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Stell dir vor, du schließt deine Powerbank oder dein E-Bike zum Laden an die Steckdose an und fährst weg. Und in der Zwischenzeit fängt dein Akku Feuer.

Komplett unwahrscheinlich sind diese Szenarien nicht. Erst am Montag hat in Bad Schussenried ein Fahrrad-Akku Feuer gefangen. Der Schaden: 50.000 Euro. Was muss ich beachten, damit mein Akku nicht zur Gefahr wird?

Wie kannst du erkennen, dass dein Akku bald den Geist aufgibt? 

„Das ist gar nicht so einfach“, sagt Martin Thiel aus der SWR-Umweltredaktion. Denn: Meistens kannst du den Akku gar nicht direkt sehen, weil er zum Beispiel im Handy verbaut ist. Ein Hinweis darauf könne zum Beispiel sein, wenn der Akku deines Smartphones direkt nach dem Laden wieder leer ist oder das Gerät beim Laden extrem heiß wird.

Bei manchen Schäden denkt man zuerst gar nicht an den Akku – zum Beispiel, wenn das Display aus der Halterung gedrückt wird, einen Riss hat oder sich der Akku-Deckel löst. Dann kann das ein Zeichen sein, dass sich der Akku schon aufbläht. Wird er weiter benutzt, schmort er eventuell durch.

Martin Thiel, SWR-Umweltredaktion

Aber nicht nur Handys sondern auch Powerbanks, Laptops und Fahrrad-Akkus können sich entzünden und sogar brennen, so Thiel. Das würde aber zum Glück nur selten passieren. „Aber es gibt eben Millionen Lithium-Akkus in allen möglichen Geräten und deshalb kommt es immer wieder vor.“

Wann sollte ich einen Akku tauschen? 

Einen Akku zu tauschen ist je nach Gerät nicht immer leicht. Thiel rät dazu, wenn das Smartphone zum Beispiel beim Laden heiß wird und der Akku nicht fest verschweißt ist – man ihn also rausnehmen kann. „Wenn man unsicher ist, lohnt sich der Gang in den Handy-Reparatur-Laden.“

Wenn der Akku doch mal rauchen sollte, solltest du ihn übrigens auf keinen Fall mit Wasser löschen, warnt der SWR-Umweltexperte. Denn das könne eine Explosion auslösen.

Feuerlöscher schnappen oder die Feuerwehr rufen. Und auf keinen Fall den Rauch einatmen denn die Dämpfe sind super giftig.  

Martin Thiel, SWR-Umweltredaktion

 Was sind absolute No-Gos im Umgang mit Akkus? 

Klar: Fallen lassen schadet Smartphones und Laptops – passiert aber eben. Es gibt aber auch eine Reihe anderer Situationen, die Akkus belasten: Sie können zum Beispiel auch im Inneren beschädigt werden, wenn sie zu fest in die Tasche geklemmt werden, erklärt Thiel. Wenn die Trennschicht zwischen Plus- und Minuspol innen kaputt geht, dann könne es zu einem Kurzschluss kommen. Außerdem sollten die Akkus nicht überladen werden – ihn komplett leer werden zu lassen sei aber auch schlecht.

Außerdem mögen Akkus keine extremen Temperaturen – also weder Hitze noch Kälte. Zimmertemperatur ist optimal. Das heißt also: Falls du ein E-Bike haben solltest, solltest du den Akku im Winter nicht bei Minusgraden draußen lassen.

Zahlt die Versicherung bei einem Akkubrand? 

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Diverses Antwort von Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

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