeit möglicherweise von der Bevölkerung nicht akzeptiert werden. Alles hänge davon ab, wie vernünftig sich die Bevölkerung verhalte.

26.11.2020, 1:01 Uhr – Altmaier will mehr verkaufsoffene Sonntage

Aufgrund der angespannten Lage bei vielen Einzelhändlern hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels in Deutschland mehr verkaufsoffene Sonntage 2021 gefordert. „Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann“, sagt Altmaier der Zeitung.

25.11.2020, 23:38 Uhr – Frühere Ferien und strengere Maskenpflicht

In fast ganz Deutschland sollen die Weihnachtsferien am 19. Dezember beginnen. Das haben die Beratungen von Bund und Ländern ergeben. In mehreren Bundesländern werden die Ferien damit vorgezogen. Bremen und Thüringen behalten sich vor, eine eigene Regelung zu treffen. Bei Corona-Fällen an Schulen soll zudem künftig einheitlich vorgegangen werden. Gibt es einen Corona-Fall, soll die ganze Klasse fünf Tage in Quarantäne geschickt werden. Danach soll ein Schnelltest folgen. Wer negativ getestet wurde, kann zurück in die Schule. Außerdem wurde eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse vereinbart. Gelten soll sie ab "deutlich mehr" als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

25.11.2020, 22:15 Uhr – Weniger Kontakte erlaubt - Ausnahme Ende Dezember

Die Corona-Einschränkungen werden zunächst bis zum 20. Dezember verlängert. Es dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Zwischen dem 23. Dezember und 1. Januar dürfen sich bis zu zehn Personen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" treffen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bat nach dem Treffen mit Bund und Ländern darum, dennoch auf nicht notwendige Kontakte zu verzichten und stellte eine weitere Verlängerung des Teil-Shutdowns in Aussicht. In Geschäften über 800 Quadratmetern wird die Zahl der Kunden auf eine Person pro 20 Quadratmeter reduziert.

Regeln gelten länger und werden strenger Bund-Länder-Treffen: Das sind die Ergebnisse

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung und Verschärfung der Corona-Regeln geeinigt. Wir erklären, was bis zum 20. Dezember gilt und welche Ausnahmen es für Weihnachten und Silvester geben soll. Und eine Psychologin gibt Tipps, wie man trotz weiterer Einschränkungen gut durch den Winter kommt.  mehr...

25.11.2020, 18:48 Uhr – Wieder strengere Besucherregeln im Bundestag

Morgen gelten im Bundestag wieder schärfere Einlassregeln für Gäste von Abgeordneten. Normalerweise dürfen sie bis zu sechs Personen einladen, die keine persönlichen Daten angeben müssen. Diese sog. Sechs-Personen-Regel war zuletzt vor einer Woche außer Kraft gesetzt worden, als das Infektionsschutzgesetz verabschiedet wurde. Morgen gibt die Kanzlerin eine Regierungserklärung zu den Corona-Beschlüssen ab. Damit es nicht wieder zu Störaktionen kommt, müssen Gäste dann wieder ihre Personalien hinterlassen.

25.11.2020, 17:23 Uhr – November-Hilfen können ab sofort beantragt werden

Selbstständige und Unternehmen können ab sofort Anträge für die November-Hilfen der Bundesregierung stellen. Das teilte das Finanzministerium auf Twitter mit.

#Novemberhilfe kann ab sofort auf https://t.co/duTvHTJLTs beantragt werden. #Soloselbstständige unter bestimmten Voraussetzungen per Direktantrag, Unternehmen durch prüfende Dritte. Weitere Details auch in den FAQ auf https://t.co/vMTX6ePD4W. #Coronahilfe #Servicetweet

25.11.2020, 16:56 Uhr – RKI veröffentlicht neue Version der Corona-Warn-App

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante zum Herunterladen im Google Play Store und App Store bereit. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) funktioniert das automatisch – Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Smartphone mit dem WLAN verbunden ist. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

25.11.2020, 15:54 Uhr – Skiurlaub: Österreich erteilt Söders Vorschlag eine Absage

Die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Skigebiete wegen der Corona-Pandemie zu schließen, zurückgewiesen. „Ich kann den Vorstößen nach der Schließung von Skigebieten über Weihnachten nichts abgewinnen“, sagte Köstinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Winterurlaub in Österreich wird sicher sein. Unsere Betriebe haben bereits umfassende Sicherheitskonzepte für den Skiurlaub.“ Après-Ski werde es in dieser Saison aber nicht geben.

Zuvor hatte Söder auf eine gemeinsame europäische Lösung für Skiurlauber gedrängt. Die Aussicht auf entsprechende Reisebewegungen über die kommenden Feiertage bereite ihm „große Sorge“, sagte der Politiker im ARD-Morgenmagazin.

25.11.2020, 15:38 Uhr – DJV: Polizei muss Feindesliste von Corona-Leugnern ernst nehmen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat die Ermittlungsbehörden aufgefordert, die Bedrohung durch sogenannte Corona-Leugner und Querdenker ernst zu nehmen. Zuletzt seien in Chatgruppen der Gegner der Corona-Maßnahmen sogenannte Feindeslisten mit den Namen von gut 170 Journalisten, Politikern und Menschen, die sich unter anderem gegen Antisemitismus und Rassismus engagieren, aufgetaucht, teilte der DJV mit.

Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall erklärte, solche Listen seien zuletzt beim sogenannten NSU 2.0 aufgetaucht. „Das ist ein übler Versuch der Einschüchterung für diejenigen, die auf den Listen stehen und damit als Ziele für Drohungen, Beleidigungen und Schlimmeres markiert werden.“

Die Ermittlungsbehörden müssen endlich die Bedrohung durch Corona-Leugner ernst nehmen. „Feindeslisten“ in Chatgruppen der Corona-Protestierenden mit Namen von gut 170 Journalisten, Politikern und anderen sind das Allerletzte! Pressemitteilung: https://t.co/3sNPjR7pLI https://t.co/kIBXXOhIwa

25.11.2020, 13:12 Uhr – USA: Einreiseverbote für Europäer werden möglicherweise aufgehoben

Insidern zufolge erwägen die USA ein Ende der Einreiseverbote für zahlreiche europäische Staaten und andere Länder, die wegen der Corona-Pandemie verhängt wurden. Konkret gehe es dabei um die Einreiseerlaubnis von Nicht-US-Bürgern aus Großbritannien, Irland und 26 weiteren europäischen Ländern sowie Brasilien. Das Vorhaben habe die Unterstützung der Coronavirus-Task-Force des Präsidialamtes, der Gesundheitsbehörden und anderer Bundesämter gewonnen, sagten Vertreter der Regierung und von Fluggesellschaften. Präsident Donald Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

25.11.2020, 12:56 Uhr – Studie: Corona breitet sich durch Mutationen nicht schneller aus

Einer Studie des University College London zufolge beschleunigen Mutationen des Coronavirus die weltweite Ausbreitung nicht. In der Studie wurde ein Datensatz von Virusgenomen von 46.723 Covid-19-Infizierten aus insgesamt 99 Ländern genutzt. Forscher stellten bei der Untersuchung mehr als 12.700 Mutationen oder Veränderungen im neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 fest. „Glücklicherweise haben wir festgestellt, dass keine dieser Mutationen die Ausbreitung von Covid-19 beschleunigt“, sagt Lucy van Dorp, Professorin am Institut für Genetik des University College London. „Wir müssen wachsam bleiben und weiter neue Mutationen überwachen, insbesondere wenn Impfstoffe eingeführt werden.“

Der Einschätzung des Virologen Bodo Plachter zufolge, wirkten sich Mutationen des Coronavirus nicht negativ auf Impfstoffe aus.

25.11.2020, 12:03 Uhr – Wohl bald FFP2-Masken für 27 Millionen Menschen

Die geplante Abgabe von günstigen FFP-2-Schutzmasken an Menschen aus Corona-Risikogruppen in diesem Winter wird konkreter. Der Gemeinsame Bundesausschuss des Gesundheitswesens mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hat eine Eingrenzung der Risiko-Gruppen erstellt. Insgesamt dürften es 27,35 Millionen Menschen sein – das geht aus einer Stellungnahme hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dazu zählen 23,7 Millionen Menschen ab 60 Jahre, außerdem weitere Menschen mit Vorerkrankungen, Risikoschwangerschaften oder Übergewicht.

25.11.2020, 11:09 Uhr – 600.000 Euro für Forschungsplattform für neue Impfstoffstudien

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) wünscht sich mehr Impfstoffstudien in Deutschland und Europa. Daher kündigte sie an, eine neue Plattform für Impfstoff-Studienzentren beim Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Köln mit 600.000 Euro zu fördern. „Die neue Plattform wird entscheidend dazu beitragen, Covid-19-Impfstoffstudien in Deutschland und Europa besser zu koordinieren und durchzuführen", erklärte die Ministerin. Pharmaunternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die Impfstoffe entwickeln, sollen darauf zurückgreifen können. Bislang werden nach Angaben des Forschungsministeriums viele Studien zu möglichen Corona-Impfstoffen nicht in Europa vorgenommen, sondern in Nord- und Südamerika. Um die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen, solle Europa stärker einbezogen werden.

25.11.2020, 10:33 Uhr – Söder fordert schärfere Maßnahmen und Hotspot-Strategie

Vor dem neuen Corona-Gipfel von Bund und Ländern hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schärfere Maßnahmen in Corona-Hotspots gefordert. Für besonders stark betroffene Gebiete müsse es „klarere Regeln“ geben, sagte er am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. „Wir brauchen eine Hotspot-Strategie.“ Dazu zählten seiner Meinung unter anderem Masken in Schulen, aber auch Einschränkungen für Geschäfte. „Wir brauchen Masken in den Schulen – für die Schüler, aber auch für die Lehrer“, sagte Söder. Außerdem müsse in Hotspots vor allem in älteren Jahrgangsstufen zu einem Modell des Wechselunterrichts übergegangen werden, um die Dichte des Schulbetriebs zu reduzieren. Söder sieht außerdem Lockerungen über Silvester kritisch. Weihnachten dagegen sei das klassische Fest im Familienkreis. Er sei deshalb dafür, die Regelungen an Weihnachten „etwas freier“ zu gestalten, an Silvester im Gegenzug dafür aber „etwas konsequenter“ zu sein.

Bayerns Ministerpräsident @Markus_Soeder (@cducsubt) fordert weitere #Verschärfungen der bisherigen Ländervorschläge. Mehr Masken an Schulen, Wechselunterricht, konsequentere #Kontaktbeschränkungen zu #Silvester und EU-einheitliche Regeln für Ski-Urlaube. https://t.co/PiWfoFnI8H

25.11.2020, 10:28 Uhr – Von der Leyen warnt vor voreiligen Lockerungen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) warnt vor voreiligen Lockerungen der Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Vor dem Europäischen Parlament betonte sie das Risiko einer dritten Welle. „Ich weiß, dass Ladenbesitzer, Barbetreiber und Kellner in Restaurants ein Ende der Einschränkungen wollen“, sagte von der Leyen. „Aber wir müssen vom Sommer lernen und dürfen nicht dieselben Fehler machen“, sagte sie mit Blick darauf, dass die Auflagen im Sommer weitgehend aufgehoben worden waren.

25.11.2020, 10:15 Uhr – Handelsverband Deutschland warnt vor Vorgaben für die Kundenzahl in Geschäften

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vor strengeren Vorgaben für die maximale Kundenzahl in Geschäften gewarnt. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Regelung, nur noch einen Kunden pro 25 statt wie bisher pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche zuzulassen, könne zu langen Schlangen vor den Geschäften und „am Ende zu neuen Hamsterkäufen im Lebensmittelhandel führen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands, Stefan Genth.

Wenn nur noch wenige Menschen gleichzeitig den Supermarkt oder das Modehaus in der Innenstadt betreten dürfen, dann führt das zwangsläufig zu langen Schlangen vor den Geschäften und in den Fußgängerzonen, so HDE-Hauptgeschäftsführer Genth bei @reuters_de https://t.co/tiaRfJLc4G

25.11.2020, 9:55 Uhr – Tourismusbeauftragter sieht generelles Ski-Verbot kritisch

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht ein generelles Verbot der Ski-Saison kritisch. Der CDU-Politiker sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Sicherheit geht auch im Winter vor. Aber ich bin davon überzeugt, dass Skifahren in einem gewissen Umfang und unter klaren Kriterien wie zum Beispiel einer maximal erlaubten Anzahl von täglichen Skipässen ohne Probleme möglich ist.“ Ein generelles Verbot halte er für falsch. Neben dem nachvollziehbaren Wunsch vieler Menschen, mal raus zu kommen, sei die Skisaison auch für viele Regionen Deutschlands ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

25.11.2020, 6:44 Uhr — 18.633 Neuinfektionen und ein Höchstwert der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden

Die Gesundheitsämter des Robert Koch-Institut (RKI) haben für Deutschland binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist am Mittwoch ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen innerhalb eines Tages erreicht worden.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen der letzten 24 Stunden liegt bei 18.633. Das sind gut 1.000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht.

25.11.2020, 4:12 Uhr — Grüne: „Es braucht eine klare Perspektive bis ins Frühjahr“

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat vor der Bund-Länder-Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine längerfristige Strategie gegen die Pandemie gefordert. Das ergibt sich aus einem Forderungskatalog, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt."Es braucht eine klare Perspektive bis in das Frühjahr“, so Göring-Eckardt. Bund und Länder dürften nicht wieder nur auf Sicht fahren, ein Plan für ein paar Wochen reiche nicht. Außerdem solle ein entsprechender Stufenplan nicht von der Politik allein vorgegeben werden, sondern von einem interdisziplinären Pandemierat. Sie kritisierte auch den Umgang mit Familien im Frühjahr, die dürften nicht wieder so alleine gelassen werden. Außerdem müssten Risikogruppen mehr eingebunden und nicht ausgeschlossen werden.

25.11.2020, 04:01 Uhr – Die Mehrheit der Deutschen hält die Begrenzung privater Weihnachtsfeiern für richtig

Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey halten 57 Prozent der Befragten eine Höchstteilnehmerzahl für Weihnachtsfeiern für richtig. Angesichts der hohen Infektionszahlen haben Bund und Länder eine Begrenzung auf maximal zehn Personen bei privaten Feiern in der Weihnachtszeit vorgeschlagen.

25.11.2020, 3:30 Uhr – Deutsche Bahn macht Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro

Die zweite Corona-Welle verschärft die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn. Laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung steuert der Konzern deshalb dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Das geht aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember hervor, die dem Blatt vorliegen. Zum Halbjahr hatte die Bahn ein Minus von 3,7 Milliarden Euro gemeldet.

25.11.2020, 3:32 Uhr – Studie zu Blutplasmatherapie zeigt keine Wirksamkeit bei Corona

Die sogenannte "Rekonvaleszenzplasma-Therapie", die schwer an Covid-19 Erkrankten Blutplasma Genesener verabreicht wird, hat keine signifikante Verbesserung auf den Gesundheitszustand der Patienten gezeigt, das heißt es in einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie. Auch die Sterblichkeitsrate könne durch die Therapie nicht verringert werden. Bei der Therapie wird Erkrankten das Blutplasma genesener Menschen verabreicht.

24.11.2020, 21:53 Uhr – Verwirrung um Start der Weihnachtsferien

Die Bundesregierung will die Weihnachtsferien nun doch auf den 19. Dezember vorziehen. Das geht aus einem Papier mit Vorschlägen des Bundes hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zunächst war vom 16. Dezember die Rede gewesen.

Demnach will der Bund auch schärfere Auflagen für den Einzelhandel. In Geschäften solle sichergestellt werden, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält - bislang liegt dieser Wert bei zehn Quadratmetern. Geplant ist demzufolge außerdem, strenger zu kontrollieren, ob Corona-Regeln eingehalten werden. Über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten am Mittwochnachmittag die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Merkel verteidigt Einschränkungen Bund und Länder einigen sich auf etwas schärfere Corona-Auflagen

Nach langen Beratungen haben sich Bund und Länder auf eine Verlängerung und teilweise Verschärfung der geltenden Corona-Einschränkungen geeinigt. Kanzlerin Merkel verteidigte die Maßnahmen.  mehr...

24.11.2020, 17:09 Uhr – Merkel will „Ergänzungen“ am Länderpapier zu Corona-Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach Reuters-Informationen leichte „Ergänzungen“ an dem Länder-Papier zu den Corona-Maßnahmen. Die Kanzlerin habe die Vorlage der 16 Ministerpräsidenten in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aber nach Informationen aus Teilnehmerkreisen als „gut“ bezeichnet. Merkel habe auch auf die starken regionalen Differenzen bei den Infektionszahlen verwiesen, auch zwischen den Stadtstaaten. In Berlin gebe es sehr hohe Zahlen an Neuinfektionen, in Bremen und Hamburg dagegen nicht.

24.11.2020, 15:56 Uhr – Gericht in Bayern kippt Testpflicht für Grenzgänger

Wer aus dem Ausland nach Bayern reist, muss sich vorläufig nicht mehr wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden und gibt damit einem Eilantrag zweier Schüler aus Österreich statt, die ein Gymnasium im Berchtesgadener Land besuchen. Zur Begründung hieß es, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Testpflicht derzeit nicht erfüllt seien. Außerdem bestünden Zweifel, ob die Testpflicht verhältnismäßig ist. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht noch aus.

24.11.2020, 14:38 Uhr – Spielwarenbranche kommt gut durch Corona-Krise

Die Spielwarenbranche trotzt der Corona-Krise und erwartet sogar steigende Umsätze. Corona-Zeit sei Familien-Zeit, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels, Steffen Kahnt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland würden deshalb mehr Geld für Spielzeug ausgeben. Daher erwarte die Branche am Ende des Jahres einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro – das wären acht Prozent mehr als im Vorjahr.

Besonders gut hätten sich dieses Jahr bisher Gesellschaftsspiele, Puzzle und Outdoor-Spielzeug wie Schaukeln oder Trampoline verkauft. Auch blicke man optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft.

24.11.2020, 13:41 Uhr – Die EU sichert sich 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen des aussichtsreichen Corona-Impfstoffs von Moderna ausgehandelt, das teilte Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit. Der Vertrag solle am Mittwoch besiegelt werden. Laut einer Mitteilung des US-Konzerns Moderna habe der Impfstoff in der Testphase eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent gezeigt.

Tomorrow we will approve a 6th contract for up to 160 million doses of the @moderna_tx vaccine. We're building one of the most comprehensive #COVID19 vaccine portfolios in the🌍Safe & effective vaccines can help us end the pandemic. https://t.co/ymfqmMLWIJ

24.11.2020, 12:56 Uhr – Lufthansa: Kein Corona-Impfnachweis von Passagieren geplant

Lufthansa will von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen. Die Einführung einer derartigen Pflicht sei nicht geplant, teilte ein Konzernsprecher mit.

Im Gegensatz zur Lufthansa will die australische Airline Qantas Airways eine solche Pflicht einführen. Qantas-Chef Alan Joyce hatte angekündigt, dass seine Gesellschaft bei Interkontinentalflügen nur geimpfte Passagiere befördern werde, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Über das Vorgehen bei australischen Inlandsflügen sei noch nicht entschieden.

24.11.2020, 12:25 Uhr – Positivrate bei Corona-Tests auf Rekordhoch von 9,6 Prozent

In Deutschland ist die Positivrate bei den Corona-Tests in der vergangenen Woche auf einen neuen Rekordwert von 9,6 Prozent gestiegen. Das teilte der Laborverband ALM mit. Insgesamt habe es mehr als 1,254 Millionen PCR-Tests in den teilnehmenden Laboren gegeben und damit etwa so viele wie in der Woche davor. 120.147 hätten einen positiven Befund ergeben – damit sei die Positivrate um 0,4 Prozentpunkte höher ausgefallen als noch in der vorigen Woche. Der Zuwachs habe sich entsprechend dem Infektionsgeschehen verlangsamt, sei aber weiterhin deutlich.

Mittlerweile wurde die Kapazität um weitere vier Prozent auf fast 1,7 Millionen PCR-Tests pro Woche ausgebaut. „Die Kapazitäten für die Testung aller in der Nationalen Teststrategie priorisierten Personen stehen in den Laboren also bereit", hieß es.

24.11.2020, 11:46 Uhr — Das Bundesamt warnt vor Corona-Wundermitteln

Die Lebensmittelsicherheit hat vor vermeintlichen Wundermitteln gegen eine Covid-19-Erkrankung gewarnt. Solche Nahrungsergänzungsmittel könnten eine Covid-19-Erkrankung weder verhindern noch heilen, erklärte der Präsident des Bundesamtes Friedel Cramer. Einige Online-Anbieter würden die Unsicherheit in der Bevölkerung auszunutzen und den Umsatz ihrer Produkte mit zweifelhaften oder sogar illegalen Werbeversprechen zu steigern. Bislang seien in Deutschland 60 unzulässige Online-Angebote, EU-weit sogar 592.

24.11.2020, 11:41 Uhr — Schülerinnen und Schüler haben keinen Anspruch auf Befreiung aus Präsenzunterricht

Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz haben Schülerinnen und Schüler keinen Anspruch auf eine Befreiung vom Präsenzunterricht wegen der Corona-Pandemie. Die Grundentscheidung des Landes für den Präsenzunterricht erfülle derzeit die Pflicht des Staates zum „Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit“. Ein gewisses Infektionsrisiko gehöre derzeit für die Gesamtbevölkerung zum allgemeinen Lebensrisiko, so die Richter.

24.10.2020, 10:58 Uhr — Kretschmann will vorgezogene Weihnachtsferien

Bayern hat bereits bekanntgegeben, wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vom 23. Dezember auf den 18. Dezember vorzuziehen. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist für einen früheren Start der Weihnachtsferien. Er wollte sich auch bei der Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Schüler die bereits am 18. Dezember in die Ferien gehen würden, hätten bis Heiligabend dann fünf bis sechs Tage, die man nutzen könnte, um Kontakte zu minimieren.

24.11.2020, 09:34 Uhr – Bayern lässt Weihnachtsferien früher beginnen

Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie die Weihnachtsferien vor. Der letzte Schultag in diesem Jahr ist dort nun Freitag, der 18. Dezember, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte. Ursprünglich war der letzte Schultag für Dienstag, den 22. Dezember, angesetzt.

24.11.2020, 8:36 Uhr — Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, das gab das RKI am Dienstagmorgen bekannt. Zum Vergleich: Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl noch bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Allerdings sind zu Beginn der Woche die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

24.11.2020, 5:18 Uhr — USA verteilen experimentelles Corona-Medikament

30000 Dosen des experimentellen Covid-19-Medikaments verteilt die US-Regierung ab heute. Mit dem Medikament wurde auch Donald Trump bereits behandelt. Das Arzneimittel des Herstellers Regeneron Pharmaceuticals Inc. soll Menschen mit leichten oder moderaten Symptomen, die aber gefährdet sind, schwerer zu erkranken, helfen. Für schwere Fälle ist das Medikament mit Antikörpern nicht zugelassen.

24.11.2020, 5:02 Uhr — Stoßlüften wirksamer als Filtergeräte

Zwei Professoren der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) haben in einer Untersuchung herausgefunden: Stoßlüften ist in Schulen um ein Vielfaches wirksamer als der Einsatz von Luftfiltergeräten. Stoßöffnung aller Fenster über drei Minuten bei Außentemperaturen von 7 bis 11 Grad Celsius kann die Konzentration an Aerosolen um bis zu 99,8 Prozent senkten. Mit vier mobilen Luftfiltergeräten im Raum sei nach etwa 30 Minuten nur eine um 90 Prozent verringerte Konzentration gemessen worden.

24.11.2020, 5:00 Uhr — Besuche in Altenheimen weiter zulassen

Andreas Westerfellhaus, der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, hat dafür plädiert, Besuch in Pflegeeinrichtungen auch in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie weiter zu ermöglichen. Die Pflegebedürftigen sollen selbst entscheiden, ob sie Besuch empfangen möchten, forderte Westerfellhaus im Interview mit der Passauer Neuen Presse. Durch sinnvolle Hygienekonzepte, vorhandenen Schnelltests und gutem Besuchermanagement solle Besuch von Angehörigen weiter ermöglicht werden.

24.11.2020, 4:03 Uhr — Lauterbach hält Verlängerung der Corona-Beschränkungen für "zwingend notwenig"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die geplante Verlängerung und teilweise Verschärfung der Corona-Beschränkungen verteidigt. Anders könnten Fallzahlen vor Weihnachten nicht ausreichend gesenkt werden, deswegen „sind Verlängerung und Verschärfung notwendig“, sagte er der Augsburger Allgemeinen. Bei der Eindämmung der Pandemie müsse gerade in den Schulen und bei den privaten Treffen mehr erreicht werden. Durchschlagend erfolgreich sei der Teil-Lockdown bisher nicht gewesen.

24.11.2020, 3:47 Uhr — Australische Fluglinie will Impfpflicht für Interkontinentalflüge

Der Chef der australischen Fluglinie Qantas hat dem Sender Channel Nine gesagt: „Wir werden von international Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen“. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen würden entsprechend angepasst werden. Ob auch bei Inlandsflügen eine Impfpflicht kommen werde, sei noch nicht entschieden.

24.11.2020, 3:00 Uhr — Söder: Verflechtungen zwischen AfD und Querdenkern ausleuchten

„Natürlich haben wir alle Verständnis und Respekt für die kritischen Fragen derer, die durch Corona in ihrer Existenz bedroht sind. Bei Querdenkern, Rechtsextremen, Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern mit antisemitischem Hintergrund hört die Toleranz aber auf“, sagte CSU-Chef Markus Söder Passauer Neuen Presse. Laut Söder sollten die Sicherheitsbehörden die Vernetzung zwischen AfD und der Querdenker-Bewegung besser ausleuchten. Das bedeutet: Es soll besser angeschaut werden, welche engen Verbindungen und Verflechtungen es zwischen AfD und Querdenkern gibt.

24.11.2020, 1:17 Uhr — WHO warnt vor vorschnellen Corona-Lockerungen über Weihnachten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, die Corona-Restriktionen über Weihnachten zu lockern, wenn Behörden das Infektionsgeschehen noch nicht voll unter Kontrolle haben. Der Nothilfekoordinator der WHO, Mike Ryan, räumt aber auch ein: Wenn Menschen sich über die Feiertage nicht treffen dürften, entstehe eine große Frustration, eine Corona-Müdigkeit und womöglich Widerstand gegen die Maßnahmen. Deswegen müsse die Regierungen Risiken einer stärkeren Ausbreitung des Virus mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken der Beibehaltung von Beschränkungen abwägen.

23.11.2020, 19:09 Uhr – Dehoga gegen Gaststättenöffnung nur für Weihnachten

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ist gegen kurzfristige Öffnungen von Restaurants und Hotels über Weihnachten. Eine Sprecherin sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, solche Betriebe müssten aufwändig gereinigt und dekoriert werden, dazu müssten Einkäufe und Personal geplant werden. Der Dehoga fordert deshalb, Gaststätten mindestens bis Mitte Januar öffnen zu lassen.

23.11.2020, 18:55 Uhr – WHO fordert weitere 4,3 Milliarden Dollar für Impfkampagne

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benötigt weitere 4,3 Milliarden Dollar für ihre weltweite Impfkampagne. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus begründet das mit dem Risiko der Armen und besonders Gefährdeten, im weltweiten Rennen um einen Corona-Impfstoff unter die Räder zu kommen. Bislang haben die Geberländer fünf Milliarden Dollar zugesagt, davon will Deutschland 600 Millionen Dollar bereitstellen.

23.11.2020, 18:08 Uhr – Lauterbach: Feuerwerke wären der „perfekte Corona-Cocktail“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) setzt auf ein Böllerverbot für den Jahreswechsel. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass am Mittwoch ein Böllerverbot beschlossen wird", sagte er der Rheinischen Post laut Vorabbericht. Appelle reichten seiner Meinung nach nicht aus. „Wo Feuerwerk erlaubt ist, kommen Menschen zusammen, trinken und umarmen sich. Es ist der perfekte Corona-Cocktail", sagte Lauterbach. Ohne Böllerverbot könnte es dem Politiker zufolge zwei Wochen später „die nächste Infektionswelle als Beweis für das Versagen der Regierung“ geben.

23.11.2020, 14:28 Uhr – Kinder wünschen sich vom Weihnachtsmann Ende der Corona-Pandemie

Das Ende der Corona-Pandemie – das wünschen sich aktuell viele Kinder vom Weihnachtsmann. Das geht aus zahlreichen Briefen hervor, die in der Weihnachtspostfiliale Himmelsthür in Niedersachsen eingegangen sind. In der Nähe von Hildesheim beantworten seit heute neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Post Kinderbriefe an den Weihnachtsmann. Nach Angaben von Mitarbeitern seien bisher mehr als 3.000 Briefe eingetroffen, darunter auch Hunderte aus dem Ausland. Kinder wünschten sich neben dem Ende der Corona-Pandemie auch Spielsachen und Süßigkeiten.

Himmelsthür ist eins von drei Weihnachtspostämtern in Niedersachsen, das Kinderbriefe an den Weihnachtsmann bearbeitet. Im Christkinddorf in Himmelpforten und in Nikolausdorf sollen Kinderbriefe vom ersten Advent an bearbeitet werden. Ziel der Deutschen Post ist, alle Schreiben bis Heiligabend zu beantworten.

23.11.2020, 13:31 Uhr – 30 Millionen Impfdosen von Biontech über nationale Vereinbarung

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird Deutschland durch eine nationale Vereinbarung 30 Millionen Impfdosen der Firma Biontech beziehen. Über die Anmeldung bei der EU-Kommission rechne er mit weiteren 56 Millionen Impfdosen. „Bis zu 100 Millionen Dosen werden wir wohl bekommen“, sagt der CDU-Politiker.

23.11.2020, 11:42 Uhr – Deutschland sichert sich 23 Millionen Schnelltests

Deutschland hat sich dem Bundesgesundheitsministerium zufolge rund 23 Millionen Schnelltests auf das Coronavirus gesichert. Schnelltests haben den Vorteil, dass kein Labor dafür nötig ist. Allerdings braucht es geschultes Personal, um einen Schnelltest durchzuführen. Die Verfügbarkeit dieser Tests steige aber weiter schnell, sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

23.11.2020, 11:38 Uhr – Ermittlungen wegen gefälschtem Attest

Die Berliner Polizei ermittelt gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Karsten Hilse. Er soll bei der Demonstration gegen die Coronamaßnahmen am vergangenen Mittwoch in Berlin ein gefälschtes Attest vorgezeigt haben, als er von Beamten auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

23.11.2020, 11:20 Uhr – Zwei Milliarden Impfdosen für Arme Länder

Unicef will zwei Milliarden Corona-Impfdosen in arme Länder schicken. Insgesamt sollen 92 einkommensschwächere Länder beliefert werden. Die logistischen Vorbereitungen laufen bereits, teilte Unicef am Montag mit. Auch eine Milliarde Spritzen sollen verschickt werden.

23.11.2020, 11:05 Uhr – Kontaktbeschränkungen bis Mitte Januar

Vor dem nächsten Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Merkel am Mittwoch haben die Länder ihre weitere Linie skizziert. Lockerungen sind derzeit nicht absehbar. Geplant sind weitere Beschränkungen mit Zwischenregeln für Weihnachten und Silvester:

23.11.2020, 10:15 Uhr – Deutsche Wirtschaft verliert im November wieder kräftig an Schwung

Der Teil-Lockdown im November bremst die Konjunkturerholung der deutschen Wirtschaft massiv. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, sank um drei Zähler auf 52 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag unter Berufung auf seine Umfrage unter rund 800 Unternehmen mitteilte. Damit hielt sich das Barometer aber noch über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem noch deutlicheren Rückgang auf 50,5 Zähler gerechnet.

23.11.2020, 8:39 Uhr – Auch Astra Zeneca und Universität Oxford melden Durchbruch bei Impfstoff

Der Pharmakonzern AstraZeneca und die Universität Oxford melden einen Durchbruch bei der gemeinsamen Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Nach Angaben des Unternehmens zeigt der Impfstoff im Durchschnitt eine 70-prozentige Wirksamkeit gegen das Virus. Dies sei in zwei unterschiedlichen Studienabschnitten belegt worden.

Die Mitbewerber Pfizer und Moderna hatten bei ihren Präparaten eine Effektivität von mehr als 90 Prozent gemeldet.

23.11.2020, 5:49 Uhr – Neuinfektionen im Wochenvergleich kaum verändert

In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 10.864 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden. Im Vergleich zur Vorwoche blieb der Wert nahezu konstant: Am vergangenen Montag waren 10.824 neue Fälle verzeichnet worden. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg nach RKI-Angaben vom Montag um 90 auf 14.112. Die Zahl der Genesenen lag bei knapp 619.000.

23.11.2020, 4:15 Uhr – Kinderärzte: Corona-Ansteckungsgefahr an Schulen wird überschätzt

Kinderärzte haben in einer breit angelegten Datenauswertung keine Hinweise auf eine hohe Corona-Dunkelziffer unter Kindern gefunden. Das Risiko, dass sich Kinder in Kitas und Schulen unbemerkt mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitertragen, sei somit möglicherweise deutlich geringer als angenommen, berichtete die Passauer Neuen Presse unter Berufung auf die Analyse, die am Montag vorgestellt werden soll.

Die Mediziner werteten demnach die Datenvon mehr als 110.000 jungen Patienten aus, die seit Juli in knapp hundert deutschen Kinder- und Jugendkliniken routinemäßig auf Corona getestet worden seien. Da der überwiegende Teil der Betroffenen wegen anderer Erkrankungen oder Verletzungen die Klinik aufsuchte, kommt das nach Ansicht der Ärzte einer „Zufallsstichprobe am nächsten“. Bis zum Stichtag 18. November seien „im Mittel nur 0,53 Prozent der Kinder und Jugendlichen positiv“ auf das Coronavirus getestet worden.

23.11.2020, 2:10 Uhr – Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch im Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass noch in diesem Jahr die ersten Bürger in Impfzentren gegen das Corona-Virus immunisiert werden können. „Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren bereits Mitte Dezember einsatzbereit seien. Das scheine zu klappen.

Deutschland habe sich über die EU-Kommission, bilaterale Verträge und Optionen inzwischen mehr als 300 Millionen Impfdosen gesichert.

23.11.2020, 0:05 Uhr – Länder wollen Corona-Einschränkungen bis 20. Dezember verlängern

Am Mittwoch wollen Bund und Länder Klarheit schaffen, in welchem Rahmen die Menschen Weihnachten und Silvester verbringen können. Vom Vorsitz der Ministerpräsidentenrunde liegt aber seit Sonntagabend ein Planungspapier auf dem Tisch. Vorgesehen ist darin angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember.

Länder, die weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen haben und eine sinkende Tendenz dieses Wertes aufweisen, sollen davon schon vorher abweichen können. Private Kontakte sollen bis in den Januar hinein auf fünf Personen beschränkt werden. An Weihnachten sollen indes Ausnahmen gelten:

Corona-Krise Einstimmung auf längeren Lockdown

Regierung und Länder bereiten die Bürger auf einen längeren Teil-Lockdown vor - auch mit Verschärfungen ist zu rechnen. Für Weihnachten könnte es Ausnahmen geben.  mehr...

22.11.2020, 12:48 Uhr – 600 Polizisten bei Demo in Berlin gegen Corona-Politik

Rund 600 Polizisten begleiten heute eine Versammlung in Berlin gegen die Corona-Politik sowie Gegendemonstrationen. Das teilte die Polizei am Mittag via Twitter mit. Zu einer als „Schweigemarsch“ bezeichneten Demonstration, die in Prenzlauer Berg starten sollte, sind rund 5.000 Teilnehmer angemeldet. Zu deren Forderungen zählen mehr Selbstbestimmung im Kampf gegen die Pandemie, weniger Einschränkungen durch Regierungsverordnungen und ein Verzicht auf Impfungen. Am vergangenen Mittwoch hatten in Berlin mehrere Tausend Menschen am Brandenburger Tor gegen die Corona-Politik protestiert. Wasserwerfer waren im Einsatz. Es gab nach Polizeiangaben 365 vorläufige Festnahmen, 77 Polizisten wurden verletzt.

22.11.2020, 12:15 Uhr – Berliner Silvesterparty wohl ohne Publikum

Die traditionelle Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor in Berlin steht wegen der Corona-Pandemie vor der Absage. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sagte der Berliner Morgenpost: „Es wird keine Riesenpartys und Familientreffen geben können. Sonst droht uns die nächste Infektionswelle im Februar.“ Die Silvesterparty zog in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Hunderttausend Menschen an. Die Veranstalter haben bisher nicht abgesagt. Auf der Internetseite wird lediglich darauf hingewiesen, dass das geplante Konzept eine Anmeldung zur Party verlange. Laut Berliner Morgenpost hatten die Veranstalter zuletzt gehofft, mit der offiziell noch zulässigen Höchstzahl von 5.000 Menschen am Brandenburger Tor feiern zu können. Inzwischen sei nur noch ein Geisterkonzert ohne Publikum geplant, das vom ZDF übertragen wird.

22.11.2020, 12:09 Uhr – Spahn schlägt Schnelltests in Schulen vor

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schlägt zur Eindämmung des Coronavirus in Schulen den Einsatz von Schnelltests vor. Bei Auftreten eines Infektionsfalls solle umgehend die betroffene Klasse in die häusliche Isolation geschickt werden, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabbericht. „Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren.“ Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, müsse am Mittwoch besprochen werden, sagte der Minister mit Blick auf die geplanten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es gelte, pragmatische Lösungen zu finden und die Schließung ganzer Schulen zu verhindern.

22.11.2020, 11:53 Uhr – Selbst ernannte „Sophie Scholl“ bei Demo in Hannover

Bei der „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Hannover hat eine Rednerin mit einem Auftritt als selbst ernannte „Sophie Scholl“ heftige Reaktionen im Netz ausgelöst. Auf einem Video, das bei Twitter bis zum Sonntagmorgen über eine Million Mal angeklickt und mehrere Tausend Male kommentiert wurde, ist eine junge Frau zu sehen, die auf einer kleinen Bühne in der Nähe der Oper zum Publikum spricht. Sie vergleicht sich dabei mit der von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpferin. Nach wenigen Sätzen taucht ein junger Mann vor der Bühne auf. „Für so einen Schwachsinn mache ich doch keinen Ordner mehr“, protestiert er und reicht der Frau sein orangefarbenes Leibchen.

22.11.2020, 11:14 Uhr – Corona-Massentest in Südtirol

In Südtirol sind bei einem dreitägigen Corona-Massentest mehrere tausend Ergebnisse positiv ausgefallen. Das haben die zuständigen Behörden mitgeteilt. Bis heute Vormittag hätten fast 270.000 Menschen einen kostenlosen Abstrich machen lassen – mehr als 2.600 Tests seien positiv gewesen. Die Landesregierung will mit den Massentests die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen so entdeckt werden.

22.11.2020, 10:57 Uhr – Macron stellt Lockerung des Lockdowns in Aussicht

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellt angesichts sinkender Corona-Infektionen eine schrittweise Lockerung der seit 30. Oktober geltenden Kontaktbeschränkungen in Aussicht. Eine Lockerung ist demnach in drei Stufen geplant. Ein erster Schritt solle um den 1. Dezember herum erfolgen, der nächste dann noch vor den Feiertagen zum Jahresende. Ab Januar 2021 sei dann die dritte Stufe geplant.

Beim zweiten landesweiten Lockdown Frankreichs, der am 30. Oktober begann, hatte Macron von einer Dauer von mindestens vier Wochen gesprochen. Seither müssen etwa Restaurants, Bars und viele nicht lebensnotwendige Geschäft geschlossen bleiben. Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Frankreich stieg am Samstag um 17.881 und lag damit deutlich unter den am Freitag gemeldeten 22.882.

22.11.2020, 8:52 Uhr – Heute wieder Demos gegen Corona-Einschränkungen

Gegner der Corona-Politik wollen heute wieder deutschlandweit auf die Straße gehen. Geplant sind Demonstrationen etwa in Stuttgart, Hamburg und Cottbus. Die meisten Teilnehmer werden in Berlin erwartet. Dort sind 5.000 Teilnehmer zu einem Schweigemarsch im Stadtteil Prenzlauer Berg angemeldet.

22.11.2020, 7:31 Uhr – Weniger Infektionskrankheiten weltweit

Weltweit hat es in den letzten Monaten signifikant weniger Infektionskrankheiten gegeben. Wissenschaftler führen das darauf zurück, dass sich die Menschen wegen Corona mit Masken, Abstand und der Einhaltung von Hygieneregeln besser zum Beispiel auch gegen Grippe schützen. So gab es in Australien und Neuseeland nach dem Ende des dortigen Winters so wenige Grippefälle wie nie zuvor. In den USA sind Schätzungen zufolge Atemwegserkrankungen um 20 Prozent gesunken.

22.11.2020, 5:47 Uhr – Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das aber 1.206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16.947 gelegen. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 138 auf 14.022 zu.

Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

22.11.2020, 3:06 Uhr – USA: Notfallzulassung für Corona-Medikament Regeneron

Die US-Behörden haben dem Biotech-Unternehmen Regeneron eine Notfallzulassung für sein Mittel gegen Corona-Infektionen erteilt. Der experimentelle Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma könne dazu beitragen, einen Krankenhausaufenthalt von Corona-Patienten zu verhindern, und dadurch das Gesundheitssystem entlasten, erklärte Stephen Hahn von der US-Arzneimittelbehörde FDA. Mit dem Mittel war US-Präsident Donald Trump bei seiner Covid-19-Erkrankung Anfang Oktober behandelt worden.

22.11.2020, 1:03 Uhr – GEW fordert kostenlose Masken für Lehrer und Schüler

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert zum Corona-Schutz im Schulunterricht kostenlose Alltagsmasken für Kinder und Lehrer. GEW-Chefin Marlis Tepe erklärte, die Arbeitgeber müssten für den Gesundheitsschutz sorgen. Sie bekräftigte die Forderung ihrer Gewerkschaft nach Wechselunterricht. Die Schulklassen müssten verkleinert werden, um die Infektionsgefahr zu verringern.

22.11.2020, 0:38 Uhr – Teil-Lockdown auch im Dezember? Söder und Scholz wollen Einschränkungen verlängern

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordern im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eine Verlängerung des Teil-Lockdowns. „Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen“, sagte Scholz der Bild am Sonntag einem Vorabbericht zufolge. Demnach könnten die Corona-Beschränkungen bis zum 20. Dezember verlängert werden. Für eine Entwarnung gebe es derzeit keinen Anlass, sagte Söder laut Bild-Zeitung. „Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen“, so Söder.

21.11.2020, 22:13 Uhr – Altmaier: Es brauche „mutige Entscheidungen“

Vor den Bund-Länder-Beratungen über Corona-Beschränkungen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vor einer erneuten Vertagung gewarnt. Es brauche jetzt mutige Entscheidungen, die Wirtschaft und alle Beteiligten wollten Klarheit, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Für den Fall, dass die Einschränkungen verlängert würden, stellte Altmaier neue Hilfen für Unternehmen in Aussicht. Man lasse niemanden im Regen stehen, so Altmaier.

21.11.2020, 20:05 Uhr – Leipzig: Angriffe auf Polizisten bei Corona-Demo

In mehreren deutschen Städten haben Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. In Kempten versammelten sich laut Polizei rund 1.200 Menschen, in Hannover mehr als 900 und in Bochum waren es rund 500. In Leipzig ist eine Kundgebung gegen die Corona-Politik abgesagt worden – trotzdem kamen dort Menschen zusammen. Es gab Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten und auch Einsatzkräfte sind nach Polizeiangaben angegriffen worden. Mehrere Demonstrationen waren bereits im Vorfeld verboten worden – etwa in München, Kaiserslautern und Ramstein-Miesenbach. Trotzdem kamen vereinzelt Menschen. Die Polizei erteilte Platzverweise.

21.11.2020, 19:15 Uhr – Merkel ruft zu internationalen Solidarität auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu internationaler Solidarität bei der Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes aufgerufen. Beim virtuellen G20-Gipfel sagte Merkel, stehe die Welt zusammen, könnten das Virus und seine Folgen beherrscht und überwunden werden. Dafür lohne sich mehr Anstrengung. Merkel forderte mehr finanzielle Unterstützung für die internationale Impfstoff-Initiative Covax. Diese soll ermöglichen, dass alle Menschen Impfstoffe erhalten.

21.11.2020, 17:25 Uhr – G20-Gipfel eröffnet

Der saudische König Salman Ibn Abd al-Aziz hat den wegen der Coronavirus-Pandemie virtuell stattfindenden G20-Gipfel eröffnet. Salman rief zu einer vereinten Reaktion auf das Virus auf. Die 20 führenden Industrienationen der Welt sollten den Entwicklungsländern helfen und sich dabei untereinander abstimmen. Er sei zuversichtlich, dass der Gipfel entscheidende Ergebnisse liefern werde. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sprach sich dafür aus, die Zusammenarbeit mit anderen Ländern bei der Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen gegen das Virus zu verstärken. Die Impfstoffe sollten zugänglich und erschwinglich für alle werden.

Die Mitgliedsländer der G20 machen rund 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus. An dem Treffen nehmen die Staats- und Regierungschefs von Ländern wie den USA, China, Indien, der Türkei, Frankreich, Großbritannien und Brasilien teil.

21.11.2020, 16:35 Uhr – Kekulé fordert Corona-Schnelltests zur privaten Nutzung

Der Virologe Alexander Kekulé fordert, dass Corona-Antigentests für den Verkauf an Privatleute zugelassen werden. Schnelltests für jedermann seien ein noch völlig ungenutztes Werkzeug, um viel mehr Freiheit und Sicherheit zu schaffen, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Apotheken sollten sie rezeptfrei verkaufen dürfen, wenn sicher sei, dass es genug Tests für Risikogruppen gebe. Einen Rachenabstrich zu machen sei so einfach wie Zähneputzen, wer sich das nicht zutraue, solle sich in jeder Apotheke schnelltesten lassen können, so Kekulé weiter. Gerade mit Blick auf Weihnachten und Silvester könnten Antigentests im freien Handel ein Stück Normalität zurückbringen.

21.11.2020, 15:10 Uhr – Neuer Höchststand an Neuinfektionen in Russland

In Russland hat die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörden verzeichneten 24.822 Ansteckungen und 476 Todesfälle binnen 24 Stunden.

Die russische Regierung schließt striktere Einschränkungen bislang aus, um die Wirtschaft nicht weiter zu schwächen. Der Kreml nannte die Lage „besorgniserregend“, erklärte jedoch, die Situation weiter unter Kontrolle zu haben.

21.11.2020, 13:30 Uhr – Polizei löst mehrere Partys in Mannheim und Heidelberg auf – Gäste verstecken sich

Die Polizei hat in Mannheim und Heidelberg gleich mehrere Partys aufgelöst und mehrere Menschen wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln angezeigt. Die Betroffenen seien größtenteils uneinsichtig gewesen, teilte die Polizei am Samstag mit.

So hatte es beispielsweise am Freitagabend Hinweise auf eine größere Feier in Mannheim gegeben. Bei der Kontrolle trafen die Polizisten dann in der knapp 50 Quadratmeter großen Wohnung auf 23 Menschen, die einen Geburtstag feierten. Das Fest wurde beendet, die Gastgeberin und deren Gäste erwartet eine Anzeige.

Fast zeitgleich lösten Beamte in Heidelberg eine Party im Keller eines Mehrfamilienhauses auf. Als die Feiernden die Polizisten sahen, versuchten sie sich in verschiedenen Räumen zu verstecken. Eine Kontrolle des Kellers ergab, dass sich drei Frauen unter einem Wäscheständer und ein Mann hinter einer Waschmaschine versteckt hielten. Neben dem Gastgeber müssen auch hier die Gäste mit einer Anzeige rechnen.

21.11.2020, 13:21 Uhr – Merz pocht auf normales Weihnachten

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat Bund und Länder davor gewarnt, coronabedingte Einschränkungen im privaten Bereich über Weihnachten aufrechtzuerhalten. „Man kann docPolizei löst mehrere Partys aufh wohl Mitte November schon sagen, dass Weihnachten in den Familien stattfinden kann“, sagte er in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel. „Das sollte nicht infrage gestellt werden. Ich persönlich sage: Es geht den Staat auch nichts an, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere.“

Derweil appellierte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) an die Bürger, die Kontakte zu reduzieren, damit Weihnachten in der Familie gefeiert werden könne. 

21.11.2020, 10:45 Uhr – Corona-Rekord in den USA: Mehr als 195.000 Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht: Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1.878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus.

21.11.2020, 9:40 Uhr – Virologe Kekulé fordert Corona-Schnelltests zur privaten Nutzung

Der Virologe Alexander Kekulé hat die schnellstmögliche Zulassung von Corona-Antigentests für die private Nutzung gefordert. Die Schnelltests für jedermann könnten viel Freiheit und Sicherheit bringen, sagte Kekulé der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Apotheken sollten Schnelltests rezeptfrei verkaufen dürfen, wenn sichergestellt ist, dass ausreichend Tests für Pflegeheime verfügbar sind, die diese Tests für Besucher brauchen."

Warnungen, bei Rachenabstrichen von Laien würden Tausende von Infizierten womöglich unentdeckt bleiben, bezeichnete Kekulé wörtlich als "Quatsch". Ein Abstrich sei so einfach wie Zähneputzen: „Methodisch ist das Pipifax. Meine Erfahrung: So gut, wie die Profis das machen, so gut können das meine Kinder auch.“ Falsche Ergebnisse gebe es selbst in Kinderarztpraxen, wenn Ärzte oder Fachpersonal den Kampf mit widerspenstigen Patienten aufgäben. „Da ist’s für alle einfacher, wenn es die Eltern selbst machen.“ Wer sich den Selbsttest nicht zutraue, „sollte sich in jeder Apotheke schnelltesten lassen können“, sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg. Er werde das Instrument in seiner Familie für ein unbekümmertes Weihnachtsfest einsetzen, kündigte Kekulé an.

21.11.2020, 6:30 Uhr – Forderungen nach weiteren Corona-Beschränkungen

Immer mehr Politiker und Experten fordern, die Corona-Beschränkungen zu verlängern. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sagte der Passauer Neuen Presse, das sei angesichts der Lage auf den Intensivstationen auch geboten. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte dem Blatt, dass auch weitere Beschränkungen nötig seien. Für Schulen schlug er Wechselunterricht vor. Das fordert auch Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

21.11.2020, 5:52 Uhr – Neuinfektionen steigen um Vergleich zur Vorwoche um mehr als 500

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Gesundheitsämter haben innerhalb eines Tages 22.964 Corona-Neuinfektionen registriert, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Im Vergleich zu dem Wert vor einer Woche sind das rund 503 Neuinfektionen mehr.

Außerdem meldete das RKI 254 weitere Corona-bedingte Todesfälle. Insgesamt sind in Deutschland damit 13.884 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Am Freitag war ein neuer Höchststand bei den Neuansteckungen mit 23.648 Fällen erreicht worden.

21.11.2020, 4:48 Uhr – Spahn bezeichnet Kontaktbeschränkungen als Erfolg

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen als Erfolg bezeichnet. Der Zeitung Die Welt sagte der CDU-Politiker, der Wellenbrecher funktioniere. Das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen sei gebrochen. Das reiche aber noch nicht. Die Beschränkungen sollen erstmal bis Ende dieses Monats gelten. Kommende Woche wollen Bund und Länder beraten, wie es weitergeht.

21.11.2020, 1:55 Uhr – Karliczek: Impfstoff wird Standards erfüllen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat versichert, dass der Corona-Impfstoff alle Vorschriften in Deutschland erfüllen werde. Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte die CDU-Politikerin, das Mittel werde den gleichen Sicherheitsstandards entsprechen wie alle anderen. „Das heißt auch, dass die Behörden nach der Zulassung weiter eng begleiten und einen Blick auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs haben – also genauso wie das sonst auch abläuft“, erklärte sie. Niemand müsse sich Sorgen machen. Karliczek betonte auch: „Die Impfung bleibt absolut freiwillig.“ Das Mainzer Unternehmen Biontech hat gestern zusammen mit Pfizer die Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff in den USA beantragt. 

21.11.2020, 1:36 Uhr – Mehrheit der Unternehmen bricht Nachfrage weg

Wegen der Corona-Pandemie bricht mehr als jedem zweiten deutschen Unternehmen die Nachfrage weg. Das hat eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags unter mehr als 13.000 Firmen aller Branchen und Regionen ergeben. Insgesamt rechnen mehr als zwei Drittel der Firmen für 2020 mit einem Umsatzrückgang. Im Gastgewerbe, in der Reisewirtschaft und in der Kultur- und Kreativbranche beklagten den Angaben nach mehr als 90 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge. Im Kfz-Handel und in der Industrie seien es etwa 70 Prozent. Fast jedes zweite Unternehmen müsse als Reaktion auf die Krise Investitionen streichen oder verschieben, fast ein Viertel Personal abbauen.

21.11.2020, 00:45 Uhr – Verkehrsminister gegen schärfere Regeln im ÖPNV

Trotz hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Verkehrsminister nach einem Medienbericht die Abstands- und Hygieneregeln in Bussen und Bahnen nicht verschärfen. Darauf haben sich die Ressortchefs von Bund und Ländern laut Bild-Zeitung in einer Telefon-Schaltkonferenz geeinigt. Eine zuvor diskutierte Abstandsregelung für öffentliche Verkehrsmittel wurde demnach einstimmig abgelehnt. „Eine Abstandspflicht von 1,5 Metern im öffentlichen Nahverkehr und bei der Bahn einzuführen, ist völlig weltfremd“, sagte der baden-württembergische Minister Winfried Hermann (Grüne). Und weiter: „Wir haben mit einem Hygienekonzept, Maskenpflicht, Kontrollen und Bußgeldern ein System, was sich bewährt hat.“ Auch die Fahrpläne der Bahn sollen demnach trotz stark rückläufiger Nutzerzahlen bleiben. 

20.11.2020, 17:45 Uhr – Gericht kippt Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Quarantänepflicht in Nordrhein-Westfalen für Reiserückkehrer gekippt. Diese galt für Menschen die aus Risikogebieten im Ausland zurückkamen. Die Richter urteilten, die Quarantäne sei aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das Land habe nämlich nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort, zuhause ein höheres Infektionsrisiko hätten.

20.11.22020, 17:05 Uhr – Verwaltungsgericht bestätigt Maskenpflicht im Bundestag

Auch die Abgeordneten der AfD müssen sich an die Maskenpflicht im Bundestag halten. Das hat das Verwaltungsgericht in Berlin entschieden. Die Maßnahme, die auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts beruhe, sei verhältnismäßig, so das Gericht. Neun Mitarbeiter der AfD-Fraktion hatten gegen die seit Oktober geltende Maskenpflicht geklagt.

20.11.2020, 16:58 Uhr – BW: Kontaktlisten aus Gaststätten dürfen nicht mehr zur Strafverfolgung genutzt werden

Corona-Gästelisten aus Gaststätten dürfen ab sofort nicht mehr zur Strafverfolgung genutzt werden. Das bestätigte die Heilbronner Staatsanwaltschaft dem SWR. Gestern trat eine Änderung des Bundes-Infektionsschutzgesetzes in Kraft, die Ausnahmen für die Strafverfolgung nicht vorsieht. Bisher wurden die Listen in Einzelfällen auch genutzt, um Straftaten aufzuklären. Nach Angaben des Justizministeriums Baden-Württemberg geschah das im Land bisher 19 mal.

20.11.2020, 16:15 Uhr – Österreich kündigt Corona-Massentests für Lehrer und Polizisten an

In Österreich sollen alle 200.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie Betreuungskräfte in Kindergärten auf das Virus getestet werden. Das gab die Regierung bekannt. Geplant sei dafür das Wochenende vom 5. und 6. Dezember, wenn nach bisherigen Plänen der Corona-Lockdown endet. Direkt danach, am 7. und 8. Dezember, sollen die 40.000 Polizisten getestet werden. Für die Massentests sollen im ganzen Land mehr als 100 Testzentren eingerichtet werden.

Kurz vor Weihnachten könne sich dann die gesamte Bevölkerung von neun Millionen Menschen testen lassen, hieß es außerdem. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) betonte, dass die Teilnahme aber für alle freiwillig sei. „Diese Massentests sind bis zur Impfung eine große Chance für Österreich, den Weg zur Normalität zurückzufinden“, teilte er mit. Eine weitere Massentestreihe ist Anfang 2021 geplant. Schon jetzt seien sieben Millionen Antigen-Schnelltests von den Firmen Roche und Siemens geordert worden – weitere Bestellungen sollen folgen. In Gemeinden mit besonders hohen Infektionszahlen soll es Gratistests für alle auch schon früher geben.

20.11.2020, 15:26 Uhr – Mehr als 15 Millionen Infektionen in Europa nachgewiesen

In Europa durchbricht die Zahl der Coronavirus-Infektionen die Marke von 15 Millionen. Dies ergibt eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach beträgt die Zahl der bisher in Europa registrierten Infizierten 15.046.656. An oder mit dem Virus Verstorbene werden mit 344.401 angegeben. Damit entfällt auf Europa in beiden Kategorien global gesehen etwa ein Viertel der Gesamtzahlen. Der Analyse zufolge dauerte es in Europa neun Monate, bis die Marke von fünf Millionen Fällen durchbrochen wurde – die folgenden zehn Millionen Fälle wurden in weniger als zwei Monaten registriert.

Den Zahlen zufolge ist Frankreich in Europa am härtesten getroffen. Weltweit rangiert das Land hinter den USA, Indien und Brasilien auf dem vierten Platz.

20.11.2020, 15:08 Uhr – Studie: Immunität nach Corona-Infektion hält mindestens für sechs Monate an

Die Immunität nach einer Corona-Infektion hält nach einer britischen Studie für mindestens sechs Monate an. Wissenschaftler der Universität Oxford haben Mitarbeiter im Gesundheitswesen untersucht. Dabei seien bei keinem der Teilnehmer mit Antikörpern neue Corona-Ansteckungen festgestellt worden. Vereinzelte Fälle einer Reinfektion hatten Sorgen ausgelöst, dass man nur kurz gegen Corona immun sein könne.

20.11.2020, 14:44 Uhr – Studenten können wieder Corona-Zuschüsse beantragen

Studenten sollen weitere Corona-Hilfen in Höhe von monatlich bis zu 500 Euro bekommen. „Wir werden die bereits aus dem Sommer bekannten Zuschüsse als Teil der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage erneut anbieten – und das bis zum Ende des Wintersemesters", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Im Sommer wurden weniger Anträge gestellt, „in der eine pandemiebedingte Notlage nachgewiesen werden konnte“. Deshalb wurden die Corona-Hilfen für Studenten ausgesetzt. Mit dem aktuellen Teil-Lockdown sei aber wieder vermehrt damit zu rechnen, dass Einkünfte für Studierende wegfallen. Anträge könnten daher ab sofort wieder gestellt werden.

20.11.2020, 14:26 Uhr – Strafverfolger ermitteln in 13.000 Fällen zu Corona-Hilfen

Wie das Magazin WirtschaftsWoche berichtet, sind bei den deutschen Strafverfolgungsbehörden mittlerweile mindestens etwa 13.000 Fälle rund um die Corona-Hilfen aufgelaufen. Das ergab eine bundesweite Umfrage des Magazins bei Staatsanwaltschaften und Landeskriminalämtern (LKA). Die Ermittler untersuchten demnach vor allem, ob sich die Antragsteller des Subventionsbetruges schuldig gemacht haben und sich die Hilfsgelder zu Unrecht sichern wollten.

Die meisten Fälle seien bisher dem LKA in Nordrhein-Westfalen bekannt. Die Behörde spreche von 4.200 Ermittlungen und von einem möglichen Schaden von rund 30 Millionen Euro.

20.11.2020, 13:56 Uhr – Innenministerium setzt Sitzplatz-Regel für Beamten aus

Bundesbedienstete dürfen bei Dienstreisen nicht zwei Sitzplätze in Bahn und Flugzeugen für sich buchen. Diese Regelung sei vorerst ausgesetzt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Zuvor haben etliche Ministerien wie das Verkehrs-, Umwelt- und Gesundheitsministeriums und auch das Bundespresseamt mitgeteilt, dass sie für ihre Mitarbeiter weiter nur einen Platz buchen.

Es finde nun in der Bundesregierung eine Debatte statt, ob man Abstandsvorschriften in Verkehrsmitteln neu regeln solle, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

20.11.2020, 13:20 Uhr – Biontech und Pfizer wollen noch heute Notzulassung in den USA beantragen

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer wollen noch heute bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoff beantragen. Das teilten Biontech und Pfizer mit. Die Unternehmen hatten bereits bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete.

20.11.2020, 12:18 Uhr – Bundestag verlängert Sonderregelungen zur Kurzarbeit bis Ende 2021

Die seit der Corona-Pandemie geltenden Sonderregelungen zur Kurzarbeit werden bis Ende 2021 verlängert. Das hat der Bundestag heute mit den Stimmen von Union und SPD entschieden. Demnach wird das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Monat von 60 auf 70 Prozent erhöht, bzw. für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben. Anspruch darauf haben alle Beschäftigte, die bis 31. März 2021 in Kurzarbeit sind.

Auch die Zugangserleichterungen für die Kurzarbeit werden bis Ende 2021 verlängert für Betriebe, die spätestens Ende März nächsten Jahres damit beginnen.

20.11.2020, 11:20 Uhr – Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für AfD-Mitarbeiter

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden, dass auch Mitarbeiter der AfD-Fraktion von der Maskenpflicht im Bundestag nicht ausgenommen sind. Einen Eilantrag von neun AfD-Mitarbeitern gegen die Allgemeinverfügung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) wies das Gericht damit zurück. Die Anordnung Schäubles zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sei „bei summarischer Prüfung nicht zu beanstanden“, erklärte das Gericht seine Entscheidung.

20.11.2020, 6:24 Uhr – RKI meldet neuen Höchststand an Neuinfektionen

In Deutschland gibt es einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter hätten 23.648 neue Fälle gemeldet, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Außerdem sind 260 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Höchstwert erreicht worden.

20.11.2020, 6:17 Uhr – Verband: Vielen Bahnhofsbuchhandlungen droht Pleite

Wegen drastischer Verkaufseinbrüche in der Corona-Zeit stehen nach Branchenangaben viele Bahnhofsbuchhandlungen vor dem Aus. Da seit dem Frühjahr an den Bahnhöfen wöchentlich Millionen Kunden fehlten, liege der Buch- und Presseumsatz der Geschäfte bis zu 70 Prozent unter dem Vorjahr, sagte der Vorsitzende des Verbands Deutscher Bahnhofsbuchhändler (VDBB), Torsten Löffler, dem Evangelischen Pressedienst. Damit sei die Branche viel härter getroffen als der übrige stationäre Buchhandel, der nach starken Verlusten wegen der Schließungen im Frühjahr nun seit Monaten wieder eine große Nachfrage verzeichnet.

20.11.2020, 6:03 Uhr – Restaurants und Kinos in Katalonien dürfen öffnen

Ab Montag dürfen in der spanischen Region Katalonien und damit auch in der Metropole Barcelona alle Bars, Restaurants, Kinos und Theater wieder öffnen. Für alle Gastronomiebetriebe werde es aber ab 21:30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung mit. Im Innenbereich soll die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt werden. Restaurants und Bars sind in Katalonien seit fünf Wochen zu. Die Regionalregierung will alle zwei Wochen weitere Lockerungen erlauben, wenn es die Lage zulässt.

19.11.2020, 22:29 Uhr – Südtirol startet Corona-Massentest

Die italienische Provinz Südtirol startet heute einen Corona-Massentest. Etwa eine halbe Million Menschen sind dazu aufgerufen, bis Sonntag zu den knapp 200 Teststandorten zu kommen. Den Abstrich können Bürgerinnen und Bürger ab dem Alter von fünf Jahren vornehmen lassen. Die Provinz Südtirol hofft, dass rund zwei Drittel sich testen lassen – das wären etwa 350.000 Menschen. Die Teilnahme ist freiwillig. In der Region gibt es derzeit besonders viele tägliche Neuinfektionen. Mit der Aktion sollen möglichst viele Träger des Coronavirus ohne Symptome von ihrer Infektion erfahren. Experten vermuten, dass viele Corona-Ansteckungen durch Menschen passieren, die nichts von ihrer Infektion wissen.

19.11.2020, 22:29 Uhr – Merkel rechnet mit Impfstoff noch im Dezember

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben bei ihrem Video-Gipfel die Koordinierung in der Corona-Krise besprochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte im Anschluss, sie sei beeindruckt von den Vorbereitungen der EU-Partner zum Aufbau von Impfzentren. Mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa rechne sie schon im Dezember oder sehr schnell nach der Jahreswende; dann werde das Impfen selbstverständlich beginnen.

19.11.2020, 20:40 Uhr – Neuinfektionen in Frankreich gehen zurück

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich geht zurück. Das Gesundheitsministerium meldet 21.150 weitere Fälle binnen eines Tages nach 28.383 am Mittwoch. Im Krankenhaus liegen den Angaben zufolge derzeit 32.345 mit Corona infizierte Patienten, knapp 500 weniger als einen Tag zuvor. Die Zahl der Corona-Toten ist um 429 auf 47.127 gestiegen.

19.11.2020, 19:30 Uhr – „Querdenken“-Demo in Karlsruhe aufgelöst

Die „Querdenken“-Demonstration vor dem Karlsruher Bundesverfassungsgericht ist am Abend von der Polizei aufgelöst worden. Es blieb weitgehend friedlich.

Protest vor dem Bundesverfassungsgericht "Querdenken"-Demonstration in Karlsruhe aufgelöst

Die "Querdenken"-Demonstration vor dem Karlsruher Bundesverfassungsgericht ist am Donnerstag aufgelöst worden. Es blieb weitgehend friedlich.  mehr...

19.11.2020, 18:45 Uhr – Norwegisches Königspaar in Quarantäne

Der norwegische König Harald V. (83) und seine Frau Königin Sonja (83) befinden sich wegen eines Corona-Falls in ihrem Umfeld in Quarantäne. Grund dafür ist, dass das Coronavirus bei einer angestellten Person des königlichen Hofes nachgewiesen wurde, mit der Königin Sonja Kontakt hatte. Sowohl Harald als auch Sonja seien symptomfrei, teilte das norwegische Königshaus mit.

19.11.2020, 18:00 Uhr – Diskussion um Böllerverbot an Silvester

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen ist eine Debatte über ein mögliches Böllerverbot an Silvester entbrannt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund bezeichnete ein generelles Böllerverbot als falsch. Allerdings dürfe es kein Silvester mit großen Partys geben, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Zuvor hatte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, erklärt, zum Feuerwerk gesellten sich schnell Alkohol, Menschen und Partystimmung. Das sei jetzt nicht angesagt.

Pro und Contra Feuerwerksverbot Wie sinnvoll ist ein Verbot von Feuerwerk und Böllern an Silvester?

Silvester ohne Feuerwerk und Böller? Von Umweltverbänden und Hilfsorganisationen seit Jahren gefordert - während der Corona-Pandemie könnte es tatsächlich so kommen. Was ein Verbot in der Krise bringen würde, darüber wird noch diskutiert.  mehr...

19.11.2020, 16:42 Uhr – Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland steigt langsam

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern steigt weiter leicht an. Nach Angaben des sogenannten Divi-Register werden aktuell 3.592 Corona-Intensivpatienten behandelt. Vor zwei Tagen waren es noch 3.518. Die Zahl der freien Intensivbetten sank von 6.518 am Dienstag auf 6.285 am Donnerstag. Da schwere Krankheitsverläufe meist erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auftreten, ändert sich die Anzahl der freien Intensivbetten zeitversetzt zur Zahl der Neuinfektionen.

Unsere Grafik zeigt, wo noch Intensivbetten frei sind und wo es eng wird:

Bald am Anschlag? Schwere Corona-Fälle: SWR3-Grafik zeigt, wo es auf Intensivstationen eng wird

Wegen der Corona-Pandemie müssen immer mehr Menschen auf Intensivstationen behandelt werden. Noch gibt es dort freie Betten, doch Mediziner schlagen Alarm.  mehr...

19.11.2020, 14:04 Uhr – Corona-Ausbruch im Gefängnis von Julian Assange

Im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem auch Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt, gibt es einen Corona-Ausbruch. Dem 49-Jährigen zufolge seien viele Insassen durch ein behördliches Schreiben über die Covid-19-Fälle informiert worden. Aus Sicherheitsgründen sei nun Sport und auch das Duschen verboten worden, Mahlzeiten dürfen nur noch in Zellen eingenommen werden. Ein offizieller Vertreter des Gefängnisses bestätigte „eine Anzahl von positiven Fällen“.

Assange sitzt seit etwa eineinhalb Jahren in der Haftanstalt. Die Anwältin Stella Moris, mit der er zwei kleine Kinder hat, äußerte sich „extrem besorgt“. Ihr Partner sei ohnehin schon gesundheitlich angeschlagen.

19.11.2020, 12:07 Uhr – Dänemark: Bei Nerzen festgestelltes Virus wohl ausgerottet

Das in Dänemark bei Nerzen festgestellte neuartig mutierte Coronavirus ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums „aller Wahrscheinlichkeit nach“ ausgerottet. Das Ministerium in Kopenhagen beruft sich dabei auf entsprechende Erkenntnisse des Staatlichen Serum-Instituts. Demnach habe es seit dem 15. September keine Infektionen mit dem sogenannten Cluster-5-Virus mehr gegeben.

19.11.2020, 10:41 Uhr – Datenaustausch von Corona-Warn-Apps in sieben EU-Ländern

Nach Angaben eines Vertreters der EU-Kommission können Corona-Warn-Apps aus sieben EU-Staaten miteinander Daten austauschen. Aktuell gelte dies für die Warn-Apps aus Deutschland, Dänemark, Lettland, Italien, Spanien, Irland und Kroatien. Ziel sei, den Datenaustausch zwischen weiteren Staaten zu ermöglichen.

19.11.2020, 10:20 Uhr – Wieler: Lage ist noch „sehr ernst“

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bezeichnete die aktuelle Corona-Lage als „weiterhin ernst, sehr ernst“. Das Infektionsgeschehen scheine sich zwar zu stabilisieren, „die Zahlen steigen nicht weiter, das ist eine gute Nachricht“, sagte Wieler. „Wir wissen aber nicht, ob das eine Trendwende ist, das müssen wir noch abwarten.“ Zudem steige die Zahl der Intensivpatienten und auch die Zahl der Todesfälle sei weiterhin „sehr hoch“. Aufgrund der hohen Fallzahlen „ist es möglich, dass manche Kliniken an ihre Grenze kommen.“ Dann könne es passieren, dass Patienten nicht mehr optimal versorgt würden. Ziel sei daher weiterhin, die Zahl der Neuinfektionen einzudämmen.

Ute Rexroth vom RKI betonte, die angeordneten Einschränkungen wirkten. Deutschland sei „auf dem richtigen Weg“. Trotz einer leichten Entspannung seien die Zahlen aber nach wie vor zu hoch.

19.11.2020, 10:12 Uhr – Mehr als zwei Millionen Infektionsfälle in Russland

In Russland ist die Zahl der Infektionsfälle auf über zwei Millionen gestiegen. Die Gesundheitsbehörden melden innerhalb eines Tages 23.610 Neuinfektionen und 463 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus – beides neue Höchstwerte. Allein in Moskau wurden knapp 6.500 Corona-Neuinfektionen nachgewiesen. Die Hauptstadt ist die am stärksten betroffene Region in Russland.

Nach den USA, Indien, Brasilien und Frankreich verzeichnet Russland weltweit mit seinen rund 145 Millionen Einwohnern die fünfthöchste Infektionszahl.

19.11.2020, 09:51 Uhr – Hamsterkäufe gehen zurück

Die Verkaufszahlen für die in der Corona-Krise bislang stark nachgefragten Hygieneprodukte wie Seife, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier lag vom 2. bis 14. November jeweils deutlich unter denen der beiden Vorwochen, wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt. Desinfektionsmittel war zwar in den ersten beiden Novemberwochen mit plus 58 und plus 51 Prozent nach wie vor stärker nachgefragt als vor der Corona-Krise – an die drastisch erhöhte Nachfrage aus der Phase vor dem Lockdown im Frühjahr reichen die jüngsten Verkaufszahlen aber nicht heran.

Auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln hat sich weitgehend normalisiert. Der Absatz von Teigwaren wie etwa Nudeln sank in der Woche vom 9.-15. November um 17 Prozent zum Vorkrisenniveau. Der Kauf von Backzutaten wie Mehl (+27 Prozent), Zucker (+23 Prozent) und Hefe (+49 Prozent) blieb jeweils deutlich unter den zuvor beobachteten Veränderungsraten.

Unsere experimentellen Daten zum Kaufverhalten zeigen, dass sich der Absatz von Hygieneprodukten und Lebensmitteln nach Beginn des Teil-Lockdowns weitgehend normalisiert hat. So entwickelten sich die Verkaufszahlen von #Toilettenpapier & Co.: https://t.co/MsR2Rl11MH #COVID19 https://t.co/x9AJoDfZfO

19.11.2020, 8:24 Uhr – RKI: Mehr als 22.000 Neuinfektionen, 251 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 22.609 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das sind rund 5.000 mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt demnach auf 855.916. Den Daten zufolge starben 251 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich somit auf 13.370.

19.11.2020, 7:20 Uhr – Deutschlands Fastfood-Ketten setzen verstärkt auf Drive-Ins

Deutschlands Fastfood-Ketten setzen vor dem Hintergrund der Corona-Krise bei ihren Wachstumsplänen auf Filialen mit Autoschalter. So will Kentucky Fried Chicken (KFC) in kleineren Städten bis 2025 pro Jahr 25 neue Restaurants aufmachen, die fast alle einen Drive-in haben sollen, wie die Firma bekanntgab. Bisher hat die Deutschlandtochter des US-Konzerns hierzulande 174 Lokale, 110 von ihnen mit Autofenster. Auch bei Burger King soll es bei neuen Restaurants einen Drive-in geben. Grund: Immer mehr Kunden wollen eine Essensübergabe, ohne ins Lokal zu gehen. „Die Menschen wollen in Corona-Zeiten Bewährtes essen, zugleich aber Distanz wahren“, sagt der Deutschlandchef von Burger King, Cornelius Everke.

Die Fastfood-Branche in Deutschland hat es in der Corona-Krise nicht ganz so schwer getroffen wie Bedienrestaurants. Das lag auch unter anderem an den Drive-Ins, die gut genutzt wurden. Der Drive-in-Anteil am Gesamtumsatz schnellte bei Burger King, KFC und McDonald‘s nach oben.

19.11.2020, 6:57 Uhr – 89 Corona-Infektionen im Bundestag

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich 89 Mitarbeiter des Bundestages nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Das hat die Bundestagsverwaltung der Funke-Mediengruppe bestätigt. Darunter sind demnach 15 Abgeordnete, der Rest sind überwiegend Mitarbeiter von Fremdfirmen, wie zum Beispiel für Putzdienste, Handwerker oder andere Dienstleister. Insgesamt arbeiten rund 10.000 Menschen im Bundestag. Im Vergleich zur Gesamtzahl falle die Infektionsrate damit relativ gering aus, hieß es.

19.11.2020, 6:21 Uhr – Kretschmann: Eher kein Weihnachten „wie immer“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) glaubt nicht an ein Weihnachtsfest ohne Corona-Einschränkungen dieses Jahr. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind“, sagte der Ministerpräsident im Interview für Zur Sache Baden-Württemberg. Er könne sich jedoch gut vorstellen, dass diese unter derzeitigen Bedingungen stattfinden. Kretschmann dämpfte außerdem Erwartungen an einen Winterurlaub während der Weihnachtsferien: „Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland.“ Ob und welche Maßnahmen über die Feiertage nötig seien, hänge allerdings vom Infektionsgeschehen ab.

19.11.2020, 3:53 Uhr – Mehr als 250.000 Tote in den USA

In den USA sind inzwischen mehr als 250.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten hervor, die die Johns-Hopkins-Universität veröffentlicht hat. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Die USA befänden sich an einem gefährlichen Punkt, sagte Admiral Brett Giroir, Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses dem Sender MSNBC. In den vergangenen sieben Tagen meldeten die Vereinigten Staaten im Durchschnitt täglich 1.176 Tote – mehr als die täglichen Todesfälle aus Indien und Brasilien zusammen. Indien und Brasilien sind nach den USA am stärksten von der Pandemie betroffen.

19.11.2020, 1:17 Uhr – Politiker im Bundestag bedrängt: Ältestenrat berät heute

Der Ältestenrat des Bundestages wird über die mögliche Einschleusung von Störern mit Gästeausweisen ins Bundestagsgebäude beraten. Es geht um Vorfälle rund um die Abstimmung über das neue Infektionsschutzgesetz. Bundestags-Besucher sollen Politiker angesprochen und versucht haben, in Büros von Abgeordneten einzudringen. Auf einem auf Twitter verbreiteten Video ist beispielsweise eine Frau zu sehen, die Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf einem Flur des Bundestags anspricht und ihn dabei mit einer Handykamera filmt. Der FDP-Abgeordnete Konstantin Kuhle schrieb auf Twitter, die AfD habe Personen ins Reichstagsgebäude eingeschleust. Der Ältestenrat will heute feststellen, wessen Gäste die Besucher waren und welche Konsequenzen möglich sind.

Vor Infektionsschutzgesetz-Abstimmung Politiker im Bundestag bedrängt: Wer hat die Störer als Gäste eingeschleust?

Vor der Abstimmung über das Infektionsschutzgesetz haben Bundestagsbesucher für Irritationen gesorgt. Abgeordnete berichten, von Menschen bedrängt worden zu sein. Jetzt sollen strafrechtliche Konsequenzen geprüft werden.  mehr...

19.11.2020, 00:46 Uhr – Politiker und Polizei fordern Feuerwerksverbot

Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter fordern wegen der Corona-Pandemie ein Feuerwerksverbot an Silvester. Zum Feuerwerk kämen schnell Alkohol, Personengruppen und Partystimmung - und das sei nicht angesagt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der „Bild“-Zeitung. Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer und der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprachen sich für ein Verbot von Raketen und Böllern aus. Entscheiden müssten das aber die Kommunen, sagte Reul. In den Niederlanden wurde bereits ein Feuerwerksverbot beschlossen. Die Regierung begründete das damit, dass verhindert werden soll, dass sich Ärzte und Krankenpfleger in der Corona-Pandemie zusätzlich um Menschen kümmern müssten, die sich an Feuerwerkskörpern verletzten.

18.11.2020, 23:18 Uhr – New York schließt erneut alle Schulen

Wegen der steigenden Corona-Zahlen schließt die US-Metropole New York City vorübergehend wieder komplett die Schulen. Die mehr als eine Million Schüler sollen ab sofort ausschließlich online unterrichtet werden, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Die öffentlichen Schulen in der Stadt waren erst Ende September wieder geöffnet worden. Allerdings hatte nur rund ein Drittel der Schüler im Herbst wieder den Präsenzunterricht besucht. Viele Eltern ließen ihre Kinder aus Angst vor einer Ansteckung am Online-Unterricht teilnehmen, der weiterhin angeboten wurde. Bewohner kritisieren, dass Schulen schließen, während Fitnessstudios geöffnet bleiben und Restaurants eingeschränkt in Innenräumen bedienen dürfen.

18.11.2020, 21:27 Uhr – US-Richter kippt Abschiebungen von Minderjährigen

Ein US-Bundesrichter hat der Regierung von Präsident Donald Trump untersagt, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Migranten unter Verweis auf die Corona-Pandemie abzuschieben. Richter Emmet Sullivan urteilte, diese im Frühjahr eingeführte Praxis sei rechtswidrig. Die Trump-Regierung hatte damals begonnen, an der US-Grenze aufgegriffene Migranten umgehend abzuweisen. Begründet wurde dies mit dem Kampf gegen das Coronavirus. Die Maßnahme wurde auch auf unbegleitete Minderjährige angewandt, die einen besonderen Schutzanspruch haben. Nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation ACLU wurden bereits 13.000 Minderjährige nach Mexiko oder in ihre Heimatländer abgeschoben, ohne dass sie einen Asylantrag stellen konnten.

18.11.2020, 18:01 Uhr – Bundespräsident fertigt neues Infektionsschutzgesetz aus

Nachdem Bundestag und Bundesrat der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt haben, hat nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz ausgefertigt. Das teilte das Bundespräsidialamt am Abend mit. Damit kann das Gesetz nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

18.11.2020, 17:54 Uhr – Italien meldet 750 Tote innerhalb eines Tages

Italien meldet weiterhin hohe Infektionszahlen. Innerhalb eines Tages seien 34.283 Neuinfektionen nachgewiesen worden, teilte das italienische Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 753 und damit so stark wie seit Anfang April während der ersten Welle.

18.11.2020, 16:15 Uhr – Bundestag und Bundesrat beschließen Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Der Bundestag hat die Reform des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Eine Mehrheit von 415 Abgeordneten stimmten für die Änderung des Gesetzes, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine neue rechtliche Grundlage zu stellen. 236 stimmten dagegen, 8 enthielten sich, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mitteilte.

Auch der Bundesrat hat den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt. Damit kann das Gesetz nach Ausfertigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Kraft treten.

18.11.2020, 15:40 Uhr – BW: Corona-Leistungsprämie für Schulleiter

Nach der Belastung der vergangenen Wochen und Monate sollen die Schulleitungen in Baden-Württemberg für ihren Einsatz belohnt werden. Die sogenannte Leistungsprämie in Höhe von einmalig 600 Euro soll allen Rektorinnen und Rektoren an öffentlichen Schulen sowie kommissarischen Schulleiterinnen und Schulleitern zukommen, kündigte das Kultusministerium in Stuttgart an.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) lobte ihren Einsatz: „Sie alle tragen in diesen herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie in den Schulen besondere Verantwortung und müssen zusätzliche Aufgaben bewältigen.“

18.11.2020, 15:19 Uhr – Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech ist zu 95 Prozent wirksam

Der Impfstoffkandidat des US-Unternehmens Pfizer und seines deutschen Partners Biontech ist laut weiteren internen Studienergebnissen sogar zu 95 Prozent wirksam. Vorherige Woche hatten sie bereits erste Ergebnisse ihrer Studie veröffentlicht und noch von einer 90-prozentigen Wirksamkeit gesprochen.

The study reached 170 confirmed cases of #COVID19, with the #vaccine candidate BNT162b2 demonstrating 95% efficacy beginning 28 days after the first dose.

Für ihren gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoff wolle man nun innerhalb von Tagen eine Notfallzulassung bei der US-Behörde FDA beantragen, erklärte Pfizer.

18.11.2020, 14:30 Uhr – Spahn: Es wird keine Impfpflicht geben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Bundestagsdebatte zum Infektionsschutzgesetz wiederholt, dass es keine Corona-Impfpflicht geben werde: „Ich gebe Ihnen mein Wort: Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben.“ Spahn richtete sich direkt an AfD-Fraktionschef Alexander Gauland (AfD) und fügte hinzu: „Hören Sie endlich auf, etwas anderes zu behaupten."

18.11.2020, 13:04 Uhr – Berliner Polizei löst Demo von Gegnern der Corona-Maßnahmen auf

Die Polizei in Berlin hat die Demonstration gegen das Infektionsschutzgesetz auf der Straße des 17. Juni aufgelöst. Das teilte die Polizei per Twitter mit. Sie forderten die Teilnehmer auf, den Versammlungsort zu verlassen. Viele Demonstranten trugen keinen Mund-Nase-Schutz und haben damit gegen Corona-Auflagen verstoßen.

Die Polizei setzte bei der Auflösung auch Wasserwerfer ein, nachdem die Teilnehmer sich weigerten, die Versammlung aufzulösen. Auch Angriffe auf Polizisten habe es gegeben.

18.11.2020, 12:36 Uhr – Leichtere Einreise für Partner aus Nicht-EU-Staaten

Laut Bundesinnenministerium können unverheiratete ausländische Partner ab heute leichter ihren Freund oder ihre Freundin in Deutschland besuchen. Konkret werden die Vorgaben für den Nachweis einer dauerhaften Beziehung gelockert. Gefordert wird nun eine Einladung des Partners, der in Deutschland wohnt. Beide Partner müssen zudem eine Erklärung unterschreiben, in der unter anderem versichert wird, dass die Beziehung „nicht nur auf mündlicher oder schriftlicher oder anderer elektronischer Kommunikation“ beruhe. Das Paar muss zudem mindestens ein persönliches Treffen belegen, etwa mit Pass-Stempeln oder Reiseunterlagen.

Die Erleichterungen betreffen Paare, bei denen einer von beiden keine deutsche Staatsbürgerschaft hat und in einem Nicht-EU-Staat wohnt, der nicht auf der sogenannten Positivliste steht. Der Partner in Deutschland muss entweder deutscher Staatsangehöriger oder EU-Bürger sein oder die Staatsangehörigkeit Großbritanniens, Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens oder Islands haben. Die regulären Einreisebestimmungen wie etwa die Vorlage eines Visums gelten weiterhin. Auch reguläre Quarantäne-Pflichten greifen.

18.11.2020, 11:03 Uhr – Söder: Lockdown-Verlängerung für Dezember durchaus  möglich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schließt mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Mittwoch eine mögliche Verlängerung des Lockdown nicht aus. Eine Verlängerung sei denkbar, sagte Söder – „aber immer mit entsprechenden Hilfen."

Wie bei der Unterstützung von Unternehmen im November müsse es dann auch Dezember-Hilfen geben. Die Ministerpräsidentenkonferenz müsse ein klares Signal setzen, wie es im Dezember und über Weihnachten und Silvester hinaus bis in den Januar weitergehe.

18.11.2020, 09:51 Uhr – RKI: Sieben-Tages-Inzidenz sinkt auf 138,9

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erneut gesunken. In Deutschland haben sich demnach in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich durch alle Kreise 138,9 Personen pro 100.000 Einwohner neu angesteckt. Das ist der dritte Rückgang der Sieben-Tages-Inzidenz in Folge.

Seit dem 30. Oktober lag der Wert der Sieben-Tages-Inzidenz jeweils über 100. Bund und Länder wollen diesen Wert wieder unter 50 drücken, um eine Nachverfolgung der Infektionsketten durch die Gesundheitsämter möglich zu machen.

18.11.2020, 09:02 Uhr – Berliner Polizei erwartet „Mammutaufgabe" bei neuen Corona-Protesten

Die Polizei in Berlin stellt sich bei den für heute angekündigten Protesten von Gegnern der Corona-Politik auf einen schwierigen Einsatz ein. Der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, sagte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, die jüngsten Demos in Leipzig und Frankfurt hätten gezeigt, wie schnell solche Demonstrationen eskalieren und wie schnell es eine Hilflosigkeit der Polizei geben könne.

„Es wird eine Mammutaufgabe heute. Die Versammlung, über die wir momentan reden, das sind andere Versammlungen, als die, mit denen die Berliner Polizei sonst zu tun hat", sagte Jendro. Deswegen sei Improvisationstalent sehr wichtig. Die Berliner Polizei sei aber erfahren genug, dass sie die Lage in den Griff bekommen werde.

18.11.2020, 5:54 Uhr – Weniger Neuinfektionen in Deutschland – aber viele Todesfälle

In Deutschland sind gestern 305 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Das ist die zweithöchste Zahl seit April. Damals hatte die Zahl der Todesfälle pro Tag mit 315 ihren bisherigen Höchststand erreicht. Mehr als 3.400 Patienten werden zurzeit auf deutschen Intensivstationen behandelt, mehr als die Hälfte von ihnen muss künstlich beatmet werden. Die Zahl der Neuinfektionen lag innerhalb der letzten 24 Stunden bei knapp 17.561 - vor einer Woche waren es fast 1.000 mehr.

18.11.2020, 4:28 Uhr – Südaustralien wegen 22 Neuinfektionen im Lockdown

Nach einem Ausbruch des Virus im australischen Bundesstaat Südaustralien mit 22 Infektionen wird ein sechstägiger harter Lockdown verhängt. „Wir brauchen diese Unterbrechung, damit wir dem Virus immer einen Schritt voraus sind“, erklärt Ministerpräsident Steven Marshall. Schulen, Universitäten und Restaurants bleiben ab Mitternacht geschlossen, Hochzeiten und Beerdigungen werden ausgesetzt. Pro Haushalt darf nur eine Person pro Tag für essenzielle Einkäufe das Haus verlassen, der Reiseverkehr ist eingestellt.

18.11.2020, 3:16 Uhr – Kinderschutzverbände kritisieren Appell, Kontakte einzuschränken

Kinderschutzverbände kritisieren den Appell von Bund und Ländern, dass auch Kinder und Jugendliche ihre Kontakte einschränken sollen. Soziale Interaktion sei sehr wichtig für die Entwicklung, sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, Holger Hofmann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei völlig unverhältnismäßig und kinderfeindlich, das auf einen Kontakt pro Kind zu beschränken, sagte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers. Es sei furchtbar, wenn sich Kinder zwischen ihren Freunden entscheiden müssten, besonders für die Kinder, die dabei abgewiesen würden.

18.11.2020, 1:36 Uhr – Mehr als zwei Millionen Corona-Fälle in Frankreich

Frankreich hat am Dienstag die Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen überschritten. Laut den Gesundheitsbehörden seien allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden mehr als 45.000 neue Fälle dazugekommen. Am Montag habe es außerdem mit 33.500 Menschen eine Rekordzahl von Corona-Patienten in Krankenhäusern gegeben. Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr waren es etwas mehr als 32.000 Menschen. Bisher sind in Frankreich mehr als 46.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

18.11.2020, 0:57 Uhr – Kabarettist Florian Schroeder bekommt Deutschen Kleinkunstpreis

Der Kabarettist Florian Schroeder bekommt den Deutschen Kleinkunstpreis 2021 - unter anderem für seinen Auftritt bei einer „Querdenken“-Demo. Schroeder stehe immer mit Leidenschaft auf der Bühne, ob als tagesaktueller Kabarettist oder als schlagfertiger Gastgeber seiner Sendungen, hieß es zur Begründung von der Jury. Schroeder hatte mit einem Auftritt bei einer Kundgebung gegen die Corona-Politik der Bundesregierung für Aufregung gesorgt, weil er sich auf der Bühne mit seinen Argumenten gegen die Teilnehmer gestellt hatte.

18.11.2020, 0:45 Uhr – Niederlande lockern Corona-Maßnahmen

In den Niederlanden werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie langsam wieder gelockert. Von Donnerstag an dürfen Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder öffnen. Das hat Ministerpräsident Mark Rutte mitgeteilt. Kneipen, Kaffees und Restaurants bleiben vorerst noch geschlossen. Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt und die Auflagen vor zwei Wochen noch einmal verschärft. Am Dienstag waren die Infektionszahlen den vierten Tag in Folge gesunken.

18.11.2020, 0:30 Uhr – Alle Intensivbetten in der Schweiz ausgelastet

In der Schweiz sind alle Intensivbetten belegt. Das teilte die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin mit. Nicht dringende Eingriffe und Behandlungen müssten landesweit verschoben werden. Es sei von allergrößter Wichtigkeit, die Corona-Pandemie jetzt einzudämmen - alle Schutzmaßnahmen müssten eingehalten und unnötige Risiken vermieden werden.

17.11.2020, 17:43 Uhr – EU-Kommission billigt Impfstoff-Vertrag mit Curevac

Die EU-Kommission hat einen Liefervertrag für einen künftigen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus mit dem deutschen Unternehmen Curevac abschließend gebilligt. Es gehe um zunächst 225 Millionen Impfdosen im Namen aller EU-Mitgliedstaaten sowie eine Option für die Bestellung weiterer 180 Millionen Dosen, erklärte die Brüsseler Behörde. Die Lieferung soll demnach erfolgen, sobald ein „nachweislich sicherer und wirksamer Impfstoff“ verfügbar ist.

Obwohl bislang noch kein Corona-Impfstoff zugelassen ist, schließt die Kommission im Auftrag der Mitgliedstaaten Verträge mit den Herstellern ab. Der Vertrag mit Curevac wäre der fünfte dieser Art. Weitere bereits unterzeichnete Abkommen gibt es mit den Anbietern Pfizer-Biontech, Johnson&Johnson, Sanofi-GSK und AstraZeneca.

17.11.2020, 16:58 Uhr – Positivrate bei Corona-Tests bei 9,2 Prozent

Der Anteil der Corona-Tests mit positivem Ergebnis ist in Deutschland auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. In der Woche vom 9. bis 15. November fielen rund 9,2 Prozent positiv aus, wie der Verband Akkreditierte Medizin-Labore mitteilte. Anfang Oktober lag die sogenannte Positivrate bei 2,5 Prozent. Die Zahl der gemeldeten Tests ging in der vergangenen Woche etwas zurück. Bundesweit seien in der zweiten Novemberwoche 1,26 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden. In den beiden Kalenderwochen davor waren es jeweils und 1,44 Millionen Tests. Der Verband erklärte den Rückgang mit den geänderten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, wonach vor allem Menschen mit Symptomen getestet werden sollen. In einer Mitteilung des Verbandes hieß es, man arbeite nach wie vor am Limit, aber derzeit nicht mehr darüber hinaus. Der Verband hatte zuvor anlasslose Tests kritisiert und Anfang November wegen Überlastung Alarm geschlagen.

17.11.2020, 16:47 Uhr – Kritik nach Bund-Länder-Treffen zu Corona

Der Verzicht auf härtere Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern hat deutliche Kritik ausgelöst. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte im SWR, für das Gesundheitswesen sei es 5 vor 12, Kontakte müssten eingeschränkt werden. Die Menschen seien aber nur zu überzeugen, wenn die Politik sich einig sei. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bedauerte, dass mögliche Beschlüsse über striktere Hygieneregeln für Schulen auf kommende Woche vertagt wurden. Das sei unerklärlich und könne sich noch bitter rächen.

Die Ministerpräsidenten hatten gestern Pläne von Bundeskanzlerin Merkel ausgebremst, schon zur Halbzeit der vorerst bis Ende November geltenden Corona-Regeln weitergehende verbindliche Maßnahmen zu beschließen. Wir brauchen eine Langfrist-Strategie bei den Coronamaßnahmen, ist SWR-Berlin-Korrespondentin Evi Seibert überzeugt. Die "Zwischenbilanz" am Montag sei etwas durcheinander geraten. Ein Kommentar:

17.11.2020, 16:22 Uhr – Kritik an doppelten Bahn-Tickets für Behörden-Mitarbeiter

Die Pläne des Bundes, Behörden-Mitarbeitern zum Schutz vor einer Corona-Infektion bei Dienstreisen mit der Bahn zwei Plätze zu bezahlen, stoßen auf Kritik. Der Vorsitzende des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“, Detlef Neuß, sagte im SWR, von den Plänen gehe ein falsches Signal aus. Dadurch entstehe der Eindruck, in Zügen gebe es ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Außerdem sei der Plan wohl kaum umzusetzen. In einem vollbesetzten Zug sei es stehenden Mitreisenden nur schwer zu vermitteln, dass ein Sitzplatz frei bleiben müsse. Bedenken hat auch die Bahn. Schließlich verfalle der Anspruch auf einen Sitzplatz 15 Minuten nach der Abfahrt, wenn der Platz nicht eingenommen werde.

17.11.2020, 16:05 Uhr – Corona-Impfstoff: Moderna vereinbart Lieferabkommen mit britischer Regierung

Der US-Biotechkonzern Moderna hat einen Liefervertrag mit der britischen Regierung über seinen Corona-Impfstoff vereinbart. Der Impfstoff könnte bereits ab März im Vereinigten Königreich zur Verfügung stehen, teilte das Unternehmen mit. Zum Liefervolumen wurden keine Angaben gemacht.

We just announced a supply agreement with the United Kingdom government to supply mRNA-1273, our mRNA vaccine against COVID-19 if approved for use. Read more: https://t.co/x4B5qjs2qM https://t.co/PArETgd1sV

Der Konzern hatte am Montag mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen Schutz von 94,5 Prozent vor Covid-19 zeigte. In den USA könnte der Impfstoff noch im Dezember über eine Notfallzulassung auf den Markt kommen, die Europäische Arzneimittelagentur leitete einen beschleunigten Zulassungsprozess ein. Die Europäische Union hat mit Moderna bereits Sondierungsgespräche über den Kauf von bis zu 160 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

17.11.2020, 15:46 Uhr – Lehrerverbands-Präsident plädiert für freiwilliges Zusatzjahr

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, spricht sich wegen der schulischen Einschränkungen durch die Corona-Krise für die Möglichkeit eines Zusatzjahres aus. Dadurch könnten viele Eltern und Schüler entlastet werden. Auch das Problem des Notendrucks könne dadurch entschärft werden, zitiert das Nachrichtenportal watson Meidinger. Es zeichne sich bereits ab, „dass auch dieses Schuljahr kein normales Schuljahr werden wird" und es nicht gelingen werde, die Lehrpläne zu erfüllen. Dadurch könnten die Lücken des letzten Schuljahres noch größer werden. Ein freiwilliges Zusatzjahr könne für viele Eltern und Schüler den „enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen".

17.11.2020, 15:00 Uhr – Covid-19 dritthäufigste Todesursache in Schweden

In Schweden teilte die Oberste Sozialbehörde mit, dass Covid-19 die dritthäufigste Todesursache in den ersten sechs Monaten dieses Jahres war. Demnach sind rund zehn Prozent der Sterbefälle in Schweden auf die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit zurückzuführen. Im April sei Covid-19 sogar die häufigste Todesursache gewesen. Im ersten Halbjahr 2020 waren rund 51.500 Menschen in Schweden gestorben – 14.000 davon an Herz- und Kreislauferkrankungen, 11.600 an Tumoren und 5.500 an Covid-19. Die Krankheit habe außerdem dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Frauen um 10 Prozent und bei Männern um 14 Prozent gestiegen sei, hieß es weiter.

Schweden war eines von wenigen Ländern, die zu Beginn der Pandemie das öffentliche Leben weitgehend uneingeschränkt ließen. Es gab vergleichsweise viele Infektionen. Bis zum Dienstag waren mehr als 6.000 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Nachdem die Zahlen im Sommer deutlich zurückgegangen waren, sind sie nun im Herbst wieder angestiegen.

17.11.2020, 14:42 Uhr – Neues Gesetz von Spahn: Krankschreibung per Videosprechstunde

Seit Juli kann man sich per Videosprechstunde für maximal sieben Tage krankschreiben lassen. Diese Regelung soll jetzt noch erweitert werden. Auch nach der Corona-Pandemie sollen sich Patienten auf diesem Wege vom Arzt krankschreiben lassen können. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebracht hat. Speziell bei „einfach gelagerten Erkrankungsfällen“ sollen dadurch Infektionen im Wartezimmer vermieden werden, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Mit der Erweiterung solle es auch zulässig werden, eine Arbeitsunfähigkeit ausschließlich per Videosprechstunde feststellen zu lassen. Eine Verlängerung des Attests sei ebenfalls auf diesem Wege möglich.

Das Gesetz soll Mitte des kommenden Jahres in Kraft treten. Allerdings müssen dafür noch das Kabinett und anschließend der Bundestag  zustimmen.

17.11.2020, 14:26 Uhr – Kundgebungen direkt vor dem Bundestag werden wohl verboten

Für Mittwoch sind mehrere Kundgebungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen vor dem Bundestag geplant. Doch die dürfen nun wohl doch nicht stattfinden. Das geht aus einem Schreiben des Sicherheitsbeauftragten des Bundestages an die Abgeordneten hervor. Darin heißt es, die angemeldeten Versammlungen gäben auf Grundlage einer Gefährdungseinschätzung des Berliner Landeskriminalamtes Anlass zur Sorge. Demnach könnte der Parlamentsbetrieb beeinträchtigt werden, „weil sowohl mit Angriffen auf die Gebäude des Deutschen Bundestages und auch auf Personen“ zu rechnen sei. Hinzu kämen gesundheitliche Gefährdungen für Abgeordnete und andere Menschen, die Zutritt zum Bundestag hätten, da mit Verstößen der Versammlungsteilnehmer gegen Corona-Regeln zu rechnen sei.

Das zuständige Bundesinnenministerium werde die Anträge, dort Versammlungen abzuhalten, daher „voraussichtlich ablehnend bescheiden“. Gegen diese Entscheidung stehe den Anmeldern der Rechtsweg offen.

17.11.2020, 13:16 Uhr – BW: Corona-Infizierte sollen sich künftig selbst in Quarantäne schicken

In Baden-Württemberg sollen sich Menschen, die ein positives Corona-Ergebnis erhalten, bald selbst automatisch in Quarantäne begeben – ohne eine zusätzliche Anordnung durch ein Gesundheitsamt. Die Gesundheitsämter würden dadurch entlastet werden.

Landesregierung prüft neues Vorgehen Corona-Infizierte sollen sich künftig selbst in Quarantäne schicken

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, soll sich in Baden-Württemberg künftig selbst in Quarantäne schicken. So sollen die Gesundheitsämter entlastet werden.  mehr...

17.11.2020, 13:10 Uhr – Südkorea: Drohnen-Show erinnert an Corona-Regeln

Am Freitag zeichneten mehr als 300 beleuchtete Drohnen Botschaften in den Himmel über Südkoreas Hauptstadt Seoul. Das Spektakel fand im Auftrag der Regierung statt und sollte das Volk an die Corona-Regeln erinnern: Maske tragen und Abstand halten. Ein Dankeschön an die Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpfleger für ihren Kampf gegen die Pandemie gab es auch. Eine ähnliche Aktion hatte das Bau- und Verkehrsministerium bereits im Juli inszeniert.

Südkorea gilt mit seinen gut 51 Millionen Einwohnern als eines der erfolgreichsten Länder im Kampf gegen das Coronavirus. Insgesamt wurden dort nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität rund 28.000 Infektionen registriert. Knapp 500 Erkrankte starben. Am Tag der Drohnen-Show wurden 191 Neuinfektionen festgestellt, der stärkste Anstieg seit 70 Tagen.

17.11.2020, 12:32 Uhr – Trier: Gericht hält Maskenpflicht in Innenstadt für unzulässig

In Trier hat das Verwaltungsgericht einem Eilverfahren einer Bürgerin rechtgegeben, die gegen die generelle Maskenpflicht in der Trierer Innenstadt vorgegangen war. Die Begründung: Die Stadt habe nicht ausreichend dargelegt, warum zur Begrenzung der Coronavirus-Pandemie zu jeder Tageszeit im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich sei. Die Anordnung sei nur allgemein mit dem hohen Besucheraufkommen begründet worden. Es gebe aber keine Belege dafür, dass in der Fußgängerzone und den angrenzenden Straßen Sicherheitsabstände tatsächlich nicht eingehalten würden. Die Stadtverwaltung Trier kündigte in einer Pressemitteilung an, rechtlich gegen die Entscheidung vorzugehen und berief sich auf Einschätzungen von Experten im Robert-Koch-Institut und den Gesundheitsämtern.

In Rheinland-Pfalz gibt es noch keine einheitliche Rechtsprechung zur Maskenpflicht. Verschiedene Kommunen haben bereits gegen eine solche Anordnung geklagt – mit unterschiedlichen Ergebnissen. So wurde die Maskenpflicht im Zentrum von Ludwigshafen bestätigt, die Koblenzer Regelung jedoch für unrechtmäßig erklärt.

17.11.2020, 12:13 Uhr – Dobrindt: Nächste Woche müssen neue Corona-Auflagen kommen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (CSU) fordert von Bund und Ländern weitere einschränkende Corona-Maßnahmen für kommende Woche. Die Zahl der Neuinfektionen soll nämlich bis Weihnachten wieder auf 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gedrückt werden. Doch es sei jetzt schon absehbar, dass dieses Ziel mit den bisherigen Auflagen nicht erreicht werden könne, mahnt Dobrindt. Er plädiert stattdessen für bundesweite Auflagen in den Schulen. Diese dürften aber nicht geschlossen werden.

17.11.2020, 11:49 Uhr – Forscher: Neue Regeln für Wildtierhandel können Pandemien verhindern

Eine wirksame Gesetzgebung für den Wildtierhandel könnte nach Ansicht eines internationalen Forscherteams mit Beteiligung der Universität Göttingen zukünftige Pandemien verhindern. Viele Krankheiten, darunter auch Covid-19, seien vom Tier zum Menschen übergesprungen, erklärten die Wissenschaftler. Weitere Epidemien, die von tierischen Wirten ausgehen, seien unvermeidlich, wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen würden. Die Forscher fordern die Regierungen auf, wirksame Rechtsvorschriften zu erlassen, die den Handel mit Wildtieren regulieren, Lebensräume schützen sowie die Interaktion zwischen Mensch, Wildtieren und Nutztieren einschränken. Nur solche Maßnahmen gewährten Schutz vor künftigen Pandemien, die noch schwerwiegender als Covid-19 sein könnten. In den vergangenen 30 Jahren ist die Mehrzahl der Krankheitserreger, die der menschlichen Gesundheit und der Wirtschaft erheblichen Schaden zugefügt haben, den Wissenschaftlern zufolge von Wildtieren oder Nutztieren ausgegangen. Zu diesen Krankheiten gehörten zum Beispiel Ebola, Aids, Sars und wohl auch Covid-19.

17.11.2020, 11:07 Uhr – DFB rechtfertigt Länderspiele in Pandemie-Zeiten

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Austragung von Länderspielen mitten in der Coronavirus-Pandemie gerechtfertigt. Für den Verband seien die abgeschlossenen Verträge bindend, „sofern die behördlichen Verfügungslagen dies erlauben“, teilte der DFB wenige Stunden vor dem abschließenden Nations-League-Gruppenspiel in Spanien mit. Alle Spieler und Offizielle würden sich während der gesamten Abstellungsperiode konsequent und diszipliniert an die Maßnahmen des Hygienekonzepts halten. Dies werde auch dadurch dokumentiert, dass bisher keine Corona-Fälle im Kreis der Nationalmannschaft aufgetreten seien.

17.11.2020, 10:45 Uhr – Scholz: Steuersenkungen für Reiche ist nicht Gebot der Stunde

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hält nichts von Steuersenkungen für Spitzenverdiener. Das sei angesichts von Milliarden-Hilfen für die Wirtschaft in der Corona-Krise nicht das Gebot der Stunde. „Das ist auch ein bisschen unverfroren, wenn man solche Forderungen hört.“

17.11.2020, 8:55 Uhr – Arbeitsmarkt erholt sich in Corona-Krise leicht

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im dritten Quartal dieses Jahres leicht vom Corona-Schock erholt: Nach einem deutlichen Rückgang im Frühjahr stieg die Zahl der Erwerbstätigen wieder um 0,1 Prozent auf 44,7 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Bereinigt um Saisoneffekte machte das noch einen Rückgang um 0,1 Prozent zum Vorquartal aus. Zum Vorjahresquartal sank die Zahl der Erwerbstätigen in den Monaten Juli bis September allerdings um 1,4 Prozent oder 654.000 Menschen. Betroffen waren hier vor allem die Bereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie Leiharbeit. Auch in der Industrie gab es weniger Jobs, während Öffentlicher Dienst, Gesundheit sowie Information und Kommunikation zulegten. Überdurchschnittlich stark ging erneut die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen zurück. Kurzarbeiter werden in der Statistik weiter als erwerbstätig geführt.

17.11.2020, 6:45 Uhr – Neuinfektionen in Indien fallen auf knapp 30.000

In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 29.163 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte Juli. Insgesamt haben sich 8,87 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Den Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Infektionsfällen hat das Land im September erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt um 499 auf 130.519. Indien hat nach den USA die meisten Infektionsfälle weltweit.

17.11.2020, 5:55 Uhr – Zahl der Neuinfektionen fällt erneut unter Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1.000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15.332 gelegen - und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 267 auf insgesamt 12.814. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Ständig aktualisierte Infektionszahlen aus Euren Landkreisen findet Ihr hier:

SWR-Datenanalyse zum Coronavirus Aktuelle Zahlen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Das Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus. Hier finden Sie alle Zahlen und Daten zur aktuellen Lage.  mehr...

17.11.2020, 4:57 Uhr – Bund will Mitarbeitern den Nachbarplatz zahlen

Der Bund will Mitarbeitern von Behörden bei Dienstreisen mit der Bahn einen leeren Nachbarplatz bezahlen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich auf ein Schreiben des Bundesinnenministeriums an Oberste Behörden. So solle zum Schutz vor Corona mehr Abstand zu Mitreisenden erreicht werden. Kritik kommt von den Grünen. Ihr Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar bemängelte, dass der Bund nicht allen Reisenden einen Mindestabstand garantiere. Das Staatsunternehmen Bahn habe monatelang Zeit gehabt, das zu organisieren. Ähnlich äußerte sich die FDP.

17.11.2020, 4:12 Uhr – Fast alle Läden zu: Lockdown in Österreich beginnt

Wegen der Corona-Pandemie ist in Österreich um Mitternacht ein kompletter Lockdown in Kraft getreten. Wie im Frühjahr darf die Wohnung nur aus bestimmten Gründen verlassen werden – etwa zum Einkaufen. Nur Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben geöffnet. Die Schulen stellen auf Online-Unterricht um. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 7. Dezember. Grund für die neuen Maßnahmen sind die insgesamt steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhängten Teil-Lockdowns samt nächtlicher Ausgangssperre.

17.11.2020, 2:49 Uhr – Lehrerverband kritisiert Beschluss-Verschiebung

Der Deutsche Lehrerverband hat die Bundesregierung kritisiert, weil sie erst nächste Woche über strengere Corona-Regeln in Schulen sprechen will. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Rheinischen Post, er habe die Befürchtung, dass die Anpassungen jetzt zu spät kommen werden. Außerdem warnte er vor Schulschließungen „als letzte Konsequenz“. Die Bundesregierung hatte vor dem Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder konkrete neue Maßnahmen für die Schulen aus der Beschlussvorlage genommen. Grund für die Verschiebung sei die Kritik mehrerer Bundesländer, hieß es. Bis nächste Woche sollen die Länder jetzt Vorschläge erarbeiten, wie Ansteckungsrisiken in den Schulen reduziert werden sollen.

17.11.2020, 1:33 Uhr – Airbus-Zulieferer baut 1400 Stellen ab

Der Airbus-Zulieferer Diehl Aviation will bis 2022 in Deutschland 1.400 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Laupheim bei Ulm mit. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle so weit wie möglich verzichtet werden – etwa durch Altersteilzeit und ein Freiwilligenprogramm. Betroffen seien davon alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften. Durch die Corona-Pandemie ist seit dem Frühjahr die Nachfrage in der Luftfahrtindustrie eingebrochen.

17.11.2020, 0:29 Uhr – Chorverbände planen virtuelles Weihnachtssingen

Chorverbände in Deutschland planen einen großen virtuellen Weihnachtschor. Sie rufen Menschen dazu auf, vor ihrem Bildschirm „O Du Fröhliche“ oder „Stille Nacht“ zu singen. Anleitungen dazu gibt es von der Deutschen Chorjugend unter anderem auf ihren Facebook-, Instagram- oder Twitterkonten. Die Veranstalter schneiden die Aufnahmen dann zu einer Collage zusammen, die im Internet und im Fernsehen gezeigt werden soll.

16.11.2020, 19:10 Uhr – Schweden führt strengere Regeln als im Frühjahr ein

Schweden führt wegen einer Rekordzahl von Neuinfektionen schärfere Beschränkungen als im Frühjahr ein. Die Bürger befolgten die Empfehlungen nicht so gut wie während der ersten Welle, sagt Ministerpräsident Stefan Löfven. Entsprechend würden Treffen in der Öffentlichkeit nun auf acht Leute begrenzt statt 50 wie damals. „Das ist für die gesamte Gesellschaft jetzt die neue Norm“, sagt Löfven. „Gehen Sie nicht ins Fitnessstudio, gehen Sie nicht in die Bibliotheken, laden Sie Leute nicht zum Essen ein. Sagen Sie es ab.“

16.11.2020, 18:21 Uhr – England richtet Klinik-Verbund für Corona-Spätfolgen ein

Für die Behandlung der Spätfolgen von Corona-Infektionen baut England ein Netzwerk aus 40 Kliniken auf. Es solle Ende des Monats die Arbeit aufnehmen, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock. Er verwies auf die als „Long Covid“ bezeichneten langfristigen Symptome wie Atembeschwerden, Erschöpfung, Muskelschmerzen und neurologische Probleme hin, die „selbst die Fitten und Gesunden“ träfen. Es seien „Tausende, viele Tausende“ dieser Fälle bekannt.

16.11.2020, 17:39 Uhr – WHO: Trotz Impfstoff Kampf gegen Corona nicht aus den Augen lassen

Trotz der guten Nachrichten bei der Impfstoffentwicklung darf im Kampf gegen Covid nicht nachgelassen werden, erklärt die Weltgesundheitsorganisation WHO. „Gegenwärtig sind wir extrem besorgt wegen des Anstiegs von Covid-19-Fällen in einigen Staaten“, erklärt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Insbesondere in Europa und den USA kämen medizinisches Personal und die Gesundheitssysteme an ihre Grenzen.

16.11.2020, 16:28 Uhr – Von der Leyen: Impfstoff-Vertrag mit Curevac abgeschlossen

Die EU-Kommission hat mit der Tübinger Firma Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vereinbart. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) mit. Es handelt sich um den fünften Rahmenvertrag mit Pharmafirmen, die einen aussichtsreichen Impfstoff gegen das Coronavirus in der Entwicklung haben. Von der Leyen betonte, noch sei nicht klar, welcher der Impfstoffe sich als sicher und wirksam herausstellen werde. Deshalb setze die EU-Kommission auf ein breites Portfolio. Nach der Zulassung würden die angekauften Mengen nach Bevölkerungsstärke an die EU-Staaten verteilt. Die zuständige Arzneimittelbehörde EMA werde die Mittel vor der Zulassung einer robusten Überprüfung unterziehen und keine Abstriche bei der Sicherheit machen, betonte von der Leyen.

Mit dem US-Konzern Moderna, der heute vielversprechende Testdaten zu seinem Impfstoff veröffentlicht hat, ist die EU-Kommission nach von der Leyens Angaben noch in Verhandlungen und hofft, diese bald abzuschließen. Curevac ist in der Testphase seines Impfstoffs noch nicht ganz so weit wie Moderna und der Konkurrent Biontech/Pfizer, der vergangene Woche ebenfalls vielversprechende Testdaten veröffentlicht hatte.

16.11.2020, 16:17 Uhr – Trump zu Corona-Impfstoffen: Große Entdeckungen unter meiner Aufsicht

US-Präsident Donald Trump hat die vielversprechenden Daten des Corona-Impfstoffs der US-Firma Moderna für Eigenwerbung genutzt. Historiker sollten sich daran erinnern, dass diese großartigen Entdeckungen bei Impfstoffen „alle unter meiner Aufsicht gemacht wurden“, schrieb Trump auf Twitter.

Another Vaccine just announced. This time by Moderna, 95% effective. For those great “historians”, please remember that these great discoveries, which will end the China Plague, all took place on my watch!

Die US-Regierung hat eine Reihe von Pharmaunternehmen, unter anderem Moderna, mit Milliardenzahlungen und einem Sonderprogramm bei der Entwicklung von Impfstoffen unterstützt.

16.11.2020, 14:04 Uhr – Rems-Murr-Kreis: Richter kippen besonders strenge Maskenpflicht

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die strenge Maskenpflicht im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg gekippt. Mit dem Beschluss gaben die Richter dem Antrag eines Bürgers statt, der sich gegen die weitgehend ausnahmslose Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in sogenannten Verdichtungszonen gewandt hatte. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim einlegen.

Nach der landesweiten Corona-Verordnung muss in Fußgängerbereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen nicht eingehalten werden kann. In der Allgemeinverfügung des Rems-Murr-Kreises vom 20. Oktober gibt es eine solche Ausnahme für Verdichtungszonen nicht – ebenso wenig wie eine zeitliche Einschränkung für die Vorschrift. Nach Angaben des Gerichts liegen keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür vor, dass die Allgemeinverfügung zusätzlich zur Verordnung des Landes erforderlich ist. Die Begründung, es handle sich um Orte, die sowohl tags- als auch nachtsüber besonders stark frequentierte seien und an denen ein hohes Ansteckungsrisiko bestehe, hielten die Richter für nicht überzeugend. 

16.11.2020, 13:17 Uhr – US-Konzern Moderna: Corona-Impfstoff zu 94,5 Prozent wirksam

Nach Biontech und Pfizer hat nun auch der US-Pharmakonzern Moderna positive Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung. Moderna ist ein weiterer für Europa relevanter Hersteller eines Corona-Impfstoffes. Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen.

Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt.

16.11.2020, 12:55 Uhr – Berlin: Polizei will Corona-Auflagen bei Demos am Mittwoch durchsetzen

Bei den am Mittwoch geplanten Demonstrationen in Berlin will die Berliner Polizei die Einhaltung der Corona-Regeln mit allen zulässigen Mitteln durchsetzen. Polizeipräsidentin Barbara Slowik kündigte an, keine Versammlungen ohne Mund-Nasen-Schutz zuzulassen. Sollte es doch zu Versammlungen ohne Mund-Nasen-Schutz kommen, würden diese so schnell wie möglich aufgelöst werden. „Wir werden und müssen über andere Maßnahmen als üblich nachdenken.“  

Am Mittwoch wollen Bundestag und Bundesrat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es um Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Schließungen von Geschäften und Veranstaltungsverbote. Angemeldet seien bislang sechs Demonstrationen am Vormittag mit insgesamt 5.000 Teilnehmern – darunter befinden sich sowohl Gegner der Corona-Einschränkungen als auch Gegendemonstranten, sagte Slowik. Orte der Demonstrationen seien der Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude sowie die Umgebung. Die Berliner Polizei bereite sich zusammen mit der Bundespolizei und der Polizei beim Bundestag darauf vor.

16.11.2020, 11:46 Uhr – NRW-Minister Stamp lehnt Halbierung der Schulklassen ab

Die Vorschläge des Bundes zur Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen an Schulen lehnt Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) ab. Nach einer ersten Beschlussvorlage der Bundesregierung für die Bund-Länder-Runde am Montagnachmittag hätten die Schulen zwar offengehalten, die Klassen aber in große Räume verlegt oder halbiert werden sollen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Stamp hält solche Vorgaben für nicht umsetzbar, weil der Personalbedarf dadurch steigen würde. Im übrigen seien die Länder zuständig. Derweil wurde bekannt, dass Bund und Länder bei ihrer Videokonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Montag voraussichtlich keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen werden. Nach einer geänderten Vorlage des Bundes sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen neuen Vorschlag vorlegen.

Schulen, Feiern, Quarantäneregeln Keine schärferen Corona-Regeln: „Showdown von Eitelkeiten“

Nach zwei Wochen Corona-Teil-Lockdown hat Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten Zwischenbilanz gezogen – und sich mit ihren Ideen nicht durchgesetzt. Jetzt gibt es Kritik von Ärzten und Lehrern.  mehr...

16.11.2020, 11:06 Uhr – USA: Mehr als eine Million Neuinfektionen in einer Woche

In den USA haben sich in weniger als einer Woche eine Million Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Laut der Johns-Hopkins-Universität haben die Vereinigten Staaten damit die Schwelle von elf Millionen Fällen seit Beginn der Pandemie überschritten. Mehr als 246.000 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Seit Anfang November steigen die Zahlen der Neuinfektionen massiv. Deswegen haben einige Städte und Bundesstaaten ihre Maßnahmen weiter verschärft.

16.11.2020, 09:34 Uhr – Merkel: Infektionszahlen stabilisieren sich zu langsam

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Forderung des Bundes nach neuen drastischen Kontaktbeschränkungen mit einer weiterhin zu hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen begründet. Zwar habe sich die Zahl der Neuinfektionen durch die seit Anfang November geltenden Einschränkungen stabilisiert, dies sei aber nicht ausreichend. Das machte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Sitzung des CDU-Präsidiums deutlich. „Die Zahlen stabilisieren sich etwas. Aber zu langsam“, wurde die Kanzlerin zitiert.

Laut Merkel sei es nun notwendig, die Kontakte im privaten Bereich weiter zu reduzieren. Dabei sei die Bundesregierung auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen. Merkel will am Nachmittag, 14.00 Uhr, mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Einschränkungen beraten. Über notwendige Maßnahmen im Dezember bis Weihnachten und im nächsten Jahr solle dann am kommenden Montag entschieden werden.

16.11.2020, 09:04 Uhr – Söder fordert: Bei längerer Schließung muss es Entschädigungen geben

Markus Söder (CSU) fordert weitere finanzielle Hilfen des Staates, falls die Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen über den November hinaus verlängert werden. „Wenn verlängert wird, muss das auch finanziert werden." Der bayerische Ministerpräsident betonte im ZDF mit Blick auf die heutigen Bund-Länder-Gespräche, dass man mit Entscheidungen hierüber noch eine Woche warten sollte. Er warnt davor, Anti-Corona-Maßnahmen vorzeitig abzubrechen.

16.11.2020, 4:50 Uhr – Neuinfektionen gehen gegenüber vergangenem Montag deutlich zurück

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6.100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen allerdings bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 62 auf insgesamt 12.547.

SWR-Datenanalyse zum Coronavirus Aktuelle Zahlen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Das Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus. Hier finden Sie alle Zahlen und Daten zur aktuellen Lage.  mehr...

16.11.2020, 3:20 Uhr – USA verzeichnet schnellsten Anstieg seit Beginn der Pandemie

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters überschreitet die Zahl der Infektionen in den USA erstmals die Marke von elf Millionen. Innerhalb von acht Tagen stieg die Zahl der Fälle um eine Millionen und damit am schnellsten seit Beginn der Pandemie. Zuvor waren zehn Tage nötig, um den Anstieg von neun auf zehn Millionen Infizierte zu verzeichnen. Zwischen der Marke von acht Millionen und neun Millionen vergingen 16 Tage.

16.11.2020, 3:20 Uhr – Studie: Gut die Hälfte der Covid-19-Erkrankten ist wochenlang müde

Anhaltende Müdigkeit ist für viele Menschen nach überstandener Covid-19-Erkrankung ein Problem. In einer Studie mit knapp 130 Teilnehmern klagte mehr als die Hälfte der ehemaligen Patienten noch Wochen später über Müdigkeitssymptome. Das berichten irische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Plos One. Ob jemand schwer erkrankt mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden musste oder nicht, spielt den Forschern zufolge keine wesentliche Rolle für die nachfolgende Müdigkeit.

Knapp 56 Prozent der Studienteilnehmer waren mit Covid-19 stationär behandelt worden. Gut 52 Prozent der 128 Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Untersuchung alle die akute Krankheitsphase überstanden hatten, zeigte mindestens sechs Wochen nach der Infektion noch Müdigkeitssymptome, bei vielen war dies sogar noch nach zehn Wochen oder mehr der Fall. Gut 42 Prozent gaben nach dieser Zeit an, sich wieder vollständig gesund zu fühlen.

16.11.2020, 1:35 Uhr – Junge Union: Ältere sollten Corona-Verzicht der Jugend würdigen

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, wünscht sich mehr Anerkennung für den Verzicht der Jugend in der Corona-Pandemie. „Wenn wir zum Beispiel demnächst wieder über Generationengerechtigkeit im Rentensystem oder in der Pflege diskutieren, sollten sich alle daran erinnern, was die Jungen jetzt gerade leisten und hinnehmen“, sagte er den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.

Die junge Generation verhalte sich derzeit in der großen Mehrheit sehr vernünftig und schränke sich ein, um besonders die Älteren zu schützen, betonte Kuban: „Ich hoffe, dass dieser Beitrag von der älteren Generation gewürdigt wird.“ Die Jüngeren würden durch ihren Verzicht etwa auf Parties oder Bar-Besuche viel zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

16.11.2020, 0:40 Uhr – Tschentscher für Verbot von Großdemos in Innenstädten

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) fordert, dass während er Corona-Krise Großdemonstrationen in Innenstädten verboten werden. Er sagte der Rheinischen Post, Kundgebungen mit Tausenden Teilnehmern auf engen Straßen sollten jetzt nicht genehmigt werden. Bei Versammlungen sei ausreichend Abstand unerlässlich. Kürzlich war eine „Querdenken“-Kundgebung in Leipzig mit mehr als 20.000 Gegnern der Corona-Beschränkungen außer Kontrolle geraten.

16.11.2020, 0:06 Uhr – Bund will strengere Kontaktbeschränkungen

Bund und Länder wollen heute über die Corona-Maßnahmen beraten. Wegen der hohen Infektionszahlen will der Bund die Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen an Schulen verschärfen. Das steht in dem Entwurf der Beschlussvorlage, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Darin sei vorgesehen, dass der Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein soll. Auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest verzichtet werden. In Schulen soll das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für alle Schüler und Lehrer auf dem Schulgelände und im Unterrichts vorgeschrieben werden. Ob die Länder diese Vorlage mittragen, wird sich in den Beratungen zeigen.

15.11.2020, 22:00 Uhr – Britischer Premier Johnson muss erneut in Quarantäne

Boris Johnson muss sich wieder in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte das Büro des britischen Premierministers mit. Der Nationale Gesundheitsdienst habe gewarnt, dass eine Person aus Johnsons Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Johnson selbst gehe es gut und er zeige keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung, teilte ein Sprecher seines Büros mit. Er werde seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus fortführen. Der britische Premier hat bereits eine Erkrankung wegen einer Corona-Infektion hinter sich. Er hatte sich im April mit dem Virus angesteckt und musste zwischenzeitlich auf der Intensivstation behandelt werden.

15.11.2020, 20:33 Uhr – Biontech-Gründer: Rückkehr zum Normalzustand bis Ende 2021

Der Mitgründer des Mainzer Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, rechnet mit einer Rückkehr zur Normalität bis Winter 2021. Dafür sei es aber "absolut essentiell", eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus vor dem Herbst zu erreichen, sagte er dem britischen Fernsehsender BBC. Er sei aber optimistisch, dass dies gelingen könnte. 

Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie. Unternehmenschef Sahin kündigte an, ihn bereits von Ende dieses Jahres an oder Anfang 2021 auszuliefern - "wenn alles gut geht", fügte er hinzu.

15.11.2020, 17:10 Uhr – Spiegel: Entscheidung über Corona-Beschränkungen erst Ende November

Offenbar wollen die Bundesländer und die Bundesregierung erst in der letzten Novemberwoche entscheiden, ob die Corona-Beschränkungen gelockert werden. Das schreibt der Spiegel und beruft sich dabei auf die Äußerungen mehrerer Ministerpräsidenten. Am Montag ziehen sie mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Art Zwischenbilanz der seit zwei Wochen geltenden Einschränkungen.

15.11.2020, 13:30 Uhr – Österreich plant Massentests nach Lockdown

Österreich plant für die Zeit nach dem bevorstehenden dreiwöchigen Lockdown Massentests in der Bevölkerung. „Zur Zeit der Öffnung“ wolle er nach dem Vorbild der Slowakei die Bevölkerung durchtesten lassen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz im ORF. In dem Nachbarland habe man auf diese Weise viele asymptomatisch Infizierte entdeckt. Dazu sollten Millionen von Antigen-Tests gekauft werden, eine erste Zielgruppe seien Lehrerinnen und Lehrer.

15.11.2020, 12:32 Uhr – Corona-Tote in England: Übergewicht spielt laut Expertin große Rolle

Die hohe Corona-Todesrate in Großbritannien führt die frühere medizinische Regierungsberaterin Sally Davies auch auf das Problem des Landes mit Übergewicht zurück. „Es gibt eine direkte Korrelation zwischen starkem Übergewicht und hoher Covid-Sterblichkeit“, sagte Davies dem Times Radio.

Mit mehr als 65.000 Todesfällen, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt ist, gilt Großbritannien als das bislang am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa.

Fettleibigkeit – definiert als Body-Mass-Index (BMI) über 30 – erhöhe das Risiko, an Covid-19 zu sterben, um fast 50 Prozent. Davies war bis zum vergangenen Jahr Regierungsberaterin in medizinischen Fragen.

15.11.2020, 11:25 Uhr – Jeder fünfte Bundespolizist wegen Corona in Quarantäne

Mehr als jeder fünfte Beamte der Bundespolizei war oder ist einem Medienbericht zufolge wegen Corona in Quarantäne. Dabei handele es um 11.890 der insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter, schreiben die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie berufen sich dabei auf die Potsdamer Behörde. Seit Beginn der Pandemie seien 594 Bundespolizisten an Covid-19 erkrankt, 1.857 Mitarbeiter seien aktuell in Quarantäne. In 261 Fällen seien die Corona-Tests positiv ausgefallen. 54 Prozent der Infektionsfälle hätten einen privaten Bezug, 46 Prozent einen dienstlichen Hintergrund. Dies Entwicklung wechsele aber hin und wieder. Phasenweise hätten auch die Fälle mit dienstlichem Bezug überwogen.

15.11.2020, 9:37 Uhr – BamS-Umfrage: Mehrheit für Öffnung von Restaurants im Dezember

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland hat sich in einer Umfrage für die Bild am Sonntag dafür ausgesprochen, dass im Dezember Restaurants und Kultureinrichtungen wieder öffnen dürfen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht aber noch keine wesentlichen Erfolge des Teil-Lockdowns und damit wenig Spielraum, wie er der Zeitung sagte.

15.11.2020, 8:57 Uhr – Fast 11 Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den USA steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages um mindestens 160.777 auf insgesamt 10,92 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Weitere 1257 Menschen starben demnach an oder mit dem Virus. Damit erhöht sich die Totenzahl auf insgesamt 245.581. Die USA weisen weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

15.11.12020, 6:28 Uhr – RKI: Mehr gemeldete Neuinfektionen als letzten Sonntag

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 16.947 Neuinfektionen. Das ist mehr als am vergangenen Sonntag – da waren es 16.017 neue Fälle. Am Sonntag fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, weil die Gesundheitsämter am Wochenende häufig nicht alle Daten übermitteln. Am Samstag fiel der Wert mit 22.461 noch deutlich höher aus, blieb aber um gut 1.000 unter dem Rekord vom Freitag. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt auf 790.503. Den Daten zufolge starben weitere 107 Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 12.485.

15.11.2020, 4:10 Uhr – Kretschmann: Lockerungen an Weihnachten abhängig von Infektionszahlen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) macht Lockerungen für Weihnachten von deutlich sinkenden Infektionszahlen abhängig. Erst wenn es gelänge, die Infektionswelle zu brechen, könne darüber gesprochen werden, wie Weihnachten in diesem Jahr gestaltet werden könne, sagt Kretschmann der Augsburger Allgemeine. Sollten die Zahlen weiter exponentiell ansteigen, werde das zur Überlastung der Krankenhäuser führen. „Es geht also derzeit um sehr viel mehr als um Weihnachten.“

15.11.2020, 2:25 Uhr – Altmaier: Weitere vier bis fünf Monate mit Einschränkungen

In Deutschland sieht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) noch keinen nachhaltigen Erfolg der November-Beschränkungen. Die Infektionszahlen seien nach wie vor viel zu hoch, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. Eine Wende zum Besseren sei noch nicht erreicht, so Altmaier. Für Lockerungen sieht er deswegen derzeit wenig Spielraum. Ein ständiges Öffnen und Schließen der Wirtschaft könne man sich nicht leisten. Er rechne deshalb in den nächsten vier bis fünf Monaten noch mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen.

15.11.2020, 1:10 Uhr – Städtebund gegen Lockerungen

Der Städte- und Gemeindebund ist gegen Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Vor dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dazu seien die Infektionszahlen immer noch zu hoch. Gerade für die Gastronomie und die Kultur sei das natürlich hart. Aber gerade dies führe zu einer deutlichen Reduzierung der Kontakte zwischen den Menschen. Eines stehe fest, so Landsberg weiter: Ein normales Weihnachtsfest ohne Einschränkungen werde es dieses Jahr nicht geben.

15.11.2020, 0:00 Uhr – Medienbericht: Hunderte Impfzentren sollen ab Dezember aufgebaut werden

Im kommenden Monat sollen bundesweit Hunderte Impfzentren aufgebaut werden, um Millionen Menschen gegen das Coronavirus zu impfen. Das berichtet die Welt am Sonntag. Eine zentrale Rolle sollen Messehallen spielen, schreibt die Zeitung und beruft sich auf Informationen aus den Gesundheitsministerien der Länder. Erster bestätigter Standort sei Bremen. Wie der Impfstoff in die Impfzentren kommen soll, dazu gebe es bislang in keinem Bundesland ein fertiges Konzept, hieß es. Aus der Logistikbranche gebe es deswegen Kritik.

14.11.2020, 17:41 Uhr – Neuer Lockdown in Österreich; Kanzler Kurz: "Treffen Sie niemanden."

In Österreich werden die Corona-Einschränkungen ab Dienstag weiter verschärft werden. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz bestätigt. Drei Wochen lang dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden, etwa um zur Arbeit zu fahren oder um Angehörigen zu helfen. Kanzler Kurz rief die Menschen dazu auf, zuhause zu bleiben. „Treffen Sie niemanden“, so Kurz wörtlich. Jeder soziale Kontakt sei einer zu viel. Auch Schulen und Geschäfte müssen schließen, Ausnahmen gibt es etwa für Supermärkte, Apotheken und Banken. Wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen befürchten Mediziner einen Zusammenbruch der Intensivversorgung.

14.11.2020, 15:57 Uhr – Wasserwerfer-Einsatz bei "Querdenken"-Demo in Frankfurt

In mehreren Städten gibt es Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. In Frankfurt/Main hat die Polizei den Demonstrationszug mehrfach aufgehalten, weil Teilnehmer ohne Masken und ohne Abstand unterwegs waren. Zur Abschlusskundgebung haben sich rund 2.000 Unterstützer des Bündnisses „Querdenken“ angemeldet. Als Gegendemonstranten den Zug blockieren wollten, hat die Polizei Wasserwerfer eingesetzt. Auf Twitter schreibt die Polizei zudem von Angriffen auf Beamte.

Auch in Karlsruhe gab es eine „Querdenken“-Demonstration. Die Veranstaltung mit rund 1.000 Menschen verlief friedlich.

14.11.2020, 14:40 Uhr – Österreich plant Komplett-Lockdown

In Österreich soll es ab Dienstag wieder einen Komplett-Lockdown geben. Das berichten mehrere deutsche und österreichische Medien und beziehen sich auf einen Entwurf für einen Regierungserlass. Er sieht vor, dass für drei Wochen eine Ausgangssperre in Kraft tritt, die rund um die Uhr gelten soll. Wie etwa in Frankreich darf man dann nur noch aus triftigem Grund die Wohnung verlassen. Außerdem sollen Schulen und viele Geschäfte wieder schließen. Gaststätten und Hotels sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind in Österreich schon zu. Die österreichische Regierung will am Nachmittag über die zusätzlichen Maßnahmen informieren.

14.11.2020, 14:17 Uhr – Merkel: „Winter wird uns allen noch viel abverlangen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Menschen in Deutschland offenbar darauf vorbereiten, dass die Corona-Schutzmaßnahmen länger aufrechterhalten werden müssen. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast spricht sie davon, wie das Virus weiterhin das Leben bestimme. Das bedeute, dass man sich weiter nicht unbeschwert direkt begegnen könne. Der Winter werde allen noch viel abverlangen, so Merkel. Die Kanzlerin zieht am Montag mit den Ministerpräsidenten eine erste Zwischenbilanz des Teil-Shutdowns.

14.11.2020, 12:05 Uhr – Auch Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen

Griechenland verschärft angesichts steigender Fallzahlen seine Corona-Beschränkungen. Kindergärten und Grundschulen sollten von Montag an bis Ende des Monats geschlossen bleiben, erklärten die Behörden. Weiterführende Schulen und Universitäten haben bereits auf Fernunterricht umgestellt. Das Land ist bisher besser durch die Pandemie gekommen als viele andere Staaten in Europa, nachdem es schon wenige Wochen nach dem Ausbruch des Virus in Europa im Februar strenge Lockdown-Maßnahmen ergriffen hatte.

14.11.2020, 11:38 Uhr – Österreich plant offenbar vollen Lockdown

Österreich will einem neuen Plan der Regierung zufolge die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärfen und von einem Teil- zu einem vollständigen Lockdown übergehen. Der solle von Dienstag an bis zum 6. Dezember gelten, geht aus einem Entwurf für einen Regierungserlass hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Die bisher nachts geltenden Ausgangsbeschränkungen werden demnach auf den ganzen Tag ausgeweitet. Alle nicht unbedingt notwendigen Geschäfte würden geschlossen. Die noch geöffneten Schulen für jüngere Altersgruppen sollten ebenfalls schließen. Bundeskanzler Sebastian Kurz will die neuen Beschränkungen am Nachmittag erläutern.

14.11.2020, 10:27 Uhr – Katholische Reisegruppe aus Mainz mit Corona infiziert

Nach einer Toskana-Reise Ende Oktober sind 27 von 28 Teilnehmern einer kirchlichen Reisegruppe aus dem Bistum Mainz positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Person befinde sich aktuell im Krankenhaus und sei „schwer erkrankt“, sagte Bistumssprecher Tobias Blum der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zwei weitere Teilnehmer seien vorübergehend im Krankenhaus gewesen und inzwischen wieder zu Hause. Alle anderen hätten sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben und stünden wie auch das Bistum in engem Kontakt zu den Gesundheitsämtern.

14.11.2020, 9:45 Uhr – Österreichs Regierung will Teil-Lockdown verschärfen

Österreichs Regierung plant eine Verschärfung des seit fast zwei Wochen geltenden Teil-Lockdowns in der Corona-Krise. Weil die Neuansteckungen weiter auf Rekordniveau steigen, will die Bundesregierung um Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Nachmittag neue Maßnahmen verkünden. Ob es sich dabei um Schließungen des Handels und der Schulen handelt, wie Medien spekulierten, blieb erst einmal offen. Auch weitere Ausgangsbeschränkungen ähnlich der strengen Maßnahmen im Frühjahr gelten als möglich.

Seit dem 3. November gilt in Österreich ein Teil-Lockdown. Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen sind zum größten Teil geschlossen. Der Handel, Dienstleister und Schulen mit Ausnahme der Oberstufe blieben vorerst geöffnet. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr, die das Verlassen des „eigenen privaten Wohnraums“ nur etwa für Grundbedürfnisse sowie zur Erholung im Freien zulassen.

14.11.2020, 7:15 Uhr – Mehr als 177.000 Neuinfektionen an einem Tag in den USA festgestellt

In den USA steigt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages um mindestens 177.620 auf insgesamt 10,76 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Weitere 1.342 Menschen starben demnach an oder mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf insgesamt 244.324. Die USA weisen weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

14.11.2020, 5:20 Uhr – Fast 22.500 Neuinfektionen in 24 Stunden in Deutschland gemeldet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 22.461 Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl auf 773.556 Fälle. Den Daten zufolgen starben weitere 178 Menschen an oder mit dem Virus, insgesamt 12.378. Die Neuinfektionen liegen damit unter dem Höchststand von 23.542, der am Freitag gemeldet wurde.

14.11.2020, 05:01 Uhr – Kanaren: Ab heute Testpflicht für Touristen

Die Kanarischen Inseln fordern ab heute von Urlaubern einen negativen Coronatest, wenn sie in Hotels oder Ferienunterkünften übernachten wollen. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein. Damit will die Regionalregierung verhindern, dass Corona-Infizierte unbemerkt auf die Insel kommen. Die Kanaren sind im Moment die einzige Region in Spanien, die von der Bundesregierung nicht als Risikogebiet eingestuft wird.

14.11.2020, 03:57 Uhr – Lauterbach fordert Verlängerung des Teil-Lockdowns

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich gegen eine Lockerung der Corona-Auflagen ausgesprochen. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte er, er gehe davon aus, dass die Regeln verlängert werden müssten, weil die Wirkung schwächer ausfalle als erwartet. Die Neuinfektionen seien viel zu hoch. Ursache dafür sei wahrscheinlich neben den Schulen, dass die Menschen ihre privaten Kontakte zu wenig einschränkten. Lauterbach rät dazu, Schulklassen aufzuteilen und im Winter durchgehend mit Maske zu unterrichten.

14.11.2020, 01:12 Uhr – Trump: Schnelle Impfstoffzulassung, kein Lockdown

US-Präsident Donald Trump erwartet, dass noch im Dezember rund 20 Millionen Menschen in den USA gegen Corona geimpft werden können. Der von Pfizer und Biontech entwickelte Impfstoff soll laut Trump „sehr, sehr schnell“ zugelassen werden. Das hat er bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Wahlniederlage gesagt. Einen harten Lockdown hat er außerdem ausgeschlossen. Mit seiner Regierung werde es eine solche Maßnahme nicht geben. Zugleich deutete er an, dass ein Lockdown bevorstehen könnte, falls seine juristischen Anfechtungen des Wahlsiegs seines künftigen Nachfolgers Joe Biden scheitern.

14.11.2020, 00:27 Uhr – Italien verschärft Maßnahmen für weitere Regionen

Die italienische Regierung hat weitere Verschärfungen für einige Regionen im Kampf gegen das Coronavirus vereinbart. Die süditalienische Region Kampanien und die Toskana werden zu Roten Zonen, wie Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza auf Facebook mitteilte. Damit gelten für insgesamt sieben Regionen die strengsten Corona-Maßnahmen. Zudem würden die nördlicher gelegenen Regionen Emilia-Romagna und Friaul-Julisch Venetien sowie Marche im Osten des Landes in die Kategorie der mittleren Risiko-Zonen (orange) eingeteilt.

13.11.2020, 19:55 Uhr – Nations-League-Spiel in Leipzig gefährdet

Das Nations-League-Spiel von Deutschland gegen die Ukraine am Samstagabend ist in Gefahr. In der ukrainischen Mannschaft sind vier Spieler und ein Team-Manager positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das meldet der Sport-Informations-Dienst. Samstagmorgen soll nach dem Bericht eine weitere Testreihe stattfinden. Die Entscheidung liegt dann beim Gesundheitsamt in Leipzig, dem Austragungsort des Spiels.

13.11.2020, 19:17 Uhr – Niederlande verbieten Silvester-Feuerwerk

Das Silvester-Feuerwerk fällt in diesem Jahr in den Niederlanden aus: Im ganzen Land dürfen Raketen und Böller weder gekauft noch gezündet werden, wie Ministerpräsident Mark Rutte verkündete. Durch die Corona-Pandemie ist das niederländische Gesundheitswesen derart an die Belastungsgrenze geraten, dass zentrale Stellen das Verbot von Verkaufs und Zündung forderten. Rund 1.300 Menschen mussten vergangenes Jahr wegen feuerwerksbedingter Verletzungen in den Niederlanden behandelt werden. Diese Belastung des Gesundheitssystems soll vermieden werden. Frust herrscht hingegen bei der Feuerwerksindustrie. Das Kabinett will den Feuerwerksverkäufern zwar unter die Arme greifen und ein Hilfspaket von 40 Millionen Euro schnüren. Die Händler befürchten dennoch Verluste.

13.11.2020, 17:04 Uhr – Bundesregierung plant weitere Hilfen für Solo-Selbstständige

Das Bundesfinanz- und das Bundeswirtschaftsministerium haben nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios neue Hilfen für Solo-Selbständige vereinbart, die über November hinausgehen. Für die Monate Dezember bis Juni 2021 sollen sie demnach einen einmaligen Zuschuss erhalten – unter anderem eine Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro. Der Zuschuss werde nicht auf Hartz IV angerechnet, sagte Finanzminister Olaf Scholz. Neben der Kultur- und Eventbranche sollen auch Reisebüros weitere Unterstützung erhalten. Insgesamt rechnet das Finanzministerium für die Hilfen mit Kosten von mehr als 20 Milliarden Euro.

13.11.2020, 16:21 Uhr – Saarland stellt 250.000 FFP2-Masken für Lehrer bereit

Das saarländische Bildungsministerium stellt in der kommenden Woche kurzfristig 250.000 FFP2-Masken für Lehrer bereit. Weitere 250.000 seien bestellt, um den künftigen Bedarf zu decken. Durch die FFP2-Masken soll der Schutz in Situationen erhöht werden, in denen Lehrer und Schüler engeren Kontakt hätten, teilte das Bildungsministerium mit. Eine generelle Maskenpflicht für Lehrkräfte gebe es aber weiterhin nicht. Schüler ab der 5. Klasse dagegen müssen im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

FFP2-Masken schützen den Träger wirksamer vor einer Ansteckung mit dem Virus als eine einfache OP-Maske oder eine Alltagsmaske aus Stoff.

13.11.2020, 13:40 Uhr – Schulen in Deutschland sollen offen bleiben

Trotz vieler Schüler und Lehrer in Quarantäne sollen die Schulen in Deutschland offen bleiben. „Wir wollen – so es irgendmöglich ist – die Schulen offen halten und Präsenzunterricht ermöglichen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach Medienberichten seien 300.000 Schüler und 30.000 Lehrer in Quarantäne. Bei elf Millionen Schülern und 800.000 Lehrkräften sei das eine nennenswerte Zahl, trotzdem aber „ein geringer Prozentsatz".

Am Montag beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über die bestehenden Corona-Maßnahmen. Da Schulen Ländersache sei, könne Seibert nicht sagen, in welchem Maße das Thema bei der Videokonferenz eine Rolle spielen werde.

13.11.2020, 13:12 Uhr – Kretschmann zu Novemberhilfen: „Dieses Geld muss jetzt endlich fließen"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kritisiert die schleppende Auszahlung der sogenannten Novemberhilfen der Bundesregierung. Der „Augsburger Allgemeinen" sagte er: „Das haben wir den Betroffenen versprochen, wenn die Hilfe nicht kommt, sind die Menschen zurecht sauer". Nun sei der Bund gefordert, dass die „großzügige Hilfe" umgesetzt wird.

Kretschmann: „Das Geld muss fließen“ Corona-Novemberhilfen: Wer soll das alles bezahlen – und wann?

Dass sie kommen sollen, ist sicher: die sogenannten Novemberhilfen für Unternehmen im Teil-Shutdown. Viele andere Fragen um das Thema sind aber noch offen: Wann fließt das Geld? Wer leitet die Auszahlung in die Wege? Und vor allem: Kann sich das Deutschland alles leisten?  mehr...

13.11.2020, 12:08 Uhr – Keine Lockerung der Corona-Einschränkungen in Sicht

Regierungssprecher Steffen Seibert ist sich sicher: In ihrer Videokonferenz am Montag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder an den bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie festhalten. Es seien für Montag „keine Lockerungen zu erwarten", sagt Seibert.

In Deutschland habe sich die Infektionskurve zwar abgeflacht, aber von einer Wende könne noch nicht die Rede sein. Die Infektionszahlen steigen immer noch an.

13.11.2020, 8:53 Uhr – Lindner: Mehr auf Schutz von Risikogruppe achten

FDP-Chef Christian Lindner hat die Corona-Politik der Bundesregierung kritisiert und eine Änderung der Strategie gefordert. Es sei klar, dass man die Kontakte beschränken müsse, sagte Lindner im ARD-Morgenmagazin. Er sei aber dagegen, zum Beispiel Gaststätten zu schließen, in denen auf Hygiene und Abstand geachtet werden könne. Stattdessen müsse man sich mehr auf den Schutz besonders gefährdeter Gruppen achten. Er schlägt vor, die wirkungsvolleren FFP2-Schutzmasken in Apotheken an Risikogruppen kostenlos zu verteilen und spezielle Einkaufszeiten am Vormittag nur für Ältere einzurichten.

13.11.2020, 7:49 Uhr – Zahl der Corona-Neuinfektionen auf neuem Höchststand

In Deutschland hat die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb von 24 Stunden hätten die Gesundheitsämter mehr als 23.500 neue Fälle gemeldet, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Außerdem seien 218 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. In Baden-Württemberg wurden am Abend fast 3.000 Neuinfektionen gemeldet, in Rheinland-Pfalz rund 1.300.

13.11.2020, 6:28 Uhr – Weltweit mehr als 52 Millionen Infektionen gemeldet

Weltweit wurden bisher mehr als 52 Millionen Infektionenen mit dem Coronavirus registriert. Das hat die Nachrichtenagentur Reuters ermittelt. Knapp 1,3 Millionen sind nach einer Infektion gestorben. Die USA sind mit mehr als 240.000 Toten am stärksten von der Pandemie betroffen.

13.11.2020, 6:18 Uhr – Verbände warnen vor Generation „Nichtschwimmer“

Schwimmverbände sind alarmiert, weil wegen der Corona- Pandemie Tausende Schwimm-Anfängerkurse für Kinder ausfallen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft spricht von einer dramatischen Entwicklung. Schon jetzt könnten nur rund 40 Prozent der Kinder, die die Grundschule verließen, sicher schwimmen. Da gebe es einen großen Nachholbedarf. Der Deutsche Schwimmverband forderte von den Bädern, den Vereinen nach den jüngsten Corona-Einschränkungen mehr Zeit für Schwimmkurse einzuräumen, auch an Wochenenden oder in den Ferien.

13.11.2020, 3:21 Uhr – Söder: Verfassungsschutz soll Querdenker angucken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will, dass sich der Verfassungsschutz mit der Anti-Corona-Initiative Querdenken beschäftigt. Söder hat dem Münchner Merkur erklärt, er habe das Gefühl, dass sich bei der Bewegung ähnliches anbahne wie bei den Reichsbürgern. Da sei aus einer völlig absurden Idee eine ernsthafte Gefahr für den Staat und das Leben entstanden. „Jeder sollte genau hinschauen, mit wem man demonstriert“, warnte Söder. „Es entwickelt sich ein wachsendes Konglomerat von Rechtsextremen, Reichsbürgern, Antisemiten und absurden Verschwörungstheoretikern, die der Politik sogar Satanismus vorwerfen“. Der Verfassungsschutz müsse „genau unter die Lupe nehmen, was sich da entwickelt“.

Sorge wegen Corona-Gegnern Söder: Verfassungsschutz sollte "Querdenker" unter die Lupe nehmen

In Leipzig haben zuletzt 20.000 Menschen unter Anführung der sogenannten Querdenker gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei kam es auch zu Gewalt. Der bayerische Ministerpräsident Söder fordert jetzt, dass der Verfassungsschutz sich einschaltet.  mehr...

12.11.2020, 18:42 Uhr – Macron fordert ausreichend Impfdosen für ärmere Länder

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat dazu aufgerufen, im internationalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff die armen Länder nicht zu vergessen. Für sie müssten ausreichend Impfdosen produziert werden, sagte Macron bei der Eröffnung des Pariser Friedensforums. Man werde gegen das Virus nicht gewinnen, wenn man einen Teil der Menschheit im Stich lasse. Beim Friedensforum diskutieren bis morgen rund 60 Chefs von Staaten, Regierungen und internationalen Organisationen – wegen der Corona-Krise in einer Videokonferenz.

12.11.2020, 18:00 Uhr – DeutschlandTrend: Weniger Menschen wollen sich impfen lassen

In Deutschland ist die Bereitschaft, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen, sobald es einen Impfstoff gibt, zuletzt zurückgegangen. Das hat eine Umfrage für den ARD-DeutschlandTrend ergeben. Demnach wollen sich jetzt nur noch 37 Prozent der Befragten auf jeden Fall impfen lassen. Im August waren es noch 44 Prozent. Die aktuellen Corona-Beschränkungen halten 54 Prozent der Befragten für angemessen. 18 Prozent halten die Regeln für nicht streng genug. 26 Prozent wiederum sagen, die Auflagen gehen ihnen zu weit.

12.11.2020, 17:57 Uhr – Weltcups in Lillehammer abgesagt

Die Weltcups der Nordischen Kombinierer, Langläufer und Skispringerinnen in Lillehammer Anfang Dezember sind abgesagt. Grund ist nach Angaben des Norwegischen Skiverbandes die Corona-Pandemie. Jetzt versucht der Verband, neue Daten für die Wettbewerbe zu finden.

12.11.2020, 17:45 Uhr – Novemberhilfen: Bundesregierung plant zunächst Abschlagszahlungen

Betriebe und Solo-Selbständige, die wegen der Corona-Einschränkungen Staatshilfen beantragen wollen, sollen zunächst Abschlagszahlungen erhalten. Nach Angaben der Bundesregierung könnten erste Beträge bereits Ende des Monats gezahlt werden. Demnach sollen Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro erhalten, Unternehmen von bis zu 10.000 Euro. Insgesamt sollen sie 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem Vorjahresmonat ersetzt bekommen.

12.11.2020, 17:11 Uhr – Bundesverfassungsgericht lehnt Eilantrag einer Kinobetreiberin in Bayern ab

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat den Eilantrag einer Kino- und Restaurantbetreiberin gegen die bayerischen Corona-Beschränkungen abgelehnt.

Zwar sei die erzwungene Schließung des Restaurants ein Eingriff in das Grundrecht auf Berufsfreiheit, räumte das Gericht ein. Da die Auflagen zeitlich befristet seien und es zudem Finanzhilfen vom Bund gebe, sei nicht klar, ob die Frau wirklich in ihrer Existenz bedroht sei. Zudem stünde der Schutz von Leben und Gesundheit im Vordergrund.

Im Zuge des Teil-Lockdowns sind Gastronomie und Kultureinrichtungen im November erneut geschlossen.

12.11.2020, 16:46 Uhr – Finanzminister Scholz: „Der Blick nach vorne geht in die Sonne“

Am Donnerstagnachmittag gab Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die geschätzten Steuereinnahmen für das kommende Jahr bekannt. Trotz der Corona-Krise können Bund, Länder und Kommunen demnach mit 10,6 Milliarden Euro mehr rechnen als im September erwartet. Für den Bund alleine bedeute das Mehreinnahmen von 3,4 Milliarden Euro.

Die Steuerschätzung zeige, dass die bisherigen Entscheidungen der Regierung richtig gewesen seien und es konjunkturell wieder aufwärts gehe, erklärte er. Das sei eine gute Nachricht. Die Hilfspolitik wirke.

12.11.2020, 16:10 Uhr – BW: Landtag senkt Wahl-Hürde für kleine Parteien wegen Corona-Pandemie

Für die Zulassung zur Landtagswahl am 14. März 2021 in Baden-Württemberg müssen kleine Parteien nur noch die Hälfte an Unterschriften sammeln – dann sind nur noch 75 statt 150 Unterschriften pro Wahlkreis nötig.

Zuvor hatten die Freien Wähler, die Linke, die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Die Partei und die Piratenpartei – alle derzeit nicht im Landtag vertreten – gegen den Landtag geklagt. Viele Passanten hätten sich aus Angst vor Corona und wegen der Kontaktbeschränkungen nicht mehr den Unterschriftensammlern genähert. Der Landtag wurde nun vom Landesverfassungsgericht zur Änderung des Landtagswahlrechts gezwungen, um das Recht auf Chancengleichheit der kleineren Parteien zu wahren.

12.11.2020, 15:33 Uhr – Auch private Krankenkassen sollen Corona-Impfungen mitzahlen

Union und SPD fordern die privaten Krankenkassen dazu auf, sich auch an der Finanzierung der geplanten Corona-Impfungen zu beteiligen. Das geht aus einem Änderungsantrag zur Reform des Bevölkerungsschutzgesetzes hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die privaten Krankenkassen sollten sich „entsprechend dem Anteil der bei ihnen Versicherten an der Gesamtbevölkerung“ an der Finanzierung beteiligen. Das sei angemessen, da eine „hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung“ erwartet werde.

12.11.2020, 14:38 Uhr – Rheinland-Pfalz: Mehr Schnelltests in Kitas, Grundschulen und der Tagespflege

In Rheinland-Pfalz kündigte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) an, dass es in Kitas, Grundschulen und der Tagespflege mehr Corona-Schnelltests geben werde. In diesen Einrichtungen werde die Teststrategie auf Kontaktpersonen der Kategorie 2 ausgeweitet.

Bei einer aktuellen Debatte im Mainzer Landtag wurde der Landesregierung vorgeworfen, die Kitas in der Pandemie zu überfordern und allein zu lassen. Außerdem fehle es an Personal. Hubig wies den Vorwurf zurück und betonte, dass niemand allein gelassen werde und das zusätzlich benötigte Personal von der Landesregierung mitbezahlt werde.

Plenarsitzung des rheinland-pfälzischen Landtags Mehr Corona-Schnelltests an Kitas und Grundschulen

In den Kitas, Grundschulen und der Tagespflege in Rheinland-Pfalz soll es künftig mehr Corona-Schnelltests geben. Das hat Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) angekündigt.  mehr...

12.11.2020, 14:05 Uhr – Urteil: Bayerisches Gericht kippt vollständige Schließung von Fitnessstudios

In Bayern müssen Fitnessstudios während des teilweisen Lockdowns nicht vollständig schließen. Das entschied der bayerische Verwaltungsgerichtshof. Eine vollständige Schließung von Fitnessstudios sei nicht verhältnismäßig, weil Individualsport nach der Verordnung zulässig bleiben solle. Dies müsse auch für Fitnessstudios gelten, begründete das Gericht sein Urteil. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt.

Ein Betreiber eines Fitnessstudios hatte einen Eilantrag gestellt. Dem wurde aber nur teilweise stattgegeben. Die restlichen Beschränkungen des Individualsports bleiben wegen der aktuellen Infektionslage bestehen.

12.11.2020, 11:33 Uhr – Kurve flacht leicht ab, RKI-Chef vorsichtig optimistisch

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes flacht die Kurve der Neuinfektionen trotz steigender Corona-Infektionszahlen leicht ab. Dies stimme ihn vorsichtig optimistisch, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. „Wir wissen aber noch nicht, ob das eine stabile Entwicklung ist.“

12.11.2020, 10:03 Uhr – Spahn: Menschen müssen ganzen Winter mit Einschränkungen leben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Menschen den ganzen Winter hindurch mit Corona-Einschränkungen leben müssen. Auch wenn die Infektionszahlen durch die Maßnahmen im November sinken sollten, heiße das nicht, dass es ab Dezember oder Januar weitergehe, als wäre nichts gewesen – sagte Spahn im rbb. Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen sehe er in diesem Winter nicht mehr. Das Coronavirus habe sehr lange Bremsspuren.

12.11.2020, 8:44 Uhr – Corona-Pandemie: Sind Schulen potenzielle Hotspots?

In Deutschland betonen die Kultusministerien immer wieder, Schulen seien keine Treiber der Pandemie. Bisher kann die Wissenschaft keine eindeutige Antwort darauf geben, ob Schulen eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Corona-Pandemie spielen. Doch jetzt schlagen Lehrer- und Elternverbände Alarm.

Infektiologie Corona-Pandemie: Sind Schulen potenzielle Hot-Spots ?

In Deutschland betonen die Kultusministerien immer wieder, Schulen seien „keine Hotspots oder Treiber der Pandemie“. Doch jetzt schlagen Lehrer – und Elternverbände Alarm. Wie ist die Studienlage?  mehr...

12.11.2020, 6:28 Uhr – RKI meldet 21.866 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 21.866 neue Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt die Zahl zum ersten Mal in dieser Woche wieder über 20.000. 215 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit steigt die Zahl der coronabedingten Todesfälle in Deutschland auf 11.982.

Bei den aktuellen Infektionszahlen können derzeit Unschärfen entstehen, weil die Labore überlastet sind und Zehntausende Tests nicht zeitnah auswerten können. Auch deshalb werden seit einer Woche nicht mehr alle Verdachtsfälle getestet. Ein stabiler Trend, ob die Zahlen zurückgehen, lässt sich erst in der kommenden Woche ablesen.

12.11.2020, 05:13 Uhr – Scholz will Betroffenen der Krise mehr Geld geben

In der Corona-Krise sieht Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mehr Spielraum, um Betroffenen zu helfen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte der SPD-Politiker, es gebe die finanzielle Kraft, nachzulegen. Scholz stellte mehr Geld für die Kultur- und Veranstaltungsbranche in Aussicht. Diese fordert eine Art Kurzarbeitergeld für Selbstständige. Derzeit sind alle Restaurants und Bars sowie Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen Corona-bedingt geschlossen. Dadurch soll die Zahl der Neuinfektionen deutlich verringert werden.

12.11.2020, 03:48 Uhr – Mehr als 3.000 Schulen nicht mehr im Regelbetrieb

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen bei Schülern und Lehrern in Deutschland müssen immer mehr Schulen den Regelbetrieb aufgeben. Das berichten die Funke-Medien und berufen sich auf Daten aus 14 Bundesländern. Demnach findet der Präsenzunterricht an 3.240 Schulen nicht mehr vollständig statt. Allein in Nordrhein-Westfalen seien rund 550 Schulen betroffen, in Niedersachsen knapp 350 und in Baden-Württemberg rund 270. Gestern war bekannt geworden, dass inzwischen mehr als 300.000 Schüler und Lehrer in Quarantäne sind.

Hubig und Eisenmann im SWR „Salami-Lockdown“ an Schulen – und was sagen die Ministerinnen?

Die Schulen in Deutschland sollen um jeden Preis offen bleiben, während der Rest von Deutschland in einer Art Teil-Shutdown ist – so die Theorie, auf die sich die Kultusminister- und Ministerinnen größtenteils geeinigt hatten. In der Praxis sind allerdings viele Schulen bereits geschlossen, weil es dort Corona-Fälle gab.  mehr...

12.11.2020, 01:29 Uhr – Spahn: Zahl der Corona-Intensivpatienten wird sich verdoppeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befürchtet, dass sich die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen bis zum Ende dieses Monats verdoppelt. Er rechne mit mehr als 6.000 Schwerkranken, sagte der Politiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Deshalb müssten alle Kräfte in den Kliniken zusammengezogen werden. Operationen sollten verschoben werden. Spahn dämpfte die Erwartungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie.

11.11.2020, 19:32 Uhr – Einreise nach Spanien bald nur noch mit negativem Test

Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Spanien reist, muss ab dem 23. November ein negatives Testergebnis vorlegen. Das betrifft dann auch Reisende aus Deutschland. Das Ergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein, es soll stichprobenartige Kontrollen an den Flughäfen geben. Für die Kanaren gilt übrigens schon ab Samstag: Aufenthalte in Hotels oder Ferienwohnungen sind nur mit negativem Test erlaubt.

11.11.2020, 18:31 Uhr – Zwei Tage früher Weihnachtsferien in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen können die Schüler wegen der Corona-Krise früher in die Weihnachtsferien starten als geplant. Man habe sich dazu entschieden, den 21. und 22. Dezember freizugeben, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dem WDR. Damit werde Freitag, der 18. Dezember, in NRW der letzte Schultag in diesem Jahr. Eigentlich hätten die Weihnachtsferien im bevölkerungsreichsten Bundesland am 23. Dezember beginnen sollen. Gebauer wollen nun mit Lehrer-, Eltern-, und Schülerverbänden klären, wie die beiden zusätzlichen Ferientage im laufenden Schuljahr kompensiert werden können.

11.11.2020, 16:01 Uhr – Lauterbach: Klassen halbieren und Luftfilter einsetzen

In der Debatte über den Umgang mit der Corona-Pandemie an Schulen plädiert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für schärfere Maßnahmen. Man müsse sich derzeit Sorgen machen, dass man in den Schulen nicht gut vorbereitet sei, sagte Lauterbach dem SWR. Jetzt, da es richtig kalt werde, sei klar, dass man mit Lüften allein das Risiko nicht ausreichend in den Griff bekomme. Lauterbach schlägt vor, die Klassen zu teilen und mobile Luftfilteranlagen zu besorgen.

11.11.2020, 15:13 Uhr – Spahn will notfalls mit Impfstoff-Herstellern separat nachverhandeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will dafür sorgen, dass Deutschland 100 Millionen Dosen des möglichen Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer bekommt. Notfalls werde man unabhängig von der EU mit den beiden Herstellern direkt verhandeln, kündigte ein Ministeriumssprecher an. Aus dem Vertrag der EU mit den beiden Impfstoff-Herstellern würde Deutschland bestenfalls 56 Millionen Dosen bekommen. Offenbar hatte das Gesundheitsministerium mit mehr gerechnet. Es habe lange so ausgesehen, dass nicht alle EU-Mitglieder ihren Anteil an der Gesamtzahl der über die EU bestellten Impfdosen einfordern würden, so der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Das könne sich nun aber „aufgrund der jüngsten Meldungen“ ändern. Deswegen könnten separate Gespräche mit den Herstellern notwendig werden.

11.11.2020, 17:13 Uhr – TSG Hoffenheim: ganzes Team in Quarantäne

Das gesamte Team des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim begibt sich nach fünf Corona-Fällen in Quarantäne. Gestern ist bereits das Training abgesagt worden. Hoffenheims Sportdirektor Rosen man halte sich gewissenhaft an das Hygienekonzept und könne sich die Häufung der Fälle nicht erklären. Das nächste Bundesliga-Spiel steht für Hoffenheim am übernächsten Samstag gegen Stuttgart an.

11.11.2020, 15:23 Uhr – Wirtschaftsweisen warnen vor Rückschlägen für Konjunktur

Angesichts der anhaltend kritischen Corona-Lage haben die „Wirtschaftsweisen“ vor Rückschlägen für die Konjunktur in Deutschland gewarnt. Zwar hob der Sachverständigenrat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr an. Durch die stark steigenden Infektionszahlen bleibe die wirtschaftliche Lage aber fragil, sagte der Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen“, Lars Feld, am Mittwoch zur Vorlage des Jahresgutachtens. Für die weitere Entwicklung sei entscheidend, wie die Pandemie eingedämmt werden könne und wie sich die Wirtschaft im Ausland entwickle.

Der Sachverständigenrat übergab das Gutachten am Mittag an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Ökonomen fordern die Bundesregierung darin zu Strukturreformen auf. So müssten Defizite bei der Digitalisierung, im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in der öffentlichen Verwaltung rasch abgebaut werden. Aufgrund einer starken wirtschaftlichen Erholung im dritten Quartal rechnen die „Wirtschaftsweisen“ für das laufende Jahr nun mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,1 Prozent. Das wäre in etwa auf dem Niveau des Einbruchs in der globalen Finanzkrise 2009. Im Juni hatte der Rat noch ein Minus von 6,5 Prozent für 2020 vorhergesagt.

11.11.2020, 15:11 Uhr – Merkel: Schuldenbremse muss Leitschnur für künftige Jahre bleiben

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bedeutung der Schuldenbremse für die kommenden Jahre betont. Merkel sagte am Mittwoch bei der digitalen Übergabe des Jahresgutachtens der „Wirtschaftsweisen“ mit Blick auf die Corona-Pandemie, die Schuldenbremse sei „flexibel genug“, mit „diesen Dingen“ umzugehen. „Aber sie ist eben weiterhin im Grundgesetz und muss auch Leitschnur für die zukünftigen Jahre bleiben.“

Die Schuldenbremse war in diesem Jahr ausgesetzt worden, dies ist auch für das nächste Jahr geplant. Dadurch kann der Bund immense Schulden aufnehmen, um die Folgen der Krise abzufedern. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant, ab 2022 nicht mehr von der Ausnahmeregelung der Schuldenbremse Gebrauch zu machen. Auch nach der Schuldenbremse aber sind in einem geringeren Umfang neue Schulden erlaubt.

11.11.2020, 14:23 Uhr – Eisenmann: Kein Grund zur Panik

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sieht keinen Grund, wegen aktueller Quarantänezahlen des Deutschen Lehrerverbands in Aufregung zu geraten. So seien in Baden-Württemberg derzeit weniger Klassen in Quarantäne, als noch vor vier Wochen, sagte Eisenmann im SWR. Selbst wenn sich tatsächlich derzeit deutschlandweit 300.000 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne befänden, sei dies bei einer Gesamtzahl von knapp 11 Millionen „keinerlei Grund für Panik“, erklärte Eisenmann weiter. Die Ministerin forderte dazu auf, bei der Diskussion um Quarantäne „Maß und Mitte“ zu halten.

Hubig und Eisenmann im SWR „Salami-Lockdown“ an Schulen – und was sagen die Ministerinnen?

Die Schulen in Deutschland sollen um jeden Preis offen bleiben, während der Rest von Deutschland in einer Art Teil-Shutdown ist – so die Theorie, auf die sich die Kultusminister- und Ministerinnen größtenteils geeinigt hatten. In der Praxis sind allerdings viele Schulen bereits geschlossen, weil es dort Corona-Fälle gab.  mehr...

11.11.2020, 13:57 Uhr – Im Dezember dünnerer Fahrplan bei der Bahn

Die Deutsche Bahn dünnt wegen der Corona-Pandemie ihr Liniennetz in Baden-Württemberg ab Mitte Dezember aus. So wird im Fernverkehr beispielsweise das Angebot für Reisende zwischen Stuttgart und der Rhein-Neckar-Region reduziert. Dort fährt bislang werktags immer morgens ein Zug von Stuttgart über Heidelberg, Mannheim und Mainz nach Wiesbaden. Auch bestimmte Verbindungen ins Rheinland fallen weg. Als Grund für die Maßnahmen nannte eine Bahn-Sprecherin neue Corona-Beschränkungen und gesunkene Passagierzahlen.

11.11.2020, 10:34 Uhr – Montgomery: EU muss Corona-Politik in die Hand nehmen

Die EU sollte nach Ansicht von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery in der Gesundheitspolitik mehr Kompetenzen bekommen. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Staaten so lange Verantwortung teilten, bis nichts mehr übrig sei, sagte Montgomery im SWR. Das müsse in den Europäischen Verträgen anders geregelt werden. Da sich das Virus nicht um Landesgrenzen kümmere, seien 27 komplett unterschiedliche Impfstrategien in Europa mit Sicherheit nicht sinnvoll, sagte Montgomery. Man habe zudem gemerkt, wie schlimm es gewesen sei, dass Europa „bei der Versorgung mit Hilfsmaterialien wie Kitteln und Masken ziemlich hinten anstand, weil die EU da keine Kompetenzen hatte“.

11.11.2020, 9:17 Uhr – Spahn: Noch keine Trendwende bei Infektionslage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage in Deutschland. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen „deutlich reduziert“, sagte Spahn in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und ntv. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht.“ Noch sei es zu früh, von einer „Trendwende“ zu sprechen.

11.11.2020, 7:14 Uhr – Fast 18.500 neu gemeldete Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3.155 Fälle mehr als am Dienstag, heißt es vom RKI. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

11.11.2020, 6:01 Uhr – Erste Corona-Infektion in Vanuatu

Jetzt ist das Coronavirus auch in einem der abgelegensten Staaten angekommen: Vanuatu hat seine erste nachgewiesene Coronainfektion registriert. Ein Bürger, der aus den USA zurückgekehrt ist, sei positiv getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden des Staates im Südpazifik mit. Vanuatu ist eines der letzten Länder, in denen das Virus bisher nicht registriert worden war.

Der 23-Jährige zeigte keine Symptome, als er am 4. November ankam. Die Infektion wurde am fünften Tag in Quarantäne bei einem Routinetest festgestellt. Jeder, der mit dem jungen Mann im Flugzeug gesessen hatte, sollte laut den Behörden in Quarantäne bleiben und seine engen Kontakte gesucht werden. Andere Maßnahmen für das Land mit 300.000 Einwohnern galten nicht.

11.11.2020, 5:37 Uhr – Bild: Mehr als 300.000 coronainfizierte Schüler in Deutschland

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht deutlich gestiegen. Die Bild-Zeitung berichtet unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband, zurzeit seien mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne. Ende September waren es demnach noch rund 50.000 gewesen. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000.

11.11.2020, 5:09 Uhr – Biontech: 70 Prozent der Deutschen bis Sommer zu impfen ist realistisch

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hält das Ziel der Bundesregierung für realistisch, bis zum Sommer 70 Prozent der Bürger in Deutschland gegen Covid-19 geimpft zu haben. „Wir werden unser Bestes tun, damit das funktioniert. Wenn alle Fabriken hochlaufen, sollte es möglich sein, das Ziel zu erreichen“, sagt der Finanzvorstand des Unternehmens, Sierk Poetting, den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung.

In Hinblick auf die Zulassung des Impfstoffs in der EU sagte Poetting, „dass ein Termin noch im Jahre 2020 im Rahmen des theoretisch Möglichen ist“. Biontech steht mit seinem Corona-Impfstoff kurz vor der weltweiten Zulassung. Das UNternehmen könne „jedenfalls in diesem Jahr noch bis zu 50 Millionen Impfdosen liefern“.

11.11.2020, 4:17 Uhr – Neuansteckungen in den USA zum siebten Mal auf Rekordwert

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters verzeichnen die USA zum siebten Mal in Folge einen Rekordwert täglicher Ansteckungen. Mindestens 134.000 Menschen wurden innerhalb von 24 Stunden postitiv auf das Virus gestestet. Weitere 1.450 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen innerhalb eines Tages seit August. 61.471 Patienten befinden sich derzeit in den USA zur Behandlung von Covid-19 im Krankenhaus.

11.11.2020, 3:10 Uhr – Grüne fordern EU-weites Verbot der Pelztierhaltung

Nach den Coronavirus-Ausbrüchen in Nerzfarmen fordern die Grünen ein EU-weites Verbot der Pelztierhaltung. Die Bundesregierung müsse ihre EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, sagte die Tierschutzexpertin der grünen Bundestagsfraktion, Renate Künast, der Neuen Osnabrücker Zeitung. In Dänemark hat die Regierung angekündigt, dass alle bis zu 17 Millionen Nerze im Land gekeult werden. Bei einigen der Tiere war eine mutierte Form des Coronavirus entdeckt worden, die auf den Menschen übertragbar ist.

11.11.2020, 1:29 Uhr – Italien verschärft Maßnahmen

Italien weitet seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Infektionen aus. Seit Mitternacht gelten für fünf weitere Regionen im Land – Toskana, Ligurien, Umbrien, Abruzzen und Basilicata – strengere Vorschriften. Restaurants und Bars müssen geschlossen bleiben, Reisen in diese Regionen sind ab sofort untersagt - auch Fahrten von einer Stadt zur anderen.

11.11.2020, 0:47 Uhr – Vertrag über Corona-Impfstoff

Die EU will heute mit Biontech und Pfizer den Kaufvertrag für den Corona-Impfstoff abschließen. Das hat Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitgeteilt. Die Vereinbarung sei unterschriftsreif. Demnach sollen die EU-Staaten bis zu 300 Millionen Einheiten des Serums bekommen. Biontech und Pfizer hatten in Tests nachgewiesen, dass ihr Impfstoff einen 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet.

10.11.2020, 21:23 Uhr – 33-Jähriger schlägt bei Masken-Kontrolle Polizisten dienstunfähig

Zwei Männer haben bei einer Corona-Masken-Kontrolle in Worms Polizisten angegriffen. Einer der beiden Männer habe sich geweigert, in der Fußgängerzone einen Mund-Nasen-Schutz aufzuziehen, so die Polizei. Ein Begleiter habe dann einem Beamten aufs Auge geschlagen; er ist jetzt dienstunfähig. Ein weiterer Polizist sei an der Schläfe getroffen worden.

10.11.2020, 20:40 Uhr – Mehr als 300.000 Corona-Tote in Europa

Die Zahl der Corona-Toten in Europa hat die Schwelle von 300.000 überschritten. Das ergibt eine Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters. Weltweit wurden bislang rund 1,2 Millionen Corona-Tote gezählt. Insgesamt zählt der Kontinent 12,8 Millionen Fälle. In Europa leben zehn Prozent der Weltbevölkerung. Auch die Zahl der weltweit registrierten Infizierten steige weiter und liege inzwischen bei mehr als 50 Millionen. Die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten seien die USA, Brasilien und Indien.

10.11.2020, 19:00 Uhr – Sport als „Teil der Lösung“

Die deutschen Sportbünde fordern Corona-Lockerungen für Sportplätze und Sporthallen. In einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder schreiben sie, der Sport sei besonders für Kinder und Jugendliche elementar. Außerdem trage er zur Gesundheit bei und sei deshalb gerade während der Pandemie wichtig. Sport sei nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung der Pandemiebekämpfung

10.11.2020, 18:10 Uhr – AfD-Parteitag kann wohl stattfinden

Der Bundesparteitag der AfD kann voraussichtlich trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen Ende November in Kalkar (NRW) stattfinden. Das zuständige Ordnungsamt gab dafür grünes Licht. Die Partei habe auch ein Hygienekonzept vorgelegt, über das derzeit weitere Detailabsprachen getroffen würden, sagte eine Sprecher der Stadt.

10.11.2020, 17:45 Uhr – US-Gesundheitsminister: Impfung für Amerikaner noch dieses Jahr

US-Gesundheitsminister Alex Azar geht davon aus, dass die ersten Amerikaner noch dieses Jahr gegen das Coronavirus geimpft werden können. Sollten der Pharmakonzern Pfizer und sein Partner Biontech wie erwartet demnächst die Impfstoffzulassung beantragen, seien erste Impfungen im Dezember möglich, sagt Azar in verschiedenen Fernseh-Interviews. Man werde in Altersheimen und bei Mitarbeitern in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen beginnen. Ziel sei, mit den Impfungen dieser Personen bis Ende Januar durch zu sein. Die US-Regierung werde sich von anderen Impfstoffherstellern wie Moderna Impfdosen sichern. „Wir erwarten, dass wir bis Ende März, Anfang April genügend haben für jeden Amerikaner, der sich impfen lassen möchte.“

10.11.2020, 17:15 Uhr – Schärfere Demo-Regeln in Sachsen

Nach der massenhaften Missachtung der Corona-Regeln bei der „Querdenken“-Demonstration in Leipzig zieht Sachsen erste Konsequenzen. Versammlungen sollen künftig auf 1.000 Teilnehmer begrenzt werden. Im Einzelfall sollen auch größere Kundgebungen möglich sein, wenn technische und organisatorische Maßnahmen getroffen werden, um das Infektionsrisiko zu senken, teilte Regierungssprecher Ralph Schreiber mit. Bisher sieht die sächsische Corona-Schutzverordnung keine Begrenzung bei Versammlungen vor. Die neue Verordnung soll ab Freitag gelten.

10.11.2020, 15:52 Uhr – Bund startet Kooperation mit Google

Internetnutzer finden jetzt offiziell geprüfte Informationen in einem prominent hervorgehobenen Info-Kasten, wenn sie nach Krankheiten googeln. Das Bundesgesundheitsministerium startete dazu eine Kooperation mit Google. In dem Kasten sind die Antworten des Nationalen Gesundheitsportals gesund.bund.de zu sehen.

10.11.2020, 15:22 Uhr – Steinmeier: „Rücksichtslosigkeit ist kein Freiheitsrecht“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) verurteilte das Verhalten derjenigen Corona-Leugner, die bei der „Querdenken“-Demo in Leipzig massenhaft Corona-Regeln missachtet haben. „Rücksichtslosigkeit ist kein Freiheitsrecht“, sagte Steinmeier. „Wo einige Zehntausend Menschen die Auflagen missachten, die Regeln verspotten und weder auf Abstand achten noch Masken tragen, da werden Grenzen überschritten.“

Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut und Demonstrationen müssten möglich sein, betonte Steinmeier zum Auftakt einer Gesprächsrunde mit Covid-19-Erkrankten, die inzwischen wieder gesund sind. „Aber die Demonstrationsfreiheit ist nicht die Freiheit zur Gefährdung anderer. Wer sich nicht an die Regeln hält, ignoriert, dass er andere Menschen einem Risiko aussetzt. Es geht eben nicht nur um die Freiheit ohne Maske. Sondern es geht auch um die Freiheit von Anderen.“

10.11.2020, 14:42 Uhr – Schweiz: Infektionskurve flacht ab, Lage bleibt aber angespannt

In der Schweiz ist das Gesundheitssystem laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) weiterhin angespannt. Zwar würde die Infektionskurve leicht abflachen beziehungsweise sogar eine teilweise Stabilisierung eintreten, sagt Stefan Kuster, Leiter des Bereichs übertragbare Krankheiten im BAG. Aber im internationalen Vergleich steckten sich noch deutlich mehr Menschen mit dem Virus an. Auch die Zahl der Menschen, die deswegen in Krankenhäusern behandelt werden müssen, sei vergleichsweise sehr hoch.

Das BAG meldete 5.980 neue Positiv-Tests innerhalb eines Tages. Weitere 107 Personen sind im Zusammenhang mit Corona gestorben. In der Schweiz gibt es damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.683 Todesfälle. Vergangenen Donnerstag wurden 10.128 Corona-Neuinfektionen registriert. Das ist der bisherige Höchststand in der Schweiz.

10.11.2020, 14:20 Uhr – Moskau schränkt wegen Corona öffentliches Leben ein

In Russlands Hauptstadt Moskau müssen Restaurants, Bars und Nachtclubs zwischen 23:00 und 6:00 Uhr schließen. Damit reagiert die Stadt auf dramatisch steigende Corona-Infektionszahlen. Außerdem seien bis zum 15. Januar 2021 auch alle Massenveranstaltungen verboten, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Studenten und Schüler ab der 6. Klasse müssen zum Online-Unterricht übergehen. In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Einkaufszentren und an anderen Orten mit Menschenansammlungen gilt außerdem eine Maskenpflicht. Die neuen Einschränkungen gelten für zwei Monate.

Die Zahlen in der russischen Hauptstadt stiegen zuletzt um etwa 6.000 neue Fälle pro Tag. Einen Lockdown wollten die Behörden in Moskau aber weiter vermeiden.

10.11.2020, 12:03 Uhr – EU-Vertrag mit Biontech in trockenen Tüchern

Die EU-Kommission hat einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer fertig ausgehandelt. „Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen“, bestätigten Kommissionskreise der Deutschen Presse-Agentur. „Der Vertrag ist in trockenen Tüchern.“

Wie sicher ist der Impfstoff? EU kauft Biontech-Impfstoff – wie geht's jetzt weiter?

Geht's jetzt los? Der US-Arznei-Riese Pfizer hat zusammen mit dem Mainzer Unternehmen Biontech einen aussichtsreichen Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt. Er elektrisiert die Corona-Bekämpfer – und könnte schon bald eingesetzt werden. Erst mal aber in den USA.  mehr...

10.11.2020, 11:37 Uhr – Spahn erwartet 100 Millionen Biontech-Impfdosen für Deutschland

Für Deutschland sollen nach einer Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech bis zu 100 Millionen Dosen des Serums zur Verfügung stehen. Damit sei die Bundesregierung in den Gesprächen in der EU angetreten, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin mit. Ein schneller Vertragsabschluss werde erwartet: „Seien Sie versichert, wir werden das jetzt zügig zu einem Abschluss bringen.“

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber (CSU) sagte am Dienstag dem Fernsehsender Phoenix, dass die EU-Kommission kurz vor dem Abschluss eines Liefervertrags stehe: „Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden.“ Die EU-Kommission verhandelt seit Monaten mit Biontech und Pfizer. Nach Vorgesprächen hatte die Behörde schon im September erklärt, sie wolle bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen der Hersteller beziehen.

10.11.2020, 9:41 Uhr – Lambrecht fordert nach Demo in Leipzig konsequentes Durchgreifen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert angesichts der Ereignisse in Leipzig am Wochenende ein härteres Vorgehen bei Verstößen auf Corona-Demos: „Ich wünsche mir ein konsequentes Durchgreifen. Wenn Demonstrationen stattfinden, aber klar ist, hier wird gegen Auflagen verstoßen, dass dann zügig und konsequent aufgelöst wird“, sagte die Politikerin am Dienstag im RTL/n-tv „Frühstart“. Nur so seien die Corona-Einschränkungen in anderen Bereichen zu rechtfertigen. „Wie soll ich denn jemandem erklären, dass die Hochzeitsfeier aufgelöst wird, weil man sich nicht an Auflagen hält, aber bei Demonstrationen lässt man es laufen?“

Am Samstag hatten sich in Leipzig mindestens 20.000 „Querdenker“ versammelt. Nach Auflösung der Kundgebung zogen die Menschen über den Leipziger Ring. Solche Aufzüge sind zurzeit laut Corona-Schutzverordnung gar nicht erlaubt, trotzdem ließ die Polizei die Menge gewähren. Die Teilnehmer verstießen zudem gegen Corona-Auflagen – von Abstand und Masken war nichts mehr zu sehen. An Polizeisperren gab es Rangeleien, es flog Pyrotechnik. Zudem wurden Journalisten angegriffen.

10.11.2020, 7:41 Uhr – USA: 125.000 Neuinfektionen und 665 Tote an einem Tag

In den USA haben die Behörden mindestens 125.390 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich demnach bislang rund 10,14 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um mindestens 665 auf 238.427. Die USA sind sowohl bei den Infektions- als auch bei den Todesfällen das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

10.11.2020, 6:55 Uhr – RKI meldet 15.332 Neuinfektionen und 154 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet 15.332 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 687.200. Das sind deutlich weniger Neuinfektionen als am Samstag, als rund 23.400 neue positive Coronatests registriert wurden. Seither ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zurückgegangen. Die Gesundheitsämter haben dem RKI zudem 154 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben damit 11.506 Menschen mit oder an dem Coronavirus.

Bei den aktuellen Infektionszahlen können derzeit jedoch Unschärfen entstehen, weil die Labore überlastet sind und nicht zehntausende Tests zeitnah auswerten können. Auch deshalb werden seit einer Woche nicht mehr alle Verdachtsfälle getestet. Ein stabiler Trend, ob die Zahlen zurückgehen, lässt sich erst in der kommenden Woche ablesen.

10.11.2020, 2:38 Uhr – Karliczek für Maskenpflicht an allen Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass an allen Schulen im Unterricht eine Maskenpflicht gilt. Der Rheinischen Post sagte die CDU-Politikerin, auch Grundschüler sollten einen Mund-Nase-Schutz tragen. Aufgrund der hohen Infektionszahlen halte sie das für zumutbar. Die Maske sei das effektivste Mittel, um den Unterricht zu ermöglichen, sagte die Ministerin. Daneben helfe Stoßlüften und Ausweichen auf andere Räumlichkeiten, um besser Abstände einhalten zu können. In mehreren Bundesländern gilt wegen der gestiegenen Infektionszahlen derzeit eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Grundschüler sind allerdings in der Regel davon ausgenommen.

10.11.2020, 0:35 Uhr – Spahn: Schnell Vertrag über Impfstoff abschließen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die EU aufgefordert, schnell einen Vertrag über den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer abzuschließen. Spahn sagte im ZDF, bisher gebe es nur einen Vorvertrag mit der Mainzer Firma und deren US-Partner. Er könnte nur schwer erklären, wenn ein hierzulande produzierter Impfstoff in anderen Regionen der Welt eher vorhanden wäre. Biontech und Pfizer wollen noch im November eine Zulassung für ihren Impfstoff beantragen. Sie gehen davon aus, dass er einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet.

10.11.2020, 0:13 Uhr – Sachsens Justizministerin verteidigt Gerichtsentscheid zu „Querdenken“-Demo in Leipzig

Sachsens Justizministerin Katja Meier hat die Gerichtsentscheidung zur Demonstration gegen die Corona-Auflagen in Leipzig verteidigt. Die Grünen-Politikerin sagte, das Oberverwaltungsgericht arbeite unabhängig. Daher verbiete sich eine Bewertung durch die Exekutive. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hatte das Gericht kritisiert, weil es die „Querdenken“-Kundgebung in der Innenstadt genehmigt hatte. Daran haben am Samstag rund 20.000 Menschen teilgenommen, es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ähnlich äußerte sich auch der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes Stephan Kramer. Die „Querdenken“-Bewegung werde immer extremer, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei klar gewesen, dass die Auflagen nicht erfüllt würden. Kramer forderte, härter gegen solche Verstöße vorzugehen.

9.11.2020, 19:11 Uhr – Biontech: Impfstoff soll Risikogruppe schützen

Nach Angaben von Biontech-Chef Ugur Sahin war knapp die Hälfte der Probanden, denen man den Impfstoff verabreicht habe, 65 Jahre alt oder älter. Daraus könne man schließen, dass der Impfstoff auch Personen aus dieser Risikogruppe schütze. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden Sahin zufolge bislang nicht beobachtet. Allerdings könne man ein endgültiges Fazit erst nach zwei Jahren ziehen, sagte er dem SWR. Bis dahin werde man Daten zur Verträglichkeit in einer Datenbank sammeln und diese der Wissenschaft zugänglich machen. Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und der Kooperationspartner Pfizer haben am Montag einen Erfolg bei ihrer Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus vermeldet.

9.11.2020, 18:55 Uhr – Biden stellt Corona-Expertenrat vor und ruft dazu auf, Masken zu tragen

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat der Öffentlichkeit seinen Corona-Expertenrat vorgestellt. Zwei frühere Behörden-Chefs und eine Professorin bilden die Dreier-Spitze. Biden hatte angekündigt, dass er auf Wissenschaftler und andere Experten hören wolle. Präsident Donald Trump hat Experten in der Pandemie ständig widersprochen und wissenschaftliche Erkenntnisse angezweifelt. Oft lag er im Clinch mit dem Chef-Immunologen Anthony Fauci. Biden sagte, er halte an Fauci als Berater fest.

Biden mahnte, die Amerikaner müssten sich auf einen harten Pandemie-Winter einstellen. Der gewählte Präsident drängte am alle Amerikaner dazu, Masken zur Eindämmung des Virus zu tragen. „Unser Land wird bedroht“, sagte er. Bevor ein Impfstoff gegen das Coronavirus gut verfügbar sei, könnten weitere 200.000 Menschen mit dem Virus sterben, sagte Biden.

9.11.2020, 18:13 Uhr – Impfzentren in Rheinland-Pfalz schon ab Dezember

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat damit begonnen, die Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes zu organisieren. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sagte dem SWR, schon ab Dezember werde die Infrastruktur stehen. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt werde es ein sogenanntes Impfzentrum geben. Darüber hinaus plant die Landesregierung, mobile Impfteams einzusetzen. Sie sollen vor allem in Seniorenheimen zum Einsatz kommen. Es sei wichtig, eine Debatte zu führen, dann zu einer Priorisierung zu kommen und anschließend eine verbindliche Regelung zu haben. Ob auf der Basis einer Verordnung des Bundes oder eines Gesetzes, das muss der Bundesgesetzgeber entscheiden.

9.11.2020, 18:11 Uhr – BW-Gesundheitsminister unterstützt Vorschlag zur Impfstrategie

Wer soll zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden? Die Impfkommission des Robert-Koch-Instituts hat dazu eine Empfehlung ausgesprochen. Nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs sollen Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden. Ebenso Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher, wie die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, am Montag mitteilte. Dass Menschen, die besonders gefährdet sind oder bei Pflegediensten und in Krankenhäusern arbeiten, zuerst geimpft werden sollen, unterstützt der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Baden-Württemberg will zuerst mit Impfzentren in jedem Regierungspräsidium beginnen.

9.11.2020, 16:12 Uhr – Nach Merz sind auch auch Röttgen und Kretschmer in häuslicher Quarantäne

Nach Friedrich Merz (CDU) hat sich jetzt auch sein Mitstreiter um den CDU-Parteivorsitz, Norbert Röttgen (CDU), freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Wie Merz hatte Röttgen am Freitag noch an einer CDU-Veranstaltung in Sachsen teilgenommen. Auf der Veranstaltung war auch der sächsische Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU), der am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Röttgens Schnelltest fiel negativ aus, trotzdem wolle er zur Sicherheit zu Hause bleiben und habe alle Präsenzveranstaltungen abgesagt, sagte eine Mitarbeiterin seines Abgeordnetenbüros am Montag. Einen zweiten Test wolle er nach Ablauf der Inkubationszeit machen lassen.

An der Veranstaltung nahm auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teil. Wie Merz und Röttgen ist auch Kretschmer freiwillig in häuslicher Corona-Quarantäne.

9.11.2020, 15:45 Uhr – Stärkere Nutzung der Corona-Warn-App

Laut Regierungssprecher Steffen Seibert werde die Corona-Warn-App mittlerweile von deutlich mehr Menschen genutzt. Sie sei inzwischen über 22 Millionen Mal heruntergeladen worden und werde auch verstärkt eingesetzt, um positive Testergebnisse anonym mitzuteilen – laut Seibert hätten das bisher rund 53.500 Nutzer getan.

In der Vergangenheit wurde die Corona-Warn-App dafür kritisiert, dass nur relativ selten ein positives Ergebnis über die App geteilt und so andere Menschen gewarnt wurden.

9.11.2020, 15:31 Uhr – China sieht deutsche Schweinshaxe als Grund für neuen Corona-Fall

In China haben staatliche Medien berichtet, dass sich ein Arbeiter in einem Kühlhaus in der Stadt Tianjin über eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe mit dem Coronavirus infiziert habe. Es ist nicht das erste Mal, dass China gefrorene Lebensmittel oder deren Verpackungen, die aus dem Ausland importiert wurden, für Infektionen verantwortlich machte.

Tests im Zusammenhang mit dem Schweinshaxen-Import hätten ergeben, dass sich auf der Verpackung Virus-Spuren befanden. Die Schweinshaxe wurde aus Bremen nach Tianjin importiert und sei mittlerweile nach Dezhou verschickt worden. Acht Kontaktpersonen des infizierten Arbeiters seien zur Sicherheit in Quarantäne, berichtet die staatliche Zeitung „Global Times“.

Mittlerweile hat das Bundeslandwirtschaftsministerium auf die Behauptungen reagiert und auf Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung verwiesen. Dem Institut seien keine Infektionen mit dem Corona-Virus über den Verzehr von Fleisch oder den Kontakt mit Oberflächen bekannt. „Nach jetzigem Kenntnisstand ist also eine deutsche Schweinshaxe als Grund für einen Coronafall in China unwahrscheinlich“, sagte ein Sprecher von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU).

#Schweinshaxe aus Deutschland als Grund für neuen Corona-Fall in #China nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich. Wichtig bleiben die allgemeinen Hygieneregeln, um sich zu schützen. Mehr Infos unter https://t.co/K0OqYTPTtz #CoronaVirusDE #coronavirus #COVID19de https://t.co/rqfbjJ62If

Seit Monaten gelten große Teile des Landes als coronafrei. Doch immer wieder gibt es kleinere lokale Corona-Ausbrüche, die dann mit strengen Maßnahmen wie Lockdowns und Massentests bekämpft werden. Die Stadt Tianjin befinde sich derzeit im „Kriegsmodus“ – damit ist gemeint, dass strengere Kontrollen durchgeführt werden.

9.11.2020, 12:58 Uhr – Biontech: Mainzer Corona-Impfstoff bietet 90-prozentigen Schutz

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer wollen kommende Woche für ihren Corona-Impfstoff die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Beide Unternehmen teilten mit, ihr Impfstoffkandidat biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19. Schwere Nebenwirkungen seien nicht registriert worden.

Der Impfstoff BNT162b2 war von Biontech im Projekt „Lighspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Januar entwickelt worden. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie ging Ende Juli in verschiedenen Ländern los.

Mittlerweile haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

9.11.2020, 12:50 Uhr – Friedrich Merz wieder in Quarantäne

Friedrich Merz (CDU) ist erneut freiwillig in häuslicher Corona-Quarantäne und hat alle Termine abgesagt. Er wolle damit sein Umfeld schützen, sagte ein Sprecher des CDU-Politikers der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Hintergrund: Merz hat am vergangenen Freitag noch das sächsische Kabinett besucht, dessen Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Merz‘ freiwillige Quarantäne sei also eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Schon im März befanden sich der Politiker und seine Ehefrau in häuslicher Quarantäne, nachdem sie sich tatsächlich mit dem Virus angesteckt hatten. Merz‘ Schnelltest am Montagmorgen fiel dieses Mal aber negativ aus. Außerdem habe ein weiterer Test gezeigt, dass er Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt habe.

9.11.2020, 12:41 Uhr – CDU-Präsidium sieht keinen Spielraum für Lockerungen

Es sei noch zu früh, um über Corona-Lockerungen zu diskutieren– darüber sind sich die Mitglieder des CDU-Präsidiums einig. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, dass die Infektionszahlen erst weiter runtergehen müssten, bevor man über Lockerungen sprechen könne. Konkret hieße das: weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb eines Tages, erklärte ein anderes Präsidiums-Mitglied. Doch davon sei man in Deutschland weit entfernt.

Am 16. November wollen Bund und Länder nochmal über Corona-Maßnahmen beraten.

9.11.2020, 12:30 Uhr – Verwaltungsgericht Düsseldorf: Generelle Maskenpflicht gekippt

Das Verwaltungsgericht in Düsseldorf hat die generelle Maskenpflicht im Stadtgebiet für einen Kläger aufgehoben. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Allgemeinverfügung unbestimmt sei – es sei für Bürger nicht eindeutig erkennbar, wo und wann sie genau der Maskenpflicht unterlägen. Die Maskenpflicht im Düsseldorfer Stadtgebiet wurde aber nur für den Kläger aufgehoben. Für alle anderen Menschen gelte sie weiterhin: „Alle anderen Personen, die sich in Düsseldorf bewegen, müssen die Allgemeinverfügung beachten“. Dass die Regel nicht komplett gekippt wird, liegt am Verwaltungsrecht.

Das Verwaltungsgericht hatte dem Antrag des Klägers in einem Eilverfahren Recht gegeben. Die Stadt kann jetzt vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen.

9.11.2020, 10:50 Uhr – Bisher keine Aktionen von Maskengegnern an Schulwegen in NRW

Befürchtungen über Maskengegner-Aktionen an Schulwegen haben sich am Montagmorgen in Nordrhein-Westfalen zunächst nicht bestätigt. Es habe bisher keine entsprechenden Hinweise gegeben, hieß es von der Polizei in Münster und Wuppertal. Ob es in anderen Orten von Nordrhein-Westfalen zu Vorfällen kam, war unklar.

Das Bildungsministerium hatte die Schulen in NRW vergangene Woche gewarnt: Es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken 711“ am 9. November deutschlandweit an 1.000 Schulen „Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will“, teilte das Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen mit. Demnach sollten mit „Querdenken“ sympathisierende Eltern geplant haben, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen, ihnen unwirksame Masken mit dem „Querdenken“-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten.

Der Gründer der „Querdenken 711“-Initiative hatte daraufhin mitgeteilt, die angebliche Aktion sei nur ein Fake gewesen, um eventuelle undichte Stellen bei der Kommunikation zu finden.

9.11.2020, 9:25 Uhr – Neu Delhi ermittelt Höchststand an Corona-Neuinfektionen

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist erneut in nur wenigen Tagen ein Rekordwert an Corona-Neuinfektionen registriert worden. Innerhalb eines Tages wurden dort 7.745 Neuinfektionen verzeichnet, 490 Menschen starben nachweislich im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Erst am Donnerstag hatte die Metropole an nur einem Tag 6.842 Neuinfektionen übermittelt – dieser Wert wurde nun nochmals deutlich übertroffen.

Landesweit verzeichneten die Behörden insgesamt 45.903 neue Ansteckungen. Seit Beginn der Pandemie hat Indien mit seinen etwa 1,3 Milliarden Einwohnern mehr als 8,5 Millionen Corona-Fälle registriert – weltweit wurden nur in den USA mehr Fälle verzeichnet.

9.11.2020, 6:13 Uhr – 13.363 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2.650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 gemeldeten Fällen erreicht worden.

9.11.2020, 5:40 Uhr – USA verzeichnen über 100.000 Neuinfektionen

Die USA verzeichnen mindestens 103.314 Corona-Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen mit 10,01 erstmals auf über zehn Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion erhöht sich binnen 24 Stunden um mindestens 473 auf 237.762.

9.11.2020, 4:30 Uhr – Wegen Maskengegnern: Münster lässt am Montag Schulwege überwachen

Nachdem Maskengegner Aktionen angekündigt haben, wollen Polizei und Ordnungsamt in Münster am Montag die Schulwege beobachten. Das Bildungsministerium hatte die Schulen in NRW vergangene Woche gewarnt: Es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken 711“ am 9. November deutschlandweit an 1.000 Schulen „Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will“, so das Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen.

Demnach sollen mit „Querdenken“ sympathisierende Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen, ihnen unwirksame Masken mit dem „Querdenken“-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten. Der Gründer der „Querdenken 711“-Initiative hatte daraufhin mitgeteilt, die angebliche Aktion sei in Wahrheit nur ein Fake gewesen, um eventuelle undichte Stellen bei der internen Kommunikation zu finden.

9.11.2020, 2:58 Uhr – Spahn warnt: Viele gehören zur Risikogruppe

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt, in Deutschland zähle ein großer Teil der Bevölkerung zur Corona-Risikogruppe. Viele seien älter als 60 Jahre oder litten an bestimmten Krankheiten wie Bluthochdruck oder Übergewicht, sagte Spahn bei Bild live. Nach dieser Definition gehörten bis zu 40 Prozent der Bevölkerung zur Risikogruppe. Spahn warnte dabei auch vor einer Überlastung der Intensivstationen in Deutschland.

9.11.2020, 0:33 Uhr – Portugal: Ab heute nächtliche Ausgangssperre

Portugal verschärft seine Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Von heute an gilt in vielen Teilen des Landes eine nächtliche Ausgangssperre. Betroffen sind 121 Kommunen, darunter die Hauptstadt Lissabon und Porto. In diesen Regionen Portugals sind die Corona-Fallzahlen besonders hoch. Die Ausgangssperre gilt für insgesamt sieben Millionen Menschen zwischen 23 und 6 Uhr. An den Wochenenden dürfen die Menschen schon ab 13 Uhr nur mit triftigem Grund aus dem Haus. Ministerpräsident Antonio Costa nannte den Schritt unverzichtbar, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Eine generelle Ausgangssperre wolle er weiter verhindern.

8.11.2020, 20:08 Uhr – Weltweit mehr als 50 Millionen nachgewiesene Infektionen

Weltweit gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 50 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus. Allein gestern war die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen demnach um gut eine halbe Million angestiegen. Die Pandemie breitet sich vor allem in Ländern der Nordhalbkugel aus. Experten sehen das kalte Wetter als möglichen Grund dafür.

8.11.2020, 19:32 Uhr – Sachsens Ministerpräsident kritisiert „Querdenken“

Nach der Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Leipzig und den anschließenden Ausschreitungen übt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) deutliche Kritik an der Initiative „Querdenken“. Keiner in der sächsischen Regierung und der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland habe Verständnis für diese Art von Demonstrationen und Leichtsinnigkeit, sagte Kretschmer bei einer Pressekonferenz. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kritisierte das sächsische Oberverwaltungsgericht, das die Demonstration in der Innenstadt erlaubt hatte. Das Vorgehen der Polizei verteidigte er. Die Beamten hätten umsichtig gehandelt. Nachdem die Polizei die Demonstration wegen Regelverstößen beendete, kam es zu Ausschreitungen. Daran beteiligten sich unter anderem auch Neonazis und Hooligans.

8.11.2020, 16:37 Uhr – Merkel geht von baldigem Corona-Impfstoff aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass es bald einen Corona-Impfstoff geben wird. Das sagte sie in einem Video, in dem sie Bürgerfragen beantwortet hat. Weil es zu Beginn nicht genügend Impfstoff für alle geben werde, müsse man priorisieren. Zuerst sollen demnach Pflegekräfte, Ärzte und auch Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, geimpft werden. Ziel sei, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun würden. Eine Impfpflicht werde es nicht geben, so Merkel.

8.11.2020, 13:36 Uhr – Fast so viele Intensivpatienten wie im Frühjahr

Bundesweit werden aktuell 2.904 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Damit sei der Höchstwert vom April annähernd erreicht, teilte die Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin mit. Sie nennt die Situation aber schlimmer als im Frühjahr. Der Grund: Es würden derzeit wesentlich mehr Corona-Patienten auf anderen Stationen behandelt als damals. Ein Teil dieser Patienten werde noch auf den Intensivstationen landen. Die gesamte Infektionslage sei nicht mehr mit der vom April vergleichbar, so die Experten. Sie erwarten kein Abflauen, sondern einen weiteren Anstieg. Einzelne Zentren seien bereits am Anschlag. Vereinzelt müssten Covid-19-Patienten in andere Kliniken verlegt werden, hieß es.

8.11.2020, 11:44 Uhr – Dänemark bekämpft mutiertes Virus

In Dänemark sind nach dem Auftreten von Nerz-Corona-Varianten bereits 1,9 Millionen der etwa 15 Millionen Nerze in Zuchtanlagen getötet worden. Das teilte Dänemarks Polizei mit. Um die Ausbreitung der mutierten Erreger in der Bevölkerung einzudämmen, schlossen von Samstag an zudem in sieben norddänischen Kommunen mit insgesamt 280.000 Einwohnern alle Lokale.

Großbritannien reagierte auf den Nachweis mutierter, von Nerzen auf den Menschen übertragener Covid-19-Erreger mit Einreiseverboten. Sie gelten für alle Dänen, die keinen ständigen Wohnsitz im Vereinigten Königreich haben. Auch Einreisen von Ausländern über Dänemark sind seit Samstag untersagt, wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte. Wer britischer Staatsbürger ist und aus Dänemark kommt, darf zwar ins Land, muss aber für zwei Wochen in Selbstisolation.

8.11.2020, 11:03 Uhr – Kritik an Umgang mit Demo in Leipzig

Nach der Demonstration und den folgenden Ausschreitungen gegen die Corona-Beschränkungen in Leipzig gibt es Kritik. Nach Ansicht der Grünen in Sachsen haben die Sicherheitsorgane ihr Vertrauen verspielt. Die Linke spricht von Staatsversagen. Man habe ein potenzielles Super-Spreader-Event erlebt. Viele der rund 20.000 Teilnehmer waren ohne Maske und Abstand unterwegs. Als die Polizei die Demo auflösen wollte, widersetzen sich Tausende. Die Polizei sagt, man hätte eine Eskalation nur mit massiver Gewalt verhindern können.

8.11.2020, 9:18 Uhr – Merkel will Pfleger und Ärzte zuerst impfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will einen möglichen Impfstoff gegen Corona zuerst für den Schutz des Gesundheitssystems selbst einsetzen. „Die Frage, wer wird zuerst geimpft, die wird diskutiert mit der Ständigen Impfkommission, mit der Wissenschaftsakademie Leopoldina und mit der Ethikkommission“, sagte Merkel zum Tag der offenen Tür in einem Video, in dem sie auf Bürgerfragen antwortete. „Aber ich glaube, ich kann schon so viel verraten, dass ich sage, ganz vorn dran sind natürlich Pflegekräfte, Ärzte und auch Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören. Das sind dann allerdings schon recht viele in unserem Land.“

8.11.2020, 8:52 Uhr – Scholz: Senkung der Mehrwertsteuer wird nicht verlängert

Die wegen der Corona-Krise beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer auf 16 Prozent wird nach Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nicht verlängert. Es werde bei den vereinbarten sechs Monaten bleiben, sagte Scholz. „Das endet mit diesem Jahr. Weil wir gesagt haben, wir wollen alle davon abhalten, dass sie auf bessere Zeiten warten, sondern dass einige schon voranschreiten und Geld ausgeben“, so Scholz.

8.11.2020, 8:49 Uhr – Grütters will Hilfen für Soloselbstständige

Mit einem dringenden Appell an ihre Länderkollegen hat sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) für die Beibehaltung der geplanten Hilfen für Soloselbstständige aus der Kulturszene eingesetzt. Die CDU-Politikerin wirbt in einem Brief dafür, die Regelungen für die Betroffenen wie auf Bundesebene geplant umzusetzen. „Es ist essenziell und wird, wie Sie wissen, im gesamten Kulturbereich erwartet, dass diese Regelung in dieser Form jetzt so kommt“, heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt.

Nach der Vereinbarung können Soloselbstständige wie Künstler oder Musiker für die coronabedingten Einschränkungen im November eine Förderung von bis zu 5000 Euro direkt und ohne bürokratischen Aufwand beantragen. Erst jenseits dieser Grenze ist ein Steuerberater notwendig.

8.11.2020, 6:06 Uhr – RKI: 16.017 neue Fälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland liegt bei 16.017. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Seit Beginn der Pandemie haben sich 658.505 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 63 auf insgesamt 11.289. Sonntags und Montags sind die gemeldeten Infektionszahlen oft niedriger als an anderen Wochentagen, unter anderem, weil einige Gesundheitsämter am Wochenende keine Daten an das RKI übertragen.

8.11.2020, 1:00 Uhr – Kretschmann: Verschärfung der Corona-Auflagen möglich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eine weitere Verschärfung der Corona-Auflagen nicht ausgeschlossen. „Wenn die Intensivstationen volllaufen, ist es schon zu spät. Wir dürfen nicht warten, bis die Kapazitäten erschöpft sind“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wenn droht, dass diese rote Linie überschritten wird, kommen wir um härtere Maßnahmen - unter Umständen sehr harte Maßnahmen - überhaupt nicht herum.“ Als Beispiel nannte Kretschmann eine weitere Minimierung der Kontakte. „Die Anzahl der Personen, mit denen man sich treffen kann, muss dann noch weiter reduziert werden“, sagte er. Weihnachtsmärkten und Silvesterpartys erteilte Kretschmann eine Absage.

8.11.2020, 00:03 Uhr – Mehr als 40.000 Corona-Tote in Frankreich

In Frankreich hat die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 40.000 überschritten. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien in Krankenhäusern mehr als 300 Menschen gestorben, teilten die französischen Gesundheitsbehörden mit. Frankreichs Parlament hat den Gesundheitsnotstand jetzt bis Mitte Februar verlängert. Dadurch können Einschränkungen des öffentlichen Lebens per Verordnung leichter durchgesetzt werden.

7.11.2020, 22:31 Uhr – Krawalle in Leipzig

Im Leipziger Stadtteil Connewitz hat es bis in die Nacht hinein Krawalle gegeben. Die Polizei berichtet von Barrikaden und Bränden, die von Demonstranten gelegt worden seien. Inwieweit die Krawalle mit den Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen am Nachmittag in Verbindung stehen, ist noch nicht klar. Die Polizei hatte eine Demonstration mit etwa 20.000 Teilnehmern aufgelöst, nachdem viele keine Mund-Nasen-Maske trugen und Mindestabstände nicht eingehalten worden waren. Tausende Teilnehmer hatten die von der Stadt verfügte Auflösung der Demo nicht hingenommen und waren zunächst mit Kerzen und Rufen wie „Freiheit und keine Diktatur“ weitergezogen.

7.11.2020, 19:01 Uhr – Italien meldet 39.811 neue Corona-Infektionen

Italien hat in den letzten 24 Stunden 39.811 neue Coronavirus-Infektionen registriert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Dies ist die höchste tägliche Zahl des Landes, die es je gegeben hat, gegenüber 37.809 am Freitag. Das Ministerium meldete außerdem 425 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, verglichen mit 446 am Tag zuvor.

In Italien sind inzwischen 41.063 Menschen an dem Virus gestorben. Seit Beginn der Pandemie hat das Land 902.490 Coronavirus-Infektionen registriert. Die nördliche Region der Lombardei blieb das am stärksten betroffene Gebiet und meldete am Samstag 11.489 neue Fälle gegenüber 9.934 am Freitag.

7.11.2020, 18:20 Uhr – Stadt Leipzig beendet „Querdenken“-Demo

Die Stadt Leipzig hat die Großdemonstration der Initiative „Querdenken“ für beendet erklärt. Grund sind Verstöße gegen Auflagen für die Kundgebung, wie die Stadt via Twitter mitteilte. An der Demonstration im Stadtzentrum beteiligten sich laut Polizei rund 20.000 Menschen – viele widersetzten sich der Auflösung der Demo durch die Polizei.

7.11.2020, 14:46 Uhr – Mehr als 200 Tote in Belgien

In Belgien stößt das Gesundheitssystem wegen der Pandemie mittlerweile an seine Grenzen. Zum ersten Mal seit Monaten sind dort mehr als 200 Menschen an einem Tag an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Von Belgiens 2.000 Intensivbetten sind aktuell mehr als 1.400 mit Corona-Patienten belegt. Die Krankenhäuser beklagen, dass sie nicht mehr wissen, wohin mit allen. Nach Angaben von Korrespondenten ist das belgische Gesundheitssystem nur deshalb noch nicht kollabiert, weil Deutschland einige Covid-19-Patienten aufgenommen hat. Belgien ist europaweit eines der am schwersten von Corona betroffenen Länder.

7.11.2020, 14:41 Uhr – Österreichs Infektionszahlen steigen rasant an

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Österreich weiter rasant an. Das Innenministerium in Wien meldete 8.241 neue Fälle binnen 24 Stunden. Zudem seien mehr als 3.000 Patienten mit dem Virus in einem Krankenhaus in Behandlung – so viele wie nie zuvor während der Pandemie. 432 Infizierte benötigten Pflege auf einer Intensivstation. Die Zahl der Verstorbenen stieg um 37 Personen auf bereits 1.377 an.

7.11.2020, 13:35 Uhr – Rückschlag für „Querdenker“ in München

Die Organisatoren der „Querdenker“-Demos haben in München weitere gerichtliche Niederlagen eingesteckt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat zwei Beschwerden im Zusammenhang mit Demonstrationen am Sonntag und für Montag bis Sonntag kommender Woche zurückgewiesen. Die Stadt München hatte die Demos mit Blick auf den Infektionsschutz zuvor verboten.

Für diesen Sonntag sollte angeblich eine Veranstaltung mit rund 120.000 Menschen auf der Theresienwiese stattfinden. Er habe laut Gericht nicht glaubhaft darstellen können, dass diese wie auch Demos in der kommenden Woche tatsächlich stattfinden werden. Sie würden weder beworben noch vorbereitet.

7.11.2020, 11:30 Uhr – Bund und Länder einigen sich auf Impfstrategie

Bund und Länder haben ein gemeinsames Vorgehen bei Impfungen gegen das Coronavirus beschlossen. Der Beschluss der Gesundheitsminister sieht nach den Worten der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) vor, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert. Die Länder errichten bundesweit rund 60 Impfzentren – wo, soll bis Dienstag feststehen. Da Impfstoff nach einer Zulassung zunächst knapp sein dürfte, sollen laut den Plänen zunächst Risikogruppen zum Zug kommen. Sie sollen auch nicht in die Impfzentren kommen müssen, sondern von mobilen Teams versorgt werden.

7.11.2020, 10:51 Uhr – Spahn: Testergebnis in App melden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ruft Corona-Infizierte dazu auf, ihre Infektion auch in der Warn-App zu melden. Er sagte auf einem virtuellen Kongress von CDU und CSU, dass die App freiwillig bleiben solle und auch noch verbessert werde. Die Daten sollten in Zukunft mehr als einmal täglich aktualisiert werden. Das Robert-Koch-Institut meldet heute einen neuen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen. Sie liegen bei knapp 23.400 – rund 1.900 mehr als am Vortag.

7.11.2020, 10:24 Uhr – „Querdenken“ darf doch in Leipziger Innenstadt demonstrieren

Die Initiative „Querdenken“ darf nun doch in der Leipziger Innenstadt gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Nach Angaben der Stadt vom Vormittag hat das Oberverwaltungsgericht Bautzen entschieden, dass die Demonstration mit 16.000 Menschen am Mittag auf dem zentralen Augustusplatz stattfinden darf. Gestern Abend hatte die Vorinstanz die städtischen Auflagen zunächst bestätigt. Die Stadt wollte die Kundgebung aufs Messegelände am Stadtrand verlegen. Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen intensiven Einsatz vor.

7.11.2020, 9:08 – RKI meldet knapp 23.400 bestätigte Neuinfektionen

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen knapp 23.400 neu registrierte Ansteckungsfälle innerhalb von 24 Stunden. Am Vortag waren noch rund 21.500 Neuinfektionen erfasst worden. Die Experten hatten zuletzt die Bevölkerung noch einmal eindringlich aufgefordert, die Anti-Corona-Maßnahmen einzuhalten. Dazu gehören vor allem das Abstandhalten und Masketragen. Die Zahl der Covid-Patienten, die auf deutschen Intensivstationen behandelt werden, erhöhte sich zuletzt um 100 auf 2.753. Knapp die Hälfte davon wird über einen Schlauch in der Luftröhre beatmet, steht im Tagesreport der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

7.11.2020, 8:35 Uhr – Massentests in der Slowakei

Die Slowakei setzt heute ihre landesweiten Corona-Massentests fort. Nach dem Plan der Regierung in Bratislava soll ein Großteil der 5,5 Millionen Einwohner des Landes ein zweites Mal einem Schnelltest unterzogen werden. Dazu aufgerufen sind alle Menschen, die älter als 10 Jahre sind. Die Teilnahme an der beispiellosen Aktion ist zwar freiwillig. Ab Montag werden aber alle, die kein negatives Testergebnis vorweisen können, mit einer Ausgangssperre belegt.

7.11.2020, 8:25 Uhr – Söder: Deutschland hat die mildesten Einschränkungen in Europa

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die neuen Anti-Corona-Maßnahmen bald wirken. Die Medizin sei bitter, aber notwendig, sagte der CSU-Vorsitzende der „Rheinischen Post“. Söder rief die Bevölkerung dazu auf, geduldig zu sein. Insgesamt zwei Wochen müssten abgewartet werden, um den Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können. Der Regierungschef verwies darauf, dass Deutschland die mildesten Einschränkungen in Europa habe.

7.11.2020, 8:25 Uhr – Mehr Müll im Lockdown: Sind die Kommunen in Baden-Württemberg gewappnet?

Weil sich viele Restaurants und Cafés während des Teil-Lockdowns nur mit Mitnehm-Angeboten über Wasser halten können, droht eine Flut von Verpackungsmüll. Das hatten die Städte in Baden-Württemberg bereits bei den ersten Schließungen der Gastronomie im Frühjahr zu spüren bekommen. Für die kommenden Wochen fühlen sie sich aber gut gerüstet, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. So gibt es in Mannheim noch aus dem Frühjahr zusätzliche Abfallbehälter, auch in Heilbronn wurden nun Extra-Tonnen aufgestellt. In Stuttgart hat die Müllabfuhr nach Angaben der Stadtverwaltung durch „wilde Müllablagerungen“ viel zu tun. In Freiburg und am Bodensee rechne man nicht mit wesentlich mehr Abfall.

7.11.2020, 8:15 Uhr – Neue Corona-Schnelltests im Einsatz

In Deutschland werden ab heute in den ersten Bundesländern neue Corona-Schnelltests eingesetzt. Besonders Pflegeheime und Kliniken sollen davon profitieren. So hat beispielsweise Sachsen-Anhalt rund 11.000 Tests an Einrichtungen verteilt. In Bayern sind bisher 464.000 Schnelltests an 67 Kommunen verteilt worden. Für diesen Monat hat sich der Bund neun Millionen Tests bei den Herstellern gesichert, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. Laut Bundesgesundheitsministerium soll dieses monatliche Kontingent schrittweise auf 22 Millionen Schnelltests im Januar anwachsen. Ziel ist es, dass Patienten, Heimbewohner, Personal und Besucher besser vor dem Corona-Virus geschützt werden.

7.11.2020, 7:53 Uhr – Gericht: Auflagen für „Querdenken“-Demo sind rechtens

Das Leipziger Verwaltungsgericht hat die Eilanträge gegen die Auflagen für die heutige „Querdenken“-Demonstration abgelehnt. Die Einschränkungen müssten hingenommen werden, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet sei, sagte ein Gerichtssprecher. Die Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen sollte ursprünglich in der Leipziger Innenstadt abgehalten werden. Das Rathaus hat den Versammlungsort aber an den Stadtrand verlegt.

7.11.2020, 6:34 Uhr – Neue Beschränkungen in Portugal und Griechenland

Portugal ruft wegen steigender Corona-Infektionszahlen wieder den Gesundheitsnotstand aus. Er soll in der kommenden Woche in Kraft treten. Dann kann die Regierung einfacher neue Beschränkungen einführen. Auch in Griechenland sind zuletzt die Infektionszahlen gestiegen. Dort gilt nun eine landesweite nächtliche Ausgangssperre von 21:00 bis 5:00 Uhr. Man darf die eigene Wohnung dann nur noch aus wichtigem Grund verlassen. Nur noch Supermärkte, Apotheken und andere lebenswichtige Geschäfte bleiben geöffnet. Alle anderen müssen für drei Wochen schließen. Ab Montag muss außerdem jede Person, die nach Griechenland einreisen möchte, einen negativen Corona-Test vorlegen.

7.11.2020, 4:44 Uhr – Ärztegewerkschaft: Infizierte zur Isolation in Hotelzimmern unterbringen

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ist dafür, dass positiv auf das Coronavirus Getestete ihre Quarantäne auch im Hotel verbringen können. Immer mehr steckten sich bei Familienmitgliedern oder Mitbewohnern an, sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Für viele Infizierte sei es schwierig, sich zu Hause zu isolieren. Viele Paare hätten nur ein gemeinsames Bett, es gebe in der Regel nur ein Badezimmer. Die Regelung nütze nebenbei auch Hotels und Pensionen. Die Kosten für die Unterbringung müsse der Staat übernehmen.

7.11.2020, 4:31 Uhr – Karliczek will Pandemiehilfen für Studierende auch über November hinaus

Die corona-bedingten Überbrückungshilfen für Studierende könnten bis zum Ende des Wintersemesters verlängert werden. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte der Rheinischen Post, dass sie sich das vorstellen könne. Dem Bericht zufolge gibt es zurzeit bei der Antragstellung IT-Probleme. Voraussichtlich ab Mitte des Monats sollen Studierende wieder Anträge stellen können.

7.11.2020, 1:49 Uhr – Studie: Erhöhtes Infektionsrisiko in Schlachthöfen

Auf Schlachthöfen besteht einer neuen Untersuchung zufolge für Mitarbeiter ein stark erhöhtes Infektionsrisiko im Falle eines Corona-Ausbruchs. Grundlage sind Daten der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Ausgewertet wurden alle bekanntgewordenen Ausbrüche in der Fleischwirtschaft zwischen März und Oktober. Laut Untersuchung liegt die Häufigkeit der Infektionen in Schlachtbetrieben im Schnitt etwa drei Mal so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung. Bei Werk- oder Zeitarbeitskräften ist die Ansteckungszahl sogar sechs Mal so groß. Ein Gesetz, das der Fleischindustrie härtere Regeln auferlegen soll, hat das Kabinett bereits passiert. Jedoch musste die Abstimmung darüber verschoben werden.

7.11.2020, 1:17 Uhr – Portugal ruft Gesundheitsnotstand aus

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen hat der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erneut den Gesundheitsnotstand ausgerufen. In einer Fernsehansprache am Freitagabend sagte de Sousa, er habe ein Dekret unterzeichnet, durch das der Ausnahmezustand ab kommender Woche in Kraft gesetzt werde. Es handele sich um eine „sehr begrenzte und weitestgehend präventive Maßnahme“, betonte der Präsident. Das Parlament in Lissabon hatte die Verhängung des Gesundheitsnotstands mit großer Mehrheit gebilligt.

Der Notstand ermögliche es der Regierung aber, neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu verhängen, sagte de Sousa weiter – zum Beispiel Verkehrsbeschränkungen.

Welche neuen Maßnahmen kommen sollen, will die Regierung am Samstagabend in einer außerordentlichen Ministerratssitzung beraten. Im Gespräch sind unter anderem eine landesweite nächtliche Ausgangssperre sowie öffentliche Fiebermessungen an bestimmten Orten.

Schon seit Mittwoch gilt für mehr als sieben Millionen Portugiesen ein Teil-Lockdown. Bewohner der betroffenen Gemeinden dürfen ihre Wohnungen nur aus zwingenden Gründen verlassen, etwa um zur Arbeit oder zur Schule zu gehen.

7.11.2020, 1:00 Uhr – Mehr als 500 Verfassungsbeschwerden wegen Corona in Karlsruhe

Gegen den wegen Corona geltenden Teil-Shutdown liegen beim Bundesverfassungsgericht bisher vier Verfassungsbeschwerden und zwei Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung vor. Nach Angaben der Zeitungen der Funke Mediengruppe zählte das Gericht in Karlsruhe zum Thema Corona bisher insgesamt 518 Verfassungsbeschwerden. 331 seien in Karlsruhe eingegangen, aber nicht weiter verfolgt worden. Das Gericht habe sich bislang mit 187 Verfassungsbeschwerden und 53 isolierten Anträgen auf Erlass einer einstweiligen Anordnung befasst. Ein Gerichtssprecher bestätigte die Zahlen am Freitag im Wesentlichen auch der Deutschen Presse-Agentur.

6.11.2020, 23:21 Uhr – Fast 120.000 Neuinfektionen in den USA registriert

Die US-Seuchenschutzbehörde CDC registriert binnen 24 Stunden 117.988 Neuinfektionen. Am Donnerstag waren es 106.537. Insgesamt haben sich demnach etwa 9,58 Millionen US-Bürger nachweislich mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Toten steigt um 1.135 auf 234.264. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

6.11.2020, 20:49 Uhr – Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in Frankreich

Die Gesundheitsbehörden in Frankreich haben mehr als 60.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden registriert. Das sind so viele wie noch nie, allerdings werden heute auch mehr Menschen getestet als zu Beginn der Pandemie im Frühjahr. Erstmals seit dem Frühjahr werden wieder französische Corona-Patienten in Deutschland behandelt. Mindestens drei Erkrankte aus der französischen Grenzregion Grand Est wurden ins Saarland verlegt, teilten die Behörden mit. Das sei eine Vorsichtsmaßnahme, um die örtlichen Kliniken zu entlasten.

6.11.2020, 19:11 Uhr – Rheinland-Pfalz: Neue Quarantäneregeln für Reiserückkehrer

Rheinland-Pfalz hat eine neue Quarantäne-Verordnung für Reiserückkehrer veröffentlicht, die am 9. November in Kraft tritt. Sie basiert auf einer einheitlichen Regelung zwischen Bund und Ländern. Die Quarantänedauer verkürzt sich danach von 14 auf 10 Tage. Betroffene Personen sind weiter verpflichtet, unverzüglich nach Einreise das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Hierfür wird eine neue digitale Einreiseanmeldung zur Verfügung gestellt. Eine Befreiung von der Quarantänepflicht durch Vorlage eines negativen Testergebnisses bei Einreise wird nicht mehr generell möglich sein. Die Quarantänedauer kann jedoch mit der Vorlage eines negativen Testergebnisses verkürzt werden. Der Test darf frühestens am fünften Tag nach Einreise durchgeführt werden.

6.11.2020, 19:14 Uhr – Baden-Württemberg: Eilanträge gegen Corona-Maßnahmen abgelehnt

Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat sechs Eilanträge gegen die Schließung von Betrieben infolge des neuen Shutdowns abgelehnt. Der 1. Senat hält nach VGH-Angaben Ungleichbehandlungen von Betrieben bei diffusem Infektionsgeschehen für zulässig, weil etwa Lebensmittelläden dem Gemeinwohl dienten. Auch Abweichungen etwa für Schulen seien pädagogisch, wenn auch nicht infektionsschutzrechtlich, zu begründen. Das Grundrecht auf Berufsfreiheit werde durch die Corona-Verordnung zwar verletzt und die Betriebe erlitten gewaltige Nachteile; doch vor dem Hintergrund der geplanten Entschädigungsleistungen des Bundes sei dies verhältnismäßig. Zu den Antragstellern gehörten ein Fitnessstudio, ein Hotel und ein Berufsmusiker.

6.11.2020, 17:03 Uhr – Bundesregierung stuft Italien komplett als Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden und Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt.

6.11.2020, 15:44 Uhr – Lufthansa führt probeweise Schnelltests ein

Die Lufthansa führt auf ersten Flügen probeweise Corona-Schnelltests ein. Ab dem kommenden Donnerstag sollen auf einzelnen Flügen zwischen München und Hamburg alle Passagiere auf das Coronavirus getestet werden. Der Antigen-Schnelltest sei für die Kunden kostenfrei, teilte das Unternehmen mit. Alternativ könnten die Passagiere einen negativen Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt sein dürfe. Wer das nicht möchte, könne sich auf einen anderen Flug umbuchen lassen. Die Airline hofft, mit den Schnelltests möglicherweise den Flugverkehr wiederbeleben zu können.

6.11.2020, 14:07 Uhr – Scheuer plant Rettungspaket für Flughäfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant ein Rettungspaket für Flughäfen. Der Bund und Länder mit Flughafen-Standorten sollten jeweils zur Hälfte daran beteiligt sein, sagte Scheuer nach einem digitalen Luftverkehrsgipfel. Er sei dazu im Gespräch mit dem Finanzministerium sowie mit den Ländern. Ein Schlüssel für die Verteilung des Geldes könnten die Passagierzahlen von 2015 bis 2019 sein. Scheuer strebt Hilfen im Umfang von insgesamt einer Milliarde Euro an. Es seien schnelle finanzielle Lösungen nötig wegen des stark gesunkenen Passagieraufkommens in der Corona-Krise.

6.11.2020, 13:52 Uhr – Strobl will Quarantäneverweigerer in Krankenhaus zwangseinweisen

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will offenbar, dass Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus eingewiesen werden können. Das berichten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten und berufen sich auf einen Brief Strobls an Gesundheitsminister Mannfred Lucha (Grüne). Als zentrales Krankenhaus für solche Zwecke wolle Strobl demnach die frühere Lungenfachklinik in Sankt Blasien im Schwarzwald nutzen. Zwangseinweisungen sollten allerdings nur auf richterliche Anordnung vollzogen werden. Als Beispiel habe Strobl einen Fall aus Wendlingen genannt, bei dem eine Person zwei Mal innerhalb von vier Tagen gegen Quarantäneauflagen verstoßen habe. Anschließend sei ein gerichtlicher Antrag auf zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik gestellt worden.

Strobl dafür, Lucha dagegen Quarantäneverweigerer einweisen lassen? Minister uneinig

Was, wenn jemand laut geltender Corona-Verordnung eigentlich in Quarantäne müsste, sich aber weigert? Der baden-württembergische Innenminister sieht dafür eine Lösung: Zwangseinweisung ins geschlossene Krankenhaus. Andere sind allerdings dagegen.  mehr...

6.11.2020, 12:20 Uhr – Corona-Schnelltest für Krankenhäuser geplant

Die Bundesregierung plant Corona-Schnelltests vor allem zum Schutz von Menschen in Krankenhäusern ein. Unspezifische Tests seien nicht sinnvoll, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Regierung habe sich dafür bereits Kontingente der Hersteller gesichert. Im November stünden neun Millionen Schnelltests zur Verfügung. Die Zahl werde aber mit der Zeit größer werden.

6.11.2020, 12:17 Uhr – Nerze mit Mutations-Virus steckten Menschen an

In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit dieser – ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus – infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen.

Über 200 Menschen mit Mutations-Virus infiziert Was der Tod von Millionen Nerzen mit einem Corona-Impfstoff zu tun hat

Immer wieder tauchen dieser Tage Meldungen auf, wonach Tausende Nerze notgeschlachtet werden – etwa aus den Niederlanden oder Dänemark. Sie sollen Mutationen des Coronavirus haben – und es sind schon mindestens 200 Menschen damit angesteckt.  mehr...

6.11.2020, 12:12 Uhr – AKK verbringt Quarantäne im Ministerium

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird ihre Corona-Quarantäne bis kommenden Samstag in ihrem Ministerium verbringen. Sie wohne dort in einem Zimmer, für das sie Miete zahle, sagt ein Sprecher. Mit der Quarantäne im Ministerium solle vermieden werden, dass andere Personen gefährdet werden. Alle Corona-Tests bei Kramp-Karrenbauer seien bisher negativ ausgefallen.

6.11.2020, 11:59 Uhr – Corona-Kabinett tagt am Montag wieder

Am kommenden Montag tagt das sogenannte Corona-Kabinett zu den aktuellen Infektionszahlen und zur Impfstrategie. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die aktuellen Zahlen seien mit über 21.000 Ansteckungen und mehr als 100 Toten zu hoch. Die Gesundheitsämter seien an vielen Stellen überfordert. Es sei daher das Ziel, mit dem Teil-Shutdown im November die Infektionszahlen zu stabilisieren und dann auch deutlich zu senken. Die Gesundheitsämter müssten die Infektionsketten wieder nachvollziehen können.

6.11.2020, 11:00 Uhr – Zum ersten Mal mehr als 100 Corona-Tote an einem Tag in Ungarn

In Ungarn sind zum ersten Mal mehr als hundert Menschen an einem Tag mit oder am Coronavirus gestorben. Die Regierung meldet 103 weitere Todesfälle, insgesamt sind es nun 2.250. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um 4.709 innerhalb von 24 Stunden. Fast 5.500 Menschen werden zurzeit im Krankenhaus behandelt. Zehn Millionen Menschen leben in Ungarn. Dort sind zurzeit die Diskotheken geschlossen, über Nacht gilt eine Ausgangssperre.

6.11.2020, 10:42 Uhr – Vereinfachte Grundsicherung bis März 2021 verlängert

Die Regelungen zum vereinfachten Zugang zur Grundsicherung sind laut Arbeits- und Sozialministerium über das Jahresende hinaus bis Ende März 2021 verlängert worden. Sie gelten seit Beginn der Coronavirus-Krise im März. Seitdem ist die Vermögensprüfung bei Beziehern der Zahlungen ausgesetzt. Selbstständige können Leistungen zudem in einem vereinfachten Verfahren beantragen.

6.11.2020, 8:59 Uhr – Erneute Rekordzahl bei Neuinfektionen in den USA

Die USA haben am zweiten Tag in Folge eine Rekordzahl neuer Corona-Fälle verzeichnet. Am Donnerstag (Ortszeit) wurden 121.888 Neuinfektionen bekannt, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Erst am Vortag war mit 102.831 Fällen erstmals die Marke von 100.000 neu registrierten Infektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Donnerstag kamen den Zahlen zufolge 1210 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nahezu 235.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

6.11.2020, 8:25 Uhr – Luftfahrtbranche trifft sich mit Bundesregierung

Die schwierige Lage der Luftfahrtbranche in der Corona-Krise ist Thema eines "Nationalen Luftverkehrsgipfels" mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dabei soll es vor allem darum gehen, wie sich der drastisch eingebrochene Luftverkehr stabilisieren und die Herausforderung durch die Pandemie bewältigen lässt. Themen des Gipfels sollen unter anderem die Bedeutung des Sektors für die Wirtschaft und Hygienekonzepte in Flugzeugen in Zeiten der Pandemie sein.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat sich vor dem heutigen Luftverkehrsgipfel nochmal für ein Milliarden-Hilfspaket für die betroffene Branche eingesetzt. Flughäfen seien wichtig und momentan in einer schweren Krise, sagte Scheuer im SWR. Es seien rund 180.000 Arbeitsplätze gefährdet. Seine Aufgabe, so der Minister, sei es, dafür zu sorgen, dass die Branche gut durch die Krise komme. Er wolle, dass die gute Infrastruktur in Deutschland erhalten bleibe und die Menschen an der Freiheit der Mobilität teilnehmen könnten, so Scheuer. In diesem Zusammenhang betonte er, dass auch Regionalflughäfen wie der Hahn oder Karlsruhe Baden-Baden ihre Berechtigung hätten.

6.11.2020, 5:51 Uhr – Erstmals Schwelle von 20.000 Corona-Neuinfektionen überschritten

Erstmals sind in Deutschland mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das geht aus den Daten auf der Website des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervor.

Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18.681 gelegen. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 619.089 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 06. 11., 00:00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 166 auf insgesamt 11.096. Das RKI schätzt, dass rund 402.500 Menschen inzwischen genesen sind.

6.11.2020, 3:47 Uhr – DGB fordert neuen Sonderkündigungsschutz für Mieter

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert offenbar, in der Corona-Krise den speziellen Kündigungsschutz für Mieter wieder einzuführen. Es sei ein großer Fehler gewesen, dass die Bundesregierung pandemiebedingte Bestimmungen Ende Juni habe auslaufen lassen. Das steht in einem Positionspapier, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Sollte jemand durch die Corona-Krise bei der Miete oder Pacht in Zahlungsrückstand geraten, müsste er wieder vor Kündigung geschützt werden. Außerdem fordert der DGB dem Bericht zufolge, dass Mietrückstände nicht verzinst werden dürfen. Zwangsräumungen sollten ausgesetzt werden.

6.11.2020, 2:53 Uhr – Gewerkschaft fordert mehr Personal an Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert in der Corona-Pandemie, dass die Schulen mehr Personal bekommen. Der vor allem an Grundschulen dramatische Lehrkräftemangel mache es schwierig, sinnvolle Konzepte in der Schule auch tatsächlich umzusetzen. Das sagte GEW-Vorstandsmitglied, Ilka Hoffmann, der "Rheinischen Post". Deshalb sollten unter anderem Studierende gewonnen werden. Die könnten die Schulen auf Honorarbasis unterstützen und unter Anleitung der Lehrer kleine Gruppen betreuen.

6.11.2020, 2:01 Uhr – Festnahmen nach Lockdown-Verstößen in England

Die britische Polizei hat in London mehr als 100 Menschen wegen Verstößen gegen die neuen Corona-Einschränkungen festgenommen. Es sei mit noch weiteren Festnahmen zu rechnen, da der Einsatz bis in die Nacht hinein andauere, teilt die Polizei mit. Eine Menschenmenge sei im Zentrum der britischen Hauptstadt zusammengekommen und habe die neuen Kontaktbeschränkungen ignoriert. Seit gestern dürfen Menschen in England nur noch aus triftigem Grund aus dem Haus. Pubs, Restaurants, Kulturstätten und Sportzentrum sind bis Anfang Dezember geschlossen. Der Handel ist eingeschränkt.

6.11.2020, 1:15 Uhr – Höchststand an Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich hat die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden innerhalb eines Tages mehr als 58.000 Fälle gemeldet. Insgesamt seien in Frankreich 1,6 Millionen Ansteckungen nachgewiesen worden. Frankreich sei am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Gesundheitsminister Olivier Véran nannte die Lage sehr ernst. Es drohe eine Überlastung der Krankenhäuser. Aktuell seien schon mehr als 4.000 Plätze auf Intensivstationen mit Covid-19 Patienten belegt.

5.11.2020, 21:06 Uhr – So funktionieren die neuen Corona-Hilfen

Die Details für die milliardenschweren Corona-Hilfen stehen. Dafür berechtigt sind alle Unternehmen, die direkt oder indirekt vom Teil-Lockdown im November betroffen sind. Dazu zählen auch Selbständige und Vereine. Abschlagszahlungen solle es möglichst noch im November geben, sagten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Insgesamt stehen zehn Milliarden Euro zur Verfügung. In der Regel sollen Firmen 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 bekommen. Abgezogen werden jedoch andere Hilfen wie beispielsweise das Kurzarbeitergeld. Bei Restaurants gilt eine besondere Ausnahme bei Einnahmen aus dem Außer-Haus-Geschäft.

5.11.2020, 15:54 Uhr – WHO besorgt über schnellen Ausbruch in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt über die massiv beschleunigte Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa geäußert. „Wir erleben eine Explosion“ der Fallzahlen auf dem Kontinent, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Donnerstag in Kopenhagen der Nachrichtenagentur AFP. Auch die Sterberate bei den Corona-Infizierten steige „allmählich“.

5.11.2020, 14:11 Uhr – Viele Fälle in Europa

Die Zahl der Neuinfizierten in Schweden steigt auf ein Rekordhoch von 4.034. Die Zahl der Toten geben die Behörden nun mit 6.002 an, fünf mehr als am Vortag. Das Land hat in der Viruskrise eine Strategie verfolgt, die auf die Vermeidung von Lockdowns setzt. Die Zahl der Covid-19-Toten in Schweden ist gemessen an der Einwohnerzahl deutlich höher als in anderen nordischen Ländern, aber geringer als etwa in Spanien oder Großbritannien.

In Österreich schnellen die Neuinfektionszahlen unterdessen ebenfalls weiter nach oben. Laut Innenministerium wurden 7.416 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden gezählt, was einem Rekordwert entspricht. 2.737 Personen befinden sich aufgrund des Corona-Virus im Krankenhaus, davon 407 auf Intensivstationen. In der Hauptstadt Wien sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt worden. Die meisten Fälle wurden aus Oberösterreich gemeldet mit 1.540 Positiv-Tests. In Österreich sind bisher insgesamt 1.268 Menschen an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

In der Schweiz steigt die Zahl der Ansteckungen weiterhin stark an. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 10.128 laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden – ein neuer Höchststand, nachdem am Mittwoch erstmals die Markte von 10.000 Positiv-Tests überschritten wurde. Weitere 62 Personen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben, insgesamt gibt es seit Ausbruch der Pandemie 2.337 Todesfälle.

5.11.2020, 13:01 Uhr – Kulturrat begrüßt Bundeshilfen für Soloselbstständige

Der Deutsche Kulturrat begrüßt die angekündigten neuen Bundeshilfen für Soloselbstständige. Nun könne über die Bedingungen gesprochen werden. Dabei komme es darauf an, die Hilfe nicht mit bürokratischen Hürden zu verstellen. Die Organisation wies darauf hin, Künstler hätten in der Regel keinen Steuerberater. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte gestern mitgeteilt, Soloselbstständige auch aus der Kulturszene könnten eine eigene Förderung bis zu einem Höchstsatz von 5.000 Euro bekommen.

5.11.2020, 12:47 Uhr – Marburger Bund: AHA-Regeln beachten

Angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen bittet der Marburger Bund, Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen dringend einzuhalten. „Nur dann können wir den langen Winter überstehen“, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft, Susanne Johna. Sie nannte es „falsch“, angesichts der Corona-Beschränkungen von einer vermeintlichen Verbotspolitik zu sprechen. Das sei „makaber“ jenen gegenüber, die schwer erkrankt seien. Damit die Krankenhäuser nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, fordert Johna, planbare Operationen zurückzustellen und die Erlösausfälle wieder mit Freihaltepauschalen abzudecken.

5.11.2020, 12:33 Uhr – Wieder Hamsterkäufe in Deutschland

In Deutschland haben sich wieder viele Menschen vor den neuen Corona-Maßnahmen mit Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Backwaren eingedeckt. Wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts ergab, lagen zum Beispiel die Verkaufszahlen von Toilettenpapier zeitweise fast 140 Prozent über dem Durchschnitt von vor der Krise. Ein Ausmaß der Hamsterkäufe wie im Frühjahr gab es aber nicht mehr. Vor und während des ersten Shutdowns hatte sich der Absatz von Desinfektionsmitteln zeitweise mehr als verachtfacht.

5.11.2020, 12:31 Uhr – EU-Kommission geht von weniger Wirtschaftseinbruch aus als bisher gedacht

Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung in der EU in diesem Jahr weniger stark einbricht als bisher vorhergesagt. Sie werde um 7,4 Prozent schrumpfen, teilte die Kommission mit. Das entspricht einer Rezession. Dennoch gingen die Experten im Juli noch von einem stärkeren Rückgang aus. Stattdessen hatte die Wirtschaft im dritten Quartal zugelegt. Das Wachstum kehre im kommenden Jahr zurück, teilte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni mit. Es werde jedoch zwei Jahre dauern, bis die europäische Wirtschaft wieder in etwa an das Niveau vor der Pandemie anknüpfen könne.

5.11.2020, 12:21 Uhr – Immer mehr Tests in Deutschland sind positiv

In Deutschland fällt ein immer höherer Anteil von Corona-Tests positiv aus. Wie aus dem aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, lag die sogenannte Positivenquote in der vergangenen Woche bei etwa 7,3 Prozent. Das bedeutet, dass der Erreger etwa bei einem von 14 gemeldeten Tests nachgewiesen wurde. Höher lag die Quote zuletzt in der ersten Aprilhälfte. Die steigende Positivenquote und die steigende Zahl von Tests schlagen sich in der höheren Zahl an Neuinfektionen nieder. Sie lag laut RKI zuletzt bei 19.990 Fällen innerhalb von 24 Stunden – das ist ein neuer Höchststand. Der Anstieg verlangsamt sich allerdings seit letzter Woche.

5.11.2020, 11:32 Uhr – Indischer Impfstoff schon im Februar?

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus, der mit Unterstützung der indischen Regierung entwickelt wurde, könnte schon im Februar auf den Markt kommen. Viele Monate früher als ursprünglich erhofft. „Der Impfstoff hat eine gute Wirksamkeit gezeigt“, sagte Rajni Kant, ein leitender Forscher am staatlichen Indian Council of Medical Research (ICMR), das das Mittel gemeinsam mit der Firma Bharat Biotech entwickelt. „Es ist zu erwarten, dass Anfang kommenden Jahres, im Februar oder März, etwas verfügbar sein wird.“ Die spätklinischen Tests sollen noch in diesem Monat beginnen. Bharat Biotech hatte den Impfstoff bislang für das zweite Quartal 2021 in Aussicht gestellt.

5.11.2020, 10:13 Uhr – Verschärfte Corona-Einschränkungen im Großraum Paris

Im Großraum Paris werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens verschärft. Das kündigt die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, im Fernsehsender BFM an. Zum Beispiel sollen Geschäfte, die Getränke und Speisen zum Mitnehmen anbieten, schon um 22.00 Uhr schließen müssen. Die Beschränkungen seien am Mittwoch zusammen mit der Polizei vereinbart worden.

5.11.2020, 8:53 Uhr – Corona-Höchstwert in den USA

Einen Tag nach der Präsidentenwahl haben die USA erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Am Mittwoch gab es 102.831 bekannte Neuinfektionen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Zuvor hatte Reuters von Zahlen über 100.000 berichtet. Die Zahl der Toten binnen einen 24 Stunden blieb relativ stabil bei 1.097.

Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 99.000 Ansteckungen gemeldet wurden. Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 233.000 Menschen starben bislang an den Folgen einer Infektion – mehr als in jedem anderen Land der Welt

5.11.2020, 7:34 Uhr – Rheinland-Pfalz bereitet sich auf Briefwahl vor

Rheinland-Pfalz bereitet sich darauf vor, die Landtagswahl Mitte März ausschließlich als Briefwahl zu organisieren. Das hat Landeswahlleiter Marcel Hürter mitgeteilt. Für den Fall, dass die Zahl der Corona-Infektionen steige, lasse man vorsorglich 3,2 Millionen Briefwahlumschläge drucken. Damit sei ein 100-prozentiger Briefwahlbedarf abgedeckt. Sollte normal gewählt werden, könne man die überzähligen Umschläge für die Bundestagswahl im September nutzen. Möglich ist auch, dass in einzelnen Wahlkreisen oder Stimmbezirken mit hohen Infektionszahlen eine Briefwahl vorgeschrieben wird. Ein entsprechendes Gesetz bereiten die Regierungsfraktionen vor. Um die Wahl generell nicht zu gefährden hat der Landeswahlleiter den Kommunen geraten, rechtzeitig einen Pool mit Ersatzwahlhelfern und Vorständen zu bilden. Auch in Baden-Württemberg gibt es auch Überlegungen, die Briefwahl auszuweiten. Bisher fehlt dafür aber die nötige Mehrheit.

5.11.2020, 7:29 Uhr – AfD will Präsenz-Parteitag durchführen

Die AfD will ihren Bundesparteitag Ende des Monats als Präsenzveranstaltung durchführen. Das hat Parteichef Jörg Meuthen angekündigt. „Es ist in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen, deshalb würden wir notfalls auch den Rechtsweg beschreiten“, sagte er. Einen Online-Parteitag schließt er aus. Der Bundesparteitag der AfD, bei dem es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern gehen soll, ist für das letzte November-Wochenende im nordrhein-westfälischen Kalkar geplant. Laut NRW-Verordnung dürfen höchstens 250 Menschen in einem Raum sein. Meuthen sagte, notfalls werde man vor Gericht gehen, um den Parteitag durchzusetzen. Die AfD hat 600 Delegierte.

5.11.2020, 6:38 Uhr – Fast 20.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 19.990 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das ist ein neuer Höchststand. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16.774. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 118 auf insgesamt 10.930. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 597.583 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 05. 11., 00.00 Uhr). Das RKI schätzt, dass rund 391.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht am Mittwoch bei 0,81 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

5.11.2020, 5:55 Uhr – Lehrerverband gegen versetzte Schulzeiten

Versetzte Schulzeiten zur Entzerrung des Schülerverkehrs und damit zur Senkung der Infektionsgefahr beurteilt der Deutsche Lehrerverband skeptisch. Eine entsprechende Forderung hatte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erhoben. „Das stößt sehr schnell an Grenzen“, sagte hingegen Lehrerverband-Präsident Heinz-Peter Meidinger der dpa. Das Hauptargument sei: „Da ist dann zwar vielleicht ein bisschen weniger los in den Bussen und in den Pausen, aber am Grundproblem ändert sich nichts. Und das Grundproblem ist die volle Klasse. In der Schule haben sie trotzdem die vollen Klassenzimmer.“

Auch auf einer ganz praktischen Ebene sei der Vorschlag, die Anfangszeiten des Unterrichts zu staffeln, vielerorts nicht umsetzbar. Zum einen beförderten die Schulbusse in vielen Landkreisen zugleich Berufspendler. Doch selbst wo es reine Schulbusse gebe, würden die Fahrzeuge außerhalb der Standard-Zeiten bereits zu anderen Zwecken eingesetzt. Auch würden versetzte Zeiten neue Probleme etwa bei der Mittagsverpflegung bereiten, die dann ebenfalls zeitlich ausgedehnt werden müsste.

5.11.2020, 5:25 Uhr – Neuer Höchstwert in den USA

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mit mindestens 102.591 Neuinfektionen einen Tag nach der Präsidentschaftswahl einen neuen Höchstwert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Ansteckungen binnen 24 Stunden auf grob 9,5 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Der bisherige US-Rekord wurde am 30. Oktober mit 100.233 Neuinfektionen registriert, dem bislang höchsten Wert weltweit. Zudem wurden zuletzt erstmals seit drei Monaten wieder mehr als 50.000 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt.

5.11.2020, 1:52 Uhr - RKI: Anteil an positiven Corona-Tests in Deutschland steigt

In Deutschland fällt ein immer größerer Anteil an Corona-Tests positiv aus. Das Robert-Koch-Institut meldet eine Verzehnfachung in den vergangenen zwei Monaten. Im RKI-Lagebericht vom Abend heißt es, dass in Kalenderwoche 44 - also der Woche bis zum 1. November - etwa 7,3 Prozent aller Tests anschlugen. In Kalenderwoche 35 waren es noch rund 0,7 Prozent. Die Zahl der wöchentliche durchgeführten Tests stieg im gleichen Zeitraum um 400.000 auf rund 1,6 Millionen.

4.11.2020, 18:35 Uhr - Maas erneut in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wegen eines Kontakts mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne begeben. Ein erster Corona-Test sei aber negativ gewesen, teilte das Auswärtige Amt mit. Demnach hat der Kontakt am Montagabend stattgefunden. Am Mittwoch hatte Maas noch an einer Sitzung des Kabinetts teilgenommen. Der SPD-Politiker musste im September schon einmal in Quarantäne, da sich einer seiner Personenschützer mit dem Coronavirus infiziert hatte.

4.11.2020, 18:35 Uhr - Italien verhängt Corona-Ausgangssperren

Wegen der Corona-Pandemie verhängt die italienische Regierung nachts eine landesweite Ausgangssperre. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Ab Donnerstag müssen die Italiener zwischen 22 und 5 Uhr zu Hause bleiben. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Die neuen Regelungen gelten erst einmal bis Anfang Dezember. Auch andere Länder haben ihre Corona-Auflagen verschärft. In den Niederlanden schlossen Zoos, Museen, Theater und Kinos. In Portugal sind die Menschen aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben.

4.11.2020, 17:54 Uhr – Dänemark tötet Nerze wegen Corona

Dänemark will alle gezüchteten Nerze wegen des Risikos einer auf den Menschen übertragbaren Mutation des Coronavirus töten. Die Behörden hätten eine Mutation des Virus bei Nerzen entdeckt, die auf Menschen übertragen wurde, erläutert Premierministerin Mette Frederiksen.

„Das mutierte Virus in den Nerzen könnte ein Risiko für die Wirksamkeit eines zukünftigen Impfstoffs sein", fügt sie hinzu. In Dänemark, dem weltgrößten Produzenten von Nerzfellen, hatte es trotz Gegenmaßnahmen immer wieder Ausbrüche auf Nerzfarmen gegeben.

4.11.2020, 17:12 Uhr – RKI: 41 Gesundheitsämter melden aktuell Engpässe

Dem Robert Koch-Institut (RKI) liegen derzeit 41 Mitteilungen zu Kapazitätsengpässen in den deutschen Gesundheitsämtern vor. Sieben Meldungen betreffen die Kategorie zwei, nach der die Infektionsschutzmaßnahmen in den nächsten Tagen nicht mehr gewährleistet werden können, wie das Bundesgesundheitsministerium erklärte. 34 Meldungen betreffen die Kategorie drei, nach der Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund von Engpässen nicht mehr vollständig vorgenommen werden können.

4.11.2020, 16:22 Uhr – Allianz will Verträge zu Betriebsschließungen umstellen

Nach zahlreichen Klagen zu den Kosten von Schließungen während der Corona-Pandemie will die Allianz ihre Verträge umstellen. Die Versicherung will die Bedingungen so ändern, dass künftig Fälle wie die generellen Schließungen während der Pandemie eindeutig ausgeschlossen sind, wie ein Sprecher bestätigte. Seit dem 15. Oktober werden Kunden die neuen Verträge angeboten. Stimmen sie nicht zu, werden die laufenden Kontrakte zum Ende der Laufzeit gekündigt. „Wir kündigen nicht außerordentlich“, betonte der Sprecher. Zuvor hatten verschiedene Fachmedien berichtet.

Anlass der Umstellung sind zahlreiche Klagen gegen Versicherer nach den Schließungen von Hotels und Gaststätten während der Corona-Krise. Allein die Allianz sieht sich derzeit etwa 140 solcher Streitigkeiten gegenüber. Sie betrachtet die Fälle als nicht abgedeckt, die Kläger sehen das anders. Vor Gericht wurde die Versicherungsbedingungen teilweise als zu unklar kritisiert - nicht nur bei der Allianz. Die Versicherung will mit den neuen Bedingungen nun Eindeutigkeit schaffen.

4.11.2020, 15:27 Uhr – Regierung präzisiert Hilfen für Kultur- und Veranstaltungsbranche

Um die Einnahmeausfälle der Kultur- und Veranstaltungsbranche auszugleichen, sollen die Betroffenen während des Teil-Lockdowns im November vom Staat einen „fiktiven Unternehmerlohn" erhalten. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte in Berlin an, Kulturunternehmen bekämen im November 75 Prozent ihres Umsatzes als direkte Hilfe. Solo-Selbstständige könnten dabei wahlweise den Umsatz des Novembers 2019 oder ihren monatlichen Durchschnittsverdienst des Vorjahres zugrunde legen.

Es entspreche der Lebensrealität vieler Kreativer und Kulturschaffender, dass es „auch mal einen Monat geben kann, in dem es keinen Umsatz gab". Seibert betonte, staatliche Hilfen gebe es auch für jene, die indirekt von den coronabedingten Schließungen betroffen sind. Anspruchsberechtigt seien alle Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit den jetzt geschlossenen Einrichtungen erzielen. Das sei für die Kultur sehr wichtig, weil eine Vielzahl an Gewerken hinter der Bühne – ohne dass der Zuschauer es sehe – erbracht werde.

4.11.2020, 14:30 Uhr – 5.350 Soldaten im Corona-Einsatz

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mittlerweile 5.350 Soldaten im Corona-Einsatz. Insgesamt gehe es um 1.025 Hilfeanfragen. Dabei gehe es etwa um Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung, aber es werde auch medizinisches Personal eingesetzt oder Lagerflächen zur Verfügung gestellt. Aktuell seien 247 Soldaten in Gesundheitsämtern eingesetzt.

Insgesamt hatte die Bundeswehr bis zu 15.000 Soldaten für den Einsatz bei der Corona-Hilfe angeboten.

4.11.2020, 13:59 Uhr – Offenbar Einigung für Novemberhilfen

Nach Angaben einer Sprecherin des Wirtschaftsministeriums denkt die Bundesregierung bei der Novemberhilfe auch an eine schnelle Abschlagszahlung für Betriebe und Solo-Selbständige, die von den Corona-Auflagen im November betroffen sind. Eine Lösung müsse aber rechtssicher sein, weil niemandem geholfen sei, wenn am Ende Rückzahlungen drohten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte zuvor eine Grundsatzeinigung mit dem Finanzministerium über die sogenannte Novemberhilfe verkündet.

4.11.2020, 13:25 Uhr – Nächtliche Maskenpflicht in Teilen Koblenz rechtswidrig

Die Regelung zur nächtlichen Maskenpflicht in Teilen der Koblenzer Innenstadt sei unverhältnismäßig, teilte das Verwaltungsgericht Koblenz mit und gab damit dem Eilantrag eines Bürgers statt. Die Stadt habe nicht geprüft, ob es in den betroffenen Gebieten mildere Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie gibt.

In den Stadtteilen Altstadt, Mitte und Süd wurde für die Zeit zwischen 20 Uhr und 5 Uhr eine Maskenpflicht verhängt. Es sei aber nicht ersichtlich, dass sämtliche Bereiche dieser Stadtteile in den Abend- und Nachtstunden stark frequentiert würden, urteilten die Richter. Man könne daher nicht annehmen, dass in allen betroffenen Bereichen mit einer Unterschreitung des Mindestabstands zu rechnen sei. Zudem sei nicht nachvollziehbar, warum im November genau wie im Sommer auch an Werktagen mit Ansammlungen junger Menschen und damit verbundenem Alkoholkonsum gerechnet werden müsse.

4.11.2020, 12:56 Uhr – Österreich überschreitet kritischen Wert von Corona-Neuinfektionen

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat früheren Angaben zufolge 6.000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert bezeichnet. Dieser Wert wurde nun überschritten. Das Innenministerium meldet 6.211 Fälle binnen 24 Stunden.

In Österreich befürchtet man eine Überlastung der Krankenhäuser und vor allem der Intensivbetten. Derzeit befinden sich 2.584 positiv getestete Personen in krankenhäuslicher Behandlung und davon 383 auf Intensivstationen.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus mussten seit Dienstag die Gastronomie sowie Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen schließen. Zudem wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

4.11.2020, 12:09 Uhr – Neuer Höchstwert von Corona-Neuinfektionen in der Schweiz

Die Schweizer Gesundheitsbehörde meldet 10.073 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl liegt damit erstmals über der Marke von 10.000. Im Zusammenhang mit Corona starben 73 weitere Menschen.

Die Schweiz weist europaweit eine der höchsten Neuansteckungsraten aus. Dennoch fallen die Einschränkungen des Alltagslebens im Vergleich zu Nachbarn wie Deutschland oder Frankreich vergleichsweise milde aus.

4.11.2020, 10:42 Uhr – Neuer Höchstwert von Corona-Neuinfektionen in Polen

In Polen gibt es einen neuen Höchstwert von Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages sind dort 24.692 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zudem gab es 373 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Auch das ist ein Höchstwert.

Die polnische Regierung will im Laufe des Tages weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ankündigen. Einen vollständigen Lockdown wolle sie aber vermeiden.

4.11.2020, 10:33 Uhr – Koalition will Infektionsschutzgesetz in zwei Wochen ändern

Union und SPD wollen eine Präzisierung der Gesetzesgrundlagen für die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in zwei Wochen vom Bundestag verabschieden lassen. Danach solle sich der Bundesrat in seiner regulären Sitzung am 27. November oder in einer vorgezogenen Sondersitzung damit befassen, kündigt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, an.

Die Koalition wolle im Infektionsschutzgesetz einen neuen Paragrafen 28a einfügen, der „Besondere Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2" beschreibe. Darauf hatten sich die Koalitionspartner am Dienstag verständigt. Zu den besonderen Schutzmaßnahmen zählten Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot und Maskenpflicht, aber auch Einschränkungen für ganze Branchen.

4.11.2020, 9:59 Uhr – Maskenpflicht für Fußgänger in Düsseldorf

Ab dem 4. November gilt im nahezu kompletten Stadtgebiet von Düsseldorf eine Maskenpflicht für Fußgänger. Die Maskenpflicht bestehe aber nicht für unbebaute Gegenden wie Wälder, Parks und Grünanlagen, wie die Stadt mitteilte.

In Düsseldorf steigen die Corona-Infektionszahlen drastisch an: Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz lag zuletzt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Mit der nun eingeführten Maskenpflicht auf öffentlichen Straßen und Wegen in bebauten Düsseldorfer Ortsteilen reagiert die Stadt auf diese Entwicklungen. Die Maskenpflicht gilt nicht für Rad- und Autofahrer.

4.11.2020, 9:20 Uhr – Minijobber besonders hart von Rezession getroffen

Wie das Berliner DIW-Institut erklärt, gehören Minijobber zu den großen Verlierern der coronabedingten Rezession. In einer Wirtschaftskrise verlieren nämlich gerade Minijobber vergleichsweise schnell ihre Beschäftigung. „Deshalb trifft sie die derzeitige Situation besonders hart", sagt DIW-Experte Markus Grabka.

Laut einer DIW-Studie lag die Zahl der Minijobber im Juni um 850.000 (zwölf Prozent) unter dem Vorjahresniveau.

4.11.2020, 8:58 Uhr – Nächtliche Ausgangssperre in Italien

In Italien gilt ab Donnerstag, 22 Uhr, eine nächtliche Ausgangssperre. Regierungschef Giuseppe Conte unterzeichnete laut Medienberichten einen entsprechenden Erlass. Weitere Corona-Auflagen, die in Italien in Kraft treten, betreffen unter anderem Einkaufszentren. Diese müssen künftig am Wochenende geschlossen bleiben. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 3. Dezember.

Bereits im Oktober gab es in einigen Regionen Italiens Ausgangssperren und eine nächtliche Sperrstunde für Bars und Restaurants ab 18 Uhr. Gegen diese Maßnahmen gab es in mehreren Städten Proteste, wobei es auch zu Ausschreitungen kam.

Italien (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Alessandra Tarantino/AP/dpa)

Nachrichten Italien verschärft Coronaregeln erneut

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4.11.2020, 8:55 Uhr – Rekordwert von Corona-Neuinfektionen in Russland

Russland meldet einen Höchstwert: Innerhalb eines Tages gab es 19.768 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen, davon verzeichnete allein Moskau schon über 5.800 Fälle. 389 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Corona.

Damit steigen die Zahlen in Russland auf über 1,69 Millionen Ansteckungsfälle und 29.217 Todesfälle. Im Vergleich mit den ebenfalls sehr stark von Corona betroffenen Ländern USA, Indien und Brasilien fällt die Zahl der Todesfälle in Russland jedoch deutlich geringer aus.

4.11.2020, 8:50 Uhr – Über 17.200 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Angaben zu den Corona-Neuinfektionen vom Mittwochmorgen aktualisiert. Innerhalb eines Tages gab es demnach 17.214 Neuinfektionen. Außerdem wurden die Angaben zu den Todesfällen aktualisiert – es starben 151 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Insgesamt gibt es in Deutschland damit 577.593 Ansteckungs- und 10.812 Todesfälle.

4.11.2020, 5:45 Uhr – Krankenhausgesellschaft will Finanzhilfe

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert vom Bund einen weiteren Rettungsschirm. Mit der Finanzhilfe sollen Betten für Corona-Patienten freigehalten und Personal umgeschichtet werden. Das hat Präsident Gerald Gaß der Passauer Neuen Presse gesagt. Gaß geht davon aus, dass sich die Zahl der Corona-Intensivpatienten noch im November verdoppelt.

3.11.2020, 23:37 Uhr – Ansteckungsrate in Deutschland unter 1 gesunken

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Ansteckungsrate knapp unter 1 gesunken. Das RKI schätzt die dafür maßgebliche Reproduktionszahl (R) über sieben Tage auf 0,98 und schreibt dazu: „In den letzten Tagen hat der R-Wert etwas abgenommen; er liegt heute ungefähr bei 1.“ Damit stecke im Durchschnitt jeder Infizierte eine weitere Person an. „Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen“, betont das RKI in seinem aktuellen Situationsbericht.

3.11.2020, 17:21 Uhr – Änderung der Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es bereits erste Änderungen der neuen Corona-Verordnung. So dürfen Solarien nun doch öffnen. Die Landesregierung begründet das damit, dass es dort keinen Körperkontakt gibt. Außerdem darf auch die Seilbahn in Koblenz wieder über den Rhein fahren. Ein Sprecher der Staatskanzlei hat dem SWR gesagt, sie sei Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Anfangs hatte es geheißen, die Seilbahn sei ein touristisches Angebot und müsse deshalb stillstehen.

3.11.2020, 16:53 Uhr – Belgiens Intensivstationen vor dem Kollaps, Deutschland hilft

In Belgien spitzt sich die Lage auf den überfüllten Intensivstationen zu. Die belgische Ärztegewerkschaft prognostiziert, dass die Intensivmedizin in zehn Tagen vor dem Kollaps stehe. Sie setzt deshalb auf deutsche Hilfe. Heute sind drei weitere schwer erkrankte Corona-Patienten per Helikopter in deutsche Uni-Kliniken gebracht worden, nach Münster und Bonn, um dort behandelt zu werden.

Wie bereits im Frühjahr sollen auch französische Corona-Patienten nach Deutschland verlegt werden: Dies sei „in den kommenden Tagen geplant“, sagte der Präsident des französischen Krankenhausverbandes FHF, Frédéric Valletoux. Er begründete dies mit dem „extrem hohen Druck“ auf die Krankenhäuser vor allem im Norden sowie im Südosten Frankreichs. 

3.11.2020, 16:29 Uhr – Schnelltests an Schulen in Baden-Württemberg

An Schulen in Baden-Württemberg sollen bald Corona-Schnelltests eingeführt werden. Das hat die Landesregierung beschlossen, um schneller auf Corona-Verdachtsfälle reagieren zu können. Bisher gab es regelmäßige Antigen-Schnelltests nur in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Gesundheitsminister Lucha hat eingeräumt, dass die Kapazitäten bei den PCR-Tests knapp würden; die Labore seien überlastet.

3.11.2020, 14:40 Uhr – Spahn: „Kann nicht sagen, wo ich mich infiziert habe“

Wie die meisten anderen Corona-Infizierten in Deutschland kennt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach eigener Angabe die Quelle seiner eigenen Infektion nicht. „Ich wäre einer von diesen 75 Prozent, die nicht sagen können, wo es passiert ist“, sagte Spahn. Es sei für die Betroffenen ja gerade das Tückische an dem Corona-Virus, dass für die meisten Infektionsfälle im Nachhinein gelte: „Es ist passiert, ohne dass man es gemerkt hat.“

Am 21. Oktober war bekannt geworden, dass Spahn positiv auf Corona getestet worden war. Spahn sagte, die eigene Erfahrung habe seine Sicht auf die Corona-Krise auch noch einmal beeinflusst. So habe er selbst gespürt, dass Isolation und Quarantäne verbunden mit der Sorge um den weiteren Verlauf belastend sein könnten. Er sei demütig und dankbar, dass seine Erkrankung gut verlaufen sei.

3.11.2020, 14:33 Uhr – Janssens: Lage auf Intensivstationen kann schnell kritisch werden

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, mahnte, dass die Lage auf den Intensivstationen schnell kritisch werde. Es gebe derzeit deutlich mehr Covid-19-Patienten auf der Normalstation. Viele von diesen würden später intensivpflichtig. Kernproblem sei nicht die Anzahl der Betten, sondern das Pflegepersonal. Das sei das Nadelöhr der kommenden Wochen, so Janssens.

3.11.2020, 14:10 Uhr – BER-Eröffnungsfeier erweist sich als möglicher Ansteckungsherd

Eine frisch diagnostizierte Corona-Infektion des Brandenburger Regierungschefs Dietmar Woidke (SPD) hat nach seiner Teilnahme an der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER am Wochenende größere Auswirkungen auf die Politik: Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatten sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben, wie das Verkehrsministerium und der Senat mitteilten. Beide hatten am Samstag mit Woidke an der BER-Eröffnungsfeier teilgenommen. Scheuer wurde mittlerweile negativ auf Corona getestet, wie ein Ministeriumssprecher mitteilt.

3.11.2020, 13:03 Uhr – Infektionen in der Schweiz sinken

In der Schweiz geht die Zahl der Neuinfektionen erneut zurück. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 6126 Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Am Donnerstag hatte das BAG einen Rekordwert von 9386 neuen Fällen verzeichnet, am Wochenende waren es im Dreitages-Schnitt 7039.

Das BAG veröffentlicht die Zahlen von Montag bis Freitag täglich sowie für einen 72-stündigen Zeitraum am Wochenende. 72 weitere Menschen sind demnach an oder mit Corona gestorben, insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 2202 Todesfälle. Die Regierung in Bern hatte wegen der rasant zunehmenden Infektionen vergangene Woche neue Beschränkungen für des öffentliche Leben erlassen.

3.11.2020, 12:33 Uhr – Wegen Corona-Tests: Labore warnen vor Überlastung

Angesichts stark steigender Infektionszahlen warnen Labore vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests. Die Testkapazität sei bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit. Bei Fortsetzung einer solchen Überflutung mit Proben oder einem möglichen Geräte- oder Personalausfall drohe ein Zusammenbruch der Versorgung. Nötig sei, die Testkapazitäten deutlich stärker auf besonders dringliche Fälle zu konzentrieren.

Verbandschef Michael Müller sprach von „gefährlichen und so nicht mehr akzeptablen Zuständen“. Wie für die Kliniken brauche es auch für Labore Mechanismen gegen Überlastungsszenarien. „Denn in den Laboren werden auch alle anderen Untersuchungen für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung durchgeführt. Bei weiterer Überlastung wird es schwer, leistungsfähig zu bleiben.“

Der Verband kritisierte, immer noch würden zu viele PCR-Tests auch ohne Symptome gemacht und damit Personen mit sehr niedriger Priorität getestet.

3.11.2020, 10:51 Uhr – Energieverbrauch und Treibhausgas-Ausstoß sinken

Der Corona-Einbruch der Wirtschaft wird den Energieverbrauch in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich um knapp sieben Prozent sinken lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Weil gleichzeitig auch die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zugenommen habe, könnte der energiebedingte Kohlendioxid-Ausstoß 2020 sogar um zehn Prozent sinken. Sollte der Verlauf der Corona-Pandemie noch weitere Maßnahmen erzwingen, sei mit einem stärkeren Rückgang beim Energieverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß zu rechnen.

3.11.2020, 10:08 Uhr – Neuseeland: Erster lokaler Corona-Fall seit zehn Tagen

Neuseeland hat zum ersten Mal seit zehn Tagen wieder eine lokale Neuinfektion mit dem Coronavirus verzeichnet. Es handle sich um einen Gesundheitsmitarbeiter aus einer staatlichen Quarantäneeinrichtung in Christchurch, sagte der Chef der Gesundheitsbehörden, Ashley Bloomfield. Die Einrichtung werde ausschließlich von Seeleuten aus Russland und der Ukraine genutzt, die auf Charterflügen von Fischereifirmen eingeflogen würden. Sie müssten nun 24 Stunden länger als ursprünglich geplant in Quarantäne bleiben. Gleichzeitig meldete Neuseeland vier neue importierte Fälle.

Das Land im Südpazifik mit seinen fast fünf Millionen Einwohnern ist bisher ausgesprochen glimpflich durch die Pandemie gekommen. Bis heute wurden weniger als 2000 Infektionen verzeichnet, 25 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.

3.11.2020, 9:55 Uhr – Brandenburgs Ministerpräsident infiziert

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen, teilte Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag mit. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert.

3.11.2020, 9:53 Uhr – Lucha: BW-Gesundheitsämter können Infektionsketten nicht mehr komplett nachvollziehen

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg können laut BW-Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) die Corona-Infektionen nicht mehr komplett nachvollziehen. Bei etwa 60 Prozent der Infektionen im Land könne der Ursprung nicht mehr festgestellt werden, sagte Lucha der Stuttgarter Zeitung. Die Landesregierung unternehme alles, um die Gesundheitsämter mit mehr Personal auszustatten.

3.11.2020, 9:36 Uhr – Gewerkschaftsbund: Homeoffice möglich machen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Arbeitgeber aufgerufen, ihre Beschäftigten angesichts der verschärften Corona-Pandemie so oft wie möglich von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Mobiles Arbeiten sei auch ein Mittel zum Infektionsschutz, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Bundesregierung müsse schnell einen rechtlichen Rahmen für Arbeit im Homeoffice schaffen. Es bestehe großer Handlungsbedarf bei Ausstattung und Arbeitsschutz, Versicherung und Datenschutz.

3.11.2020, 7:23 Uhr – RKI: Mehr als 15.000 Neuinfektionen

In Deutschland hat es nach Angaben des Robert-Koch-Institutes 15.352 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gegeben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 131. Ärztepräsident Klaus Reinhardt warnte wegen der steigenden Zahlen vor einer Überlastung des Gesundheitswesens. Man müsse jetzt die Notbremse ziehen, damit die Dynamik der Neuinfektionen nachlasse, sagte Reinhardt der Passauer Neue Presse. Insbesondere die steigende Zahl an Corona-Patienten auf den Intensivstationen sei besorgniserregend.

3.11.2020, 6:17 Uhr – Spahn: „Wir brechen die Welle“

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus wieder unter Kontrolle bringen lässt. Spahn sagte in der ARD, Deutschland habe es im Frühjahr schon einmal geschafft, die Welle zu brechen. Man wisse, wie es geht. Und deswegen werde man es auch dieses Mal schaffen.

Allerdings schätzt Spahn die Lage in den deutschen Krankenhäusern als schwieriger ein. Es sei jetzt schon absehbar, dass der Höchststand von knapp 3.000 Patienten auf Intensivs tationen aus dem Frühjahr übertroffen werde. Obwohl die Kliniken gut vorbereitet seien, könnten sie nicht eine unbegrenzt steigende Zahl v on Patienten gut versorgen. Deshalb sei es so wichtig, im November einen Monat der Entschleunigung zu haben. Der Gesundheitsminister rief noch einmal alle Menschen dazu auf, direkte Kontakte zu reduzieren. Und Spahn machte klar: Auch nach den verhängten harten Beschränkungen im November ist aus seiner Sicht Zurückhaltung nötig. Spahn sagte, auf größere Veranstaltungen müsste vorerst verzichtet werden.

3.11.2020, 2:01 Uhr – EU-Kommissarin: EU muss sich auf Impfungen vorbereiten

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich bald auf Impfungen gegen das CoronavVirus vorzubereiten. Wenn ein Impfstoff gefunden worden sei, müsse man schnell mit dem Impfen beginnen, sagte sie der Zeitung Welt. Alle müssten sich jetzt vorbereiten, um dann sofort einsatzbereit zu sein. Im besten Fall könne man mehr als 1,3 Milliarden Dosen aus einem breiten Angebot von sicheren und effektiven Impfstoffen kaufen. Sie könne garantieren, dass alle Mitgliedsstaaten zur gleichen Zeit Zugang dazu haben würden.

3.11.2020, 1:35 Uhr – Verkehrsunternehmen fordern gestaffelten Unterrichtsbeginn

Der Verband Deutsche Verkehrsunternehmen fordert, die Schulanfangszeiten in der Corona-Pandemie zu entzerren, um Busse und Bahnen zu entlasten. Die Beeinträchtigung wäre minimal, wenn die jüngeren Kinder gegen acht Uhr starten würden und die älteren zeitversetzt, sagte Präsident Ingo Wortmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ministerien und Behörden müssten sich mehr damit auseinandersetzen wie Schüler in die Schule kommen.

2.11.2020, 20:20 Uhr — Menschen werden wieder vorsichtiger

Die Menschen in Deutschland werden laut einer Umfrage in der Corona-Krise wieder vorsichtiger. Im „Corona-Monito“ des Bundesinstituts für Risikoforschung steht, dass sich mittlerweile 76 Prozent der Befragten seltener mit Freunden und Familie treffen — das sind elf Prozent mehr als vor zwei Wochen. 73 Prozent der Befragten halten das Ansteckungsrisiko durch die Nähe zu anderen Menschen für hoch. Das sind so viele wie seit dem Frühjahr nicht mehr.

2.11.2020, 17:24 Uhr – Bundestagspräsident Schäuble: Corona-Maßnahmen „kein Grund für Pessimismus“

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat im SWR zu den verschärften Maßnahmen Stellung genommen. „Ich habe hier nichts entschieden, aber die Begründung gut verstanden“, sagte er. Die Zahl der Infektionen und somit auch die der schweren Verläufe und der vollen Krankenhausbetten steige exponentiell – daher müsse man diese Entwicklung brechen. „Sonst gerät alles außer Kontrolle“, so Schäuble. Wolle man Kitas und Schulen offen lassen und trotzdem Kontakte beschränken, habe man keine andere Möglichkeit als alles, was nichts mit Kitas, Schulen oder Beruf zu tun hat, zu schließen.

Meine Güte, ich bin nach dem Zweiten Weltkrieg geboren und vor 70 Jahren in die Schule gekommen. Seither geht’s immer bergauf. Wir haben so viel Grund zur Dankbarkeit und wir haben so viel gemeistert in schwierigen Zeiten.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble

Trotz der globalen Ausnahmesituation findet Schäuble, man dürfe jetzt nicht in Panik und Pessimismus verfallen: „Wenn möglicherweise auch die Silvester-Abschlusspartys dieses Jahr nicht stattfinden können wie in früheren Jahren, dann ist es bedauerlich. Aber es ist nicht so furchtbar schlimm.“ Vielmehr sollten die Menschen laut Schäuble dankbar sein – schließlich sei die Lage in Deutschland im Vergleich mit dem Rest Europas und der ganzen Welt noch relativ gut. Die Krise könnte sich laut Schäuble auch positiv auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirken. So könnten etwa Menschen in ihrer Nachbarschaft enger zusammenrücken, wenn sie beispielsweise für andere, die sich in Quarantäne befinden, Einkäufe erledigten. Trotz dieser hoffnungsspendenden Aspekte müsse man die Krise jedoch „sehr, sehr ernst nehmen.“

Nach Start des Teil-Lockdowns Bundestagspräsident Schäuble: Corona-Maßnahmen "kein Grund für Pessimismus"

In Baden-Württemberg gelten wieder strengere Corona-Regeln, die teilweise für Unmut sorgen. Bundestagspräsident Schäuble betont im SWR-Interview: Panik und Pessimismus braucht es nicht - er sieht die Pandemie sogar als Chance.  mehr...

2.11.2020, 16:55 Uhr – Betroffene ziehen gegen Corona-Beschränkungen vor Gericht

Gegen die neuen Corona-Beschränkungen gibt es bereits in mehreren Bundesländern juristischen Widerstand. Allein beim Berliner Verwaltungsgericht sind nach Angaben eines Sprechers bislang 32 Eilanträge eingegangen. Die meisten kämen von Gastronomen, die sich gegen die Schließung von Lokalen im November wehren wollen. Zu den Antragstellern zählen auch Fitness- sowie Tattoostudios und Konzertveranstalter. Auch an Gerichten in Brandenburg, Schleswig Holstein und Niedersachsen, sind Anträge gegen die neue Beschränkungen eingegangen. Wann die Gerichte über die Anträge entscheidet, ist noch offen.

2.11.2020, 14:27 Uhr – Merkel: Steuern auf akute Notlage in den Krankenhäusern zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der steigenden Zahlen der Corona-Infektionen und schwer Erkrankten vor einer „akuten Notlage“ in den Krankenhäusern gewarnt. „Das ist exponentielles Wachstum, das uns mit zunehmender Geschwindigkeit auf eine akute Notlage in unseren Krankenhäusern zulaufen lässt“, sagte die CDU-Politikerin nach der Sitzung des Corona-Kabinetts.

Man betrachte die Lage mit Sorge, so Merkel. Bei kälteren Temperaturen wie in den kommenden Monaten reagiere das Virus „anders und noch aggressiver“.

2.11.2020, 14:20 Uhr – Griechenland verhängt ab Dienstag Lockdowns in nördlichen Landesteilen

Die griechische Regierung kündigt zweiwöchige Lockdowns ab Dienstag für die Regionen Thessaloniki und Serres im Norden des Landes an. Damit wird unter anderem der Flugverkehr von und nach Thessaloniki lahmgelegt. Zudem tritt dann im ganzen Land eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperren sowie der Schließungen von Restaurants und Bars in Kraft.

In Griechenland hat die Pandemie zwar einen weniger starken Verlauf als in anderen europäischen Ländern genommen. Seit Oktober wurde aber ein starker Anstieg der Positiv-Tests registriert.

2.11.2020, 13:32 Uhr – Drosten erklärt Corona-Maßnahmen mit Vermeiden der Triage

In der Debatte über die Corona-Maßnahmen hat der Virologe Christian Drosten an die schwierigen Entscheidungen von Ärzten im Fall einer Überlastung der Intensivstationen erinnert. In einem Vortrag erläuterte er das Vorgehen namens Triage, mit dem Patienten im Extremfall sortiert werden.

Man habe zum Beispiel einen alten Covid-19-Patienten, der seit einer Woche auf der Intensivstation beatmet werde, mit einer Überlebenschance zwischen 30 und 60 Prozent. Und dann komme ein 35-jähriger Vater dreier Kinder mit einem schweren Covid-19-Verlauf. Der jüngere Patient müsse dringend an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden, sonst sei er übermorgen tot - das wisse man als Intensivmediziner, sagte Drosten bei einer Veranstaltung in Meppen am Freitagabend.  "Was machen Sie? Sie müssen einen der älteren Patienten abmachen. Das ist, was Triage bedeutet", sagte Drosten. "Und aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, in diese Maßnahmen einzutreten, die wir jetzt haben."

2.11.2020, 13:10 Uhr – Neue Corona-Maßnahmen in Belgien in Kraft

In Belgien sind wegen der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen neue Maßnahmen in Kraft getreten. Alle Geschäfte, die nicht unbedingt notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben. Lediglich die Abholung und Hauslieferung vorbestellter Waren ist noch möglich. Auch in Supermärkten dürfen nur noch Waren des täglichen Bedarf angeboten werden. An den Schulen werden die Herbstferien mindestens bis Mitte November verlängert. Die Hochschulen sollen bis mindestens 1. Dezember nur per Fernunterricht unterrichten. Die Schließung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie nächtliche Ausgangssperren waren bereits Mitte Oktober beschlossen worden. Zudem dürfen die Bürger außerhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen. Singles dürfen zu zwei Personen Kontakt haben.

Die Maßnahmen sollen nach Angaben der Regierung für einen Zeitraum von eineinhalb Monaten bis einschließlich Sonntag, den 13. Dezember, gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15 600 registrierte Fälle pro Tag.

2.11.2020, 12:32 Uhr – Spahn warnt vor Überforderung des Gesundheitssystems

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor einer Überforderung des Gesundheitssystems. In drei Wochen habe sich die Zahl der Corona-Intensivpatienten auf mehr als 2000 verdreifacht, twittert er. „Wir müssen diese Dynamik brechen, gemeinsam und entschlossen.“

Die Zahl der #COVID19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen hat sich binnen zwei Wochen auf über 2.000 verdreifacht. Wir müssen diese Dynamik brechen, gemeinsam und entschlossen.

2.11.2020, 11:25 – Kramp-Karrenbauer in Quarantäne

Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer muss in Corona-Quarantäne. Sie sei informiert worden, dass es in ihrem näheren Umfeld eine Corona-Infektion gegeben habe, teilt das Ministerium mit. Sie selbst habe zuletzt vor acht Tagen mit dieser Person Kontakt gehabt. Ihre Corona-Warn-App habe am Sonntag ein rotes Warnsignal angezeigt. Zwar sei sie danach negativ getestet worden. Vorsorglich begebe sie sich für die kommenden sechs Tage aber in Quarantäne, damit insgesamt ein Abstand von 14 Tagen zu dem Kontakt entstehe.

2.11.2020, 10:13 Uhr – Britische Regierung hofft auf Lockdown-Ende Anfang Dezember

Die britische Regierung hofft, dass sie den Lockdown im Land Anfang Dezember beenden kann. Er gilt seit dem Wochenende. Angestrebt werde, die massiven Kontakteinschränkungen nach vier Wochen aufzuheben, sagt Finanzminister Rishi Sunak der BBC. Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über Lockdowns.

2.11.2020, 9:47 Uhr – Scholz: Beschränkungen können lange dauern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) schließt Beschränkungen für längere Zeit nicht aus. Da es sich gewissermaßen um eine Naturkatastrophe handele, müsse man sich auf eine neue Normalität einstellen, sagte Scholz bei RTL/ntv „Frühstart“. „Das wird dieses und auch das nächste Jahr noch so sein“, sagt der SPD-Kanzlerkandidat. „Solange die Zahlen nicht sinken, wird es immer Beschränkungen geben.“

2.11.2020, 9:0 Uhr – Laschet: Ende des Monats sollte Welle gebrochen sein

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hofft, dass die verschärften Corona-Maßnahmen im November ausreichen, um die stark ansteigende Zahl von Infektionen zu stoppen. Ziel sei es, dass nach einem Monat die Welle gebrochen sei, sagt Laschet im WDR. Er könne aber auch nichts versprechen. Es werde alles getan, um sicherzustellen, dass die verschärften Regeln auf einen Monat beschränkt blieben. „Bleiben Sie zu Hause“, appelliert Laschet an die Bürger.

2.11.2020, 8:13 Uhr – Heil: Mehr Homeoffice während Corona

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Unternehmen dazu aufgerufen, Mitarbeiter so oft wie möglich ins Homeoffice zu schicken. „Wo immer das möglich ist, sollte von zu Hause aus gearbeitet werden“ sagte Heil der Bild-Zeitung. Dafür müssten die Unternehmen alle notwendigen Voraussetzungen schaffen. „Wir alle brauchen Sicherheit und müssen uns verantwortungsvoll verhalten – Arbeitgeber genauso wie Arbeitnehmer“, sagte Heil. „Der Schutz der Gesundheit ist dabei das Wichtigste.“ Wo kein Homeoffice möglich sei, müssten Hygiene- und Arbeitsschutzstandards besonders streng eingehalten werden, sagte der Minister. Je weniger Kontakte die Menschen hätten, desto stabiler bleibe das Gesundheitssystem. „Darauf sind wir alle im Herbst und Winter angewiesen.“

2.11.2020, 6:30 Uhr – Fast 50 Millionen Menschen weltweit nachweislich infiziert

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 46,37 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Demnach starben mehr als 1,19 Millionen Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Die meisten Infektionsfälle verzeichnen die USA, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland, Frankreich und Spanien.

2.11.2020, 5:10 Uhr – 12.000 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.097 neue Infektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich 545.027 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 49 auf 10.530. Die Zahlen am Sonntag fallen für gewöhnlich niedriger aus, da die Gesundheitsämter am Wochenende häufig nicht alle Daten übermitteln.

2.11.2020, 4:13 Uhr – Verdi fordert zweites Konjunkturpaket

Angesichts anhaltender Sorgen um die Wirtschaft in Deutschland fordert die Gewerkschaft ver.di ein zweites Konjunkturpaket gegen die Folgen der Corona-Krise. In wesentlichen Bereichen würden die Probleme und Risiken noch weiter überwiegen, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke der Nachrichtenagentur dpa. So hätten die Kommunen anhaltend mit drastisch sinkenden Gewerbesteuereinnahmen zu kämpfen. Auch Kaufimpulse seien nötig. Nicht fortgeführt werden sollte allerdings die Absenkung der Mehrwertsteuer, so Werneke. „Die Absenkung der Mehrwertsteuer hat nicht die Impulse gebracht, die wir uns in Deutschland erhofft haben“, sagte der Verdi-Chef.

2.11.2020, 3:52 Uhr – CDU warnt vor fehlenden Orientierungsmöglichkeiten für Schulabgänger

Die CDU im Bundestag hat vor einem Jahrgang von Schulabgängern ohne berufliche Orientierung gewarnt. „Im kommenden Ausbildungsjahr droht es viele verzweifelte Jugendliche zu geben“, sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Peter Weiß, der Nachrichtenagentur dpa. Berufsorientierung und Betriebspraktika fielen in der Corona-Krise reihenweise weg. „Die Bundesagentur für Arbeit konzentriert alle ihre Personalkapazitäten auf das Kurzarbeitergeld“, sagte der CDU-Politiker. Dabei seien die Angebot für junge Menschen auf dem Weg in den Beruf enorm wichtig.

2.11.2020, 2:18 Uhr – WHO-Chef begibt sich in häusliche Quarantäne

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begibt sich nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in häusliche Quarantäne. „Es geht mir gut und ich habe keine Symptome, aber ich werde mich in den kommenden Tagen selbst unter Quarantäne stellen und von zuhause aus arbeiten, so wie es die WHO-Richtlinien vorsehen“, schrieb Tedros auf Twitter. Es sei extrem wichtig, dass grundsätzlich jeder diesen Richtlinien folge, erklärte er weiter.

Twitter

2.11.2020, 2:05 Uhr – Trump plant offenbar Wahlparty mit 400 Gästen

Trotz der Warnungen der Gesundheitsbehörden vor den Risiken großer Versammlungen inmitten der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump offenbar eine große Wahlparty im Weißen Haus angesetzt. Rund 400 geladene Gäste würden in der Wahlnacht am 3. November im Ostflügel des Regierungssitzes erwartet, hieß es aus Regierungskreisen. Alle Gäste müssten sich zuvor einem Corona-Test unterziehen.

Bereits bei der Nominierungsveranstaltung der umstrittenen neuen Richterin am Obersten Gerichtshof, Amy Coney Barrett, hatte Trump zu einer großen Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses geladen. Die Zeremonie am 26. September erwies sich als sogenanntes „Superspreader Event“, bei dem sich neben Trump und seiner Frau Melania auch zahlreiche weitere Regierungsmitarbeiter mit den Virus infizierten.

2.11.2020, 2:04 Uhr – Ministerium unterstützt Pflegeeinrichtungen mit Masken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will laut einem Zeitungsbericht 290 Millionen Masken aus Bundesbeständen an Pflegeheime und ambulante Pflegedienste verschicken lassen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten, sollen die bundesweit rund 33.000 Pflegeeinrichtungen insgesamt knapp 100.000 Pakete mit jeweils 1.000 hochwertigen FFP2-Masken für das Personal und 2.000 einfachen OP-Masken für die Pflegebedürftigen und ihre Besucher bekommen. Die Masken-Hilfspakete stammen nach Angaben des Gesundheitsministeriums aus den Beständen der Bundesregierung, die in der ersten Phase der Pandemie angeschafft worden waren, wie es in dem Bericht heißt.

1.1.2020, 23:18 Uhr - Braun: Lockerung in zwei Wochen „nicht wahrscheinlich“

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat wenig Hoffnung, dass schon in kurzer Zeit wieder Maßnahmen des ab diesem Montag geltenden Teil-Lockdowns zurückgenommen werden können. „Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass wir in zwei Wochen schon Maßnahmen lockern können“, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung Anne Will. Doch gehe er insgesamt fest davon aus, „dass sich das Infektionsgeschehen mit den Maßnahmen, die wir jetzt beschlossen haben, wirklich deutlich bremst“. Der Gesamterfolg hänge aber vom Willen jedes Einzelnen ab. Den Geist, der im März geherrscht habe, brauche man auch in diesem Winter wieder.

1.1.2020, 23:10 Uhr - Frankreich: Supermärkte müssen einzelne Abteilungen schließen

Nach den Protesten französischer Bürgermeister und Präsidenten großer städtischer Ballungsräume gegen die neuen Corona-Regeln müssen Einkaufszentren und Supermärkte ihre Abteilungen für nicht „lebenswichtige“ Produkte schließen. Es sei jetzt nicht der Zeitpunkt, um angekündigte Maßnahmen zurück zu ziehen, sagte Premierminister Jean Castex im Fernsehsender TF1. Die Produkte, deren Verkauf derzeit in kleinen Geschäften verboten sei, dürften ab Dienstag auch in den Einkaufszentren und Supermärkten nicht mehr angeboten werden.

Zahlreiche lokale und regionale Politiker haben die am Freitag verhängte Corona-Regel der Schließung von Läden mit nicht lebenswichtigen Produkten kritisiert, weil sie zu Ungleichheiten führe. Zu den nicht lebensnotwendigen Geschäften gehören unter anderem Buch- und Kleiderläden, nicht jedoch Weinhändler, Baumärkte und Gartengeschäfte. Viele Bürgermeister fürchten um die Existenz von Geschäften, die gegen die Konkurrenz großer Einkaufszentren kämpfen. Seit Freitag herrscht in Frankreich wieder ein landesweiter Lockdown bis zum 1. Dezember.

1.1.2020, 22:45 Uhr – Söder verteidigt Lockdown-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die ab diesem Montag geltenden strengeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verteidigt. „Die Alternative wäre, es laufen zu lassen“, sagte der CSU-Chef in der ARD-Sendung Anne Will. Das würde aber einen enormen Anstieg der Infektionen bedeuten. Die Folge seien das Volllaufen der Krankenhäuser und am Ende auch hohe Todeszahlen. „Es gibt auf der ganzen Welt kein anderes Konzept als das Reduzieren von Kontakten, um auf Corona zu reagieren“, so Söder. „Wenn es ein besseres, leichteres gäbe, würden wir es ja sofort anwenden.“ Hinzukomme, dass der jetzige Lockdown milder sei als im Frühjahr und in anderen europäischen Ländern, so Söder weiter.

1.1.2020, 19:52 Uhr – Giffey: „Bevor wir Kitas und Schulen schließen, sind alle anderen Dinge dran.“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat erneut bekräftigt, dass die Schließung von Schulen und Kitas trotz der steigenden Infektionszahlen das letzte Mittel im Kampf gegen die Pandemie sein sollte. „Die Schulen sind besser vorbereitet auf viele Situationen, wo im März Ratlosigkeit angesagt war“, sagte die SPD-Politikerin in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin.

„Es ist wichtig, dass wir jetzt bei der zweiten Welle eben sagen: Die Schließung von Kitas und Schulen sind nicht das erste Mittel, sondern sie sind das letzte Mittel, wenn es um Einschränkungen geht.“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD

In Deutschland gebe es über 30.000 Schulen und über 56.000 Kitas. „Bevor wir Kitas und Schulen schließen, sind alle anderen Dinge dran.“

1.1.2020, 19:02 – Schweiz: Im Kanton Genf werden die Krankenhausbetten wegen Corona knapp

Der Schweizer Kanton Genf verhängt wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen den Ausnahmezustand. Er soll ab Montagabend gelten, hat der Kanton mitgeteilt. Hintergrund ist, dass die Krankenhausbetten in der Region knapp werden. Die ersten Patienten konnten nach einem Zeitungsbericht schon nicht mehr auf die Intensivstationen aufgenommen werden. Mit dem Ausnahmezustand müssen alle Geschäfte schließen, die keine Lebensmittel verkaufen, genau wie Restaurants, Kinos und Theater.

1.11.2020, 17:15 Uhr – Großbritannien meldet mehr als 23.000 Neuinfektionen

Die britischen Gesundheitsbehörden melden, dass binnen 24 Stunden weitere 23.254 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Das ist ein Anstieg von 1.339 gegenüber der Bilanz vom Samstag. Die Zahl der Toten steigt um 162 (Samstag: 326).

1.11.2020, 16:11 Uhr – Fast jedes zehnte Gesundheitsamt ist überlastet

Von rund 400 deutschen Gesundheitsämtern haben 38 beim Robert Koch-Institut Überlastung angezeigt. Damit stößt fast jedes zehnte Amt mit dem Stand vom 30. Oktober entweder aktuell an Kapazitätsgrenzen oder rechnet innerhalb der nächsten Tage damit.

Die Engpässe bei den Gesundheitsämtern betreffen demnach die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, zum Teil auch das Ausbruchsmanagement oder andere Aufgaben des Infektionsschutzes. Die Gesundheitsämter sind verpflichtet, den Landesbehörden zu melden, wenn ihnen Personal für den Infektionsschutz fehlt. Die Länder wiederum melden dies an das Robert-Koch-Institut weiter.

1.11.2020, 15:06 Uhr – 4.000 Soldaten im Corona-Einsatz

In Gesundheitsämtern werden nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mittlerweile 4.000 Bundeswehr-Soldaten eingesetzt. Es gebe täglich neue Anfragen, was die Brisanz der derzeitigen Corona-Lage zeige, sagte sie den Sendern RTL/ntv.

Insgesamt hat die Bundesregierung bis zu 15.000 Soldaten etwa zur Kontaktnachverfolgung von Infektionsketten angeboten.

1.11.2020, 14:39 Uhr – Heil: Mehr Mitarbeiter ins Homeoffice schicken

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) fordert die Unternehmen nach Presse-Informationen dazu auf, ihre Mitarbeiter wieder verstärkt ins Homeoffice zu schicken. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten in der aktuellen Corona-Situation verantwortungsvoll handeln, sagte Heil der Bild-Zeitung. Wo immer es möglich sei, solle von zu Hause aus gearbeitet werden.

Kommende Woche soll sich der Finanzausschuss des Bundestags mit der steuerlichen Absetzbarkeit des Homeoffice beschäftigen. Finanzpolitiker von Union und SPD lehnten den Vorschlag der FDP sowie von Gewerkschaften und Steuer-Experten in Interviews allerdings ab. Für die Unions-Fraktion im Bundestag sagte Antje Tillmann, Beschäftigten ohne Homeoffice-Möglichkeit könne man nicht erklären, warum sie leer ausgehen sollten. Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lothar Binding, sieht es genauso: Viele kleine Leute hätten Jobs, die man nicht von zu Hause aus machen könne.

1.11.2020, 12:36 Uhr – Drosten: „Am besten so verhalten, als wären alle infiziert“

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, rät in der Corona-Pandemie zu konsequent vorsichtigem Verhalten. „Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen“, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung (Montagsausgabe). Dies lasse sich auch umkehren: „Wir tun so, als wäre der andere infiziert und wir wollten uns selbst schützen. Daraus ergibt sich unser Verhalten.“ Mit einer schnellen Normalisierung der Lage ist laut Drosten vorerst nicht zu rechnen.

Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet. Aber spätestens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern können – wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen.

Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité

Am Montag treten wegen der zuletzt rasant gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen deutschlandweit strengere Beschränkungen in Kraft.

1.11.2020, 10:43 Uhr – Australien meldet keine Neuinfektionen mehr

Australien meldet erstmals seit fast fünf Monaten keine Corona-Neuinfektion mehr. Das hat Gesundheitsminister Greg Hunt auf Twitter bekannt gegeben. In Australien war das öffentliche Leben massiv eingeschränkt worden. Besonders stark betroffen war der Bundesstaat Victoria. Dort galt weltweit mit der schärfste und längste Lockdown. Die Beschränkungen sind jetzt fast alle wieder aufgehoben.

Zero community transmission cases today - Australia wide. The first national zero community transmission day since June 9. Thank you to all of our amazing health & public health workers & above all else, the Australian people. https://t.co/jYuFO54mHj

1.11.2020, 9:54 Uhr – Barmer: Corona-Maßnahmen führen auch zu Rückgang anderer Atemwegs-Infektionen

Die Corona-Maßnahmen haben offenbar auch zu einem Rückgang bei anderen Atemwegserkrankungen geführt. Nach einer Analyse der Barmer Krankenkasse gab es in diesem Spätsommer und Herbst deutlich weniger Krankschreibungen deswegen als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Krankgeschriebenen mit Atemwegsproblemen von Mitte August bis Anfang Oktober um 138 Prozent gestiegen. In diesem Jahr lag das Plus nur bei 101 Prozent. Die Barmer führt das auch auf die Abstands-, Masken- und Hygieneregeln wegen Corona zurück.

1.11.2020, 8:15 Uhr – Experten: Teil-Lockdown kostet Wirtschaft rund 19 Mrd

Der ab morgen geltende Teil-Lockdown wegen der Coronavirus-Pandemie wird deutsche Unternehmen einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet nach einem Bericht der Welt am Sonntag mit Ausfällen von 19,3 Milliarden Euro. Am härtesten sind demnach Gastronomie und Hotels betroffen. Sie müssten mit Einbußen von fast sechs Milliarden Euro rechnen. Die Forscher rechnen auch mit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Im laufenden vierten Quartal werde die Zahl der Beschäftigten voraussichtlich um knapp 100.000 sinken.

1.11.2020, 7:46 Uhr – Neue Proteste in Italien gegen Corona-Maßnahmen

In Italien sind Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung wieder in Gewalt umgeschlagen. In Rom kam es am Abend bei mindestens zwei Kundgebungen zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Auf einem Platz im Zentrum der Hauptstadt wurden Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. In Italien treten heute neue landesweite Einschränkungen in Kraft. Unter anderem müssen Kinos, Theater, Sportstudios und Schwimmbäder schließen. Restaurants und Bars dürfen nur noch bis 18 Uhr öffnen.

1.11.2020, 3:22 Uhr – Bericht: 165 Schulen in Deutschland geschlossen

In Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge derzeit mindestens 165 Schulen aus Infektionsschutzgründen komplett geschlossen. Das berichtet die Welt am Sonntag und beruft sich auf eine Umfrage unter den 16 Kultusministerien der Bundesländer. Am höchsten ist die Zahl der vollständig geschlossenen Schulen mit 135 in Bayern, in Baden-Württemberg waren es bis zum letzten Stichtag vor den Herbstferien 35. In Hessen findet in sechs Schulen kein Präsenzunterricht statt – in Mecklenburg-Vorpommern sind es vier und in Schleswig-Holstein zwei. In einer Reihe von Ländern ist derzeit keine Schule vollständig außer Betrieb. Aber auch hier befänden sich teils Schüler- und Klassenverbände in Quarantäne.

1.11.2020, 1:49 Uhr – Saarländischer Ministerpräsident Hans warnt vor Kollaps des Gesundheitssystems

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen vor einem Zusammenbrechen des Gesundheitssystems gewarnt. Die Situation sei erschreckend und alarmierend, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. Schon bald könne es zu einem Kollaps in vielen der 1.900 Krankenhäuser in Deutschland kommen. Gerade in der zweiten Corona-Welle, würden Stationen geschlossen und Notaufnahmen abgemeldet. Grund sei fehlendes oder erkranktes Pflegepersonal.

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